Heute fahren wir wegen spätem Frühstück erst um 8.45 Uhr los und verlassen den Touristenort Going am Wilden Kaiser. Es ist schon sehr warm, aber auch leicht gewittrig. Der Weg führt uns zuerst ca. 10 km abwärts, was ein sehr angenehmer Start ist.

Fahrradroute durch den Wald, in der Nähe von Going
Als wir St. Johann im Tirol durchfahren, werden wir Zeuge einer Open-Air-Trainingseinheit von zwei Jugend-Blasmusikkappellen. Sie üben gerade das Marschieren im Rhythmus des Trommlers.

Marschtraining
In der Folge fahren wir einige Kilometer der Grossache entlang.

An der Grossache
Darauf biegen wir rechts ab und nehmen den grössten Anstieg des Tages in Angriff. Der Anstieg ist aber weniger schlimm als befürchtet und führt uns meist im Schatten auf eine Anhöhe, von der man einen schönen Ausblick Richtung Osten hat.

Passhöhe in der Nähe von Waidring
Die darauffolgende Abfahrt führt einem lustig rauschenden Flüsslein entlang und ist sehr schön – so wie auch die touristische Ortschaft Lofer, die wir durchqueren.

Ortskern von Lofer
Hier gelangen wir an die Saalach, der wir nun folgen.

Blick auf die Saalach
Der Fahrradweg diesem Fluss entlang gehört zu den schönsten, die ich jemals befahren habe.

Der Saalach entlang
Da um die Mittagszeit in dieser Region heftige Gewitter angesagt sind, sind wir ohne Pause 46 km durchgefahren; vor dem grossen Regen machen wir deshalb noch eine kurze Mittagspause unter einem grossen Baum und essen unsere Brote.

Mittagspause
In der Zwischenzeit sind dunkle Wolken aufgezogen, weshalb wir schnell weiterfahren, in der Hoffnung dem Unwetter zu entrinnen.

Dunkle Wolken
Wenig später kündigen heftige Böen ein Unwetter an. Gerade als die ersten grossen Tropfen fallen, können wir uns unter ein grosses Dach eines Unterhalthäuschen retten – was für ein Glück.

Unwetter
Wir haben nur unsere Regenjacken dabei, weil wir nicht mit einem Unwetter gerechnet haben. So warten wir über 20 Minuten bis das Schlimmste vorbei ist und fahren dann trotz anhaltendem Regen weiter.

Bereit für die Weiterfahrt
Das Radeln im Regen hat auch seinen Reiz und wir kommen dank guten Strassen und Fahrradwegen gut vorwärts, und als wir unser Ziel, das Hotel Leopoldskron erreichen, scheint schon fast wieder die Sonne. Nur die triefend nassen Schuhe erinnern uns an das Unwetter.

Ankunft beim Hotel Schloss Leopoldskron
Das Hotel Schloss Leopoldskron liegt etwas ausserhalb von Salzburg in einer herrlichen Parkanlage an einem kleinen See mit wunderbarer Aussicht auf die Berge.

Hotelanlage mit Aussicht
Als wir uns zu Fuss zum Nachtessen in ein nahegelegenes Restaurant aufmachen, haben wir einen tollen Blick auf die Festung Hohensalzburg.

Festung Hohensalzburg
Ich bin froh, dass wir unser Tourziel heil erreicht haben – es war eine kurze, aber schöne Tour. Salzburg werden wir am morgigen Tag erkunden (ich kenne es schon ziemlich gut, mein Tochter ist das erste Mal hier) und dann am Donnerstag wieder nach Zürich zurückfahren.
Gespannt bin ich auf das morgige Frühstück, welches im Schloss in einem Prunksaal eingenommen wird, während das eigentliche Hotel in einem separaten neueren Gebäude untergebracht ist.
Herzlichen Dank für die Feedbacks und Likes auf meine Etappenberichte, ein besonderer Dank geht an meinen Dichterfreund, der mir zu dieser Tour auch wieder ein Gedicht geschrieben hat (veröffentlicht Zum Schluss dieses Beitrages).
Nachtrag: Da das Schloss Leopoldskron u. das dazugehörige Hotel (in Nebengebäude) aussergewöhnlich sind und Hotelgäste freien Zugang zu den Schlossräumen haben, hier noch ein paar Bilder:

Schloss Leopoldskron

Frühstück im Prunksaal

Morgen-Yoga vor dem Schloss Leopoldskron (Blick vom Schlossbalkon)

Schlossbibliothek
Etappe 3: Going – Salzburg
Distanz: 80 km
Durchschnittsgeschwindigk.: 17.3 km/h
hinauf: 400 m
hinab: 750 m
Übernachtung im Hotel Schloss Leopoldskron

Radler on Tour
Unser Radler ist on Tour
allerdings drei Tage nur
Sie ist heuer eher klein,
doch verdankenswerterweise
teilt die Tochter diese Reise.
So ist’s schöner als allein.
Für den Einstand zu Beginn
folgen sie dem Flusse Inn.
Wasser läuft ja kaum bergauf –
das spart Kräfte, lockert Waden,
s fährt sich leicht. Auf den Geraden
kommt man nicht mal aus dem Schnauf.
Diesmal sind’s nicht Berges Tücken,
Regenschauer, Schmerz im Rücken
oder sonstige Tortur.
Nein, nur Hitze, Schweisseswellen
könnten Euch die Freud vergällen
an der Kultur-Velotour.
S goldne Dacherl spendet Schatten,
Innsbrucks Gassen immer hatten
ihren ganz besondern Reiz.
Schattig sind auch Salzburgs Gärten
(welche ins Programm gehörten!)
und den Durst löscht jede Beiz.
Darum wünsch ich für Euch beide
dreier Tage pure Freude
und die Freiheit peu è peu
von des Alltags Sorgenfalten
und Problemchen abzuschalten. –
Und dazu stets Luft im Pneu!
(A. Hux)










































































































