Die heurige Frühlingstour beginnt in Basel und wird mich nach Luxemburg führen, wo ich noch nie war. Es ist ein Prachtstag an diesem Freitagmorgen, die Sonne scheint, der Himmel ist blau und die Temperatur noch etwas frisch, als wir um etwa 9 Uhr den Rhein erreichen.

Basel, Blick auf den Rhein und die Fahrradroute
Wie schon oft begleitet mich mein Sohn für ein paar Tage; die Gesellschaft freut mich – man sieht sich nicht so oft und so hat sich in der Zwischenzeit viel Gesprächsstoff angesammelt, der ausgetauscht werden will.
Die Route zweigt bald vom Rhein ab und es geht in der Folge längere Zeit einem Kanal entlang, der uns durch ein Naturschutzgebiet führt, das sich «Petite Camarque Alsacienne» nennt.

«Petite Camarque Alsacienne» am Canal du Rhône au Rhin
Kurz vor Mulhouse verlassen wir den Kanal, indem wir eine Brücke überqueren, von der man eine tolle Aussicht bis in die Vogesen hat.

Brücke über den Canal du Rhône au Rhin
Nach ein paar Kilometern durch Waldlandschaften gelangen wir in offeneres Gelände, wo uns eine ca. 200 m lange, etwa 4 m hohe und ca. 80 cm breite «Mauer» etwas stutzig macht. Sie besteht nämlich komplett aus Maiskolben. So etwas haben wir noch nie gesehen und wir fragen uns nach dem Sinn und Zweck dieser «Maiskolbenmauer». Vielleicht gibt es unter der Leserschaft Leute, die sich daraus einen Reim machen können. (?)

«Maiskolbenmauer» bei Battenheim
Die Landschaft in diesem Abschnitt ist nun geprägt durch weite Felder, die zum Teil für die Aussaat bereit sind oder wie im folgenden Bild in voller Blüte stehen.

Rapsfelder bei Enisheim
Bisher haben wir kaum eine Pause gemacht, weshalb wir ca. um 12 Uhr und nach rund 50 km bei einem schönen Plätzchen mit Sitzbänken im Halbschatten anhalten und unsere Käse- und Salamibrote essen.

Mittagsrast in Enisheim
Es ist nun merklich wärmer geworden und wir schwitzen fast schon ein wenig. Wir sind nun am Rande der Vogesen angelangt, nachdem wir einige kleinere sehenswerte Ortschaften durchquert haben.
Wir befinden uns nun auf der Veloroute des Vignobles, also auf der Weinberge-Veloroute, die uns ein wenig in und auf Hügel führt, auf der, soweit das Auge reicht, Weinreben kulitivert werden.

Auf der Route des Vignobles bei Soultzmatt
Es ist landschaftlich sehr schön hier und wir geniessen die Fahrt durch die Weinberge, obwohl es manchmal ziemlich heftig bergauf geht.
Der letzte Abschnitt der heutigen Etappe ist etwas weniger attraktiv, da er manchmal einer 4-spurigen Autobahn entlangführt; ausserdem ist starker Gegenwind (Bise) aufgekommen, der das Vorankommen erschwert. Deshalb sind wir (oder mindestens ich) ziemlich erschöpft als wir gegen 5 Uhr und genau 90 km Fahrt unser Hotel in Colmar erreichen.
Nach der obligaten Dusche und kurzem Nickerchen brechen wir auf, um die sehr sehenswerte Innenstadt von Colmar zu besichten und natürlich auch unseren Hunger zu stillen. Schnell werden wir fündig und wir geniessen die letzten Sonnenstrahlen beim Abendessen im Restaurant Pfeffel.

Nachtessen im Restaurant Pfeffel, Colmar.
Beim anschliessenden kurzen Rundgang durch die Altstadt bestaunen wir die hübschen Fachwerkhäuser und die kleinen Kanäle, die das Stadtbild prägen.

Abendimpression, Colmar Altstadt
Bald schon aber machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel, denn wir sind ziemlich müde und ausserdem sollte ich ja noch meinen Blog schreiben.
Etappe 1: Basel – Colmar
Distanz: 89,9km
Durchschnittsgeschwindig: 14,5km/h
hinauf: 300 m
hinab: 390 m
Übernachtung im Hotel Arc-en-Ciel, Colmar

Sehr gut Beni, geniesst das schöne Wetter. Hier kurz was die KI sagt zur Maismauer:
Die Bezeichnung «Maiskolbenmauer» (oder französisch: mur d’épis de maïs) bezieht sich in Battenheim (Elsass) und Umgebung auf eine traditionelle landwirtschaftliche Methode zur Lagerung und Trocknung von Futtermais.
Hier sind die Details dazu:1. Was ist eine Maiskolbenmauer?
Es handelt sich nicht um eine gemauerte Wand im eigentlichen Sinne, sondern um schmale, oft sehr lange Gitterkonstruktionen (oft aus Maschendraht oder Holzlatten). In diese werden die abgeernteten Maiskolben im Ganzen (mit Spindel, aber ohne Lieschblätter) locker aufgeschichtet.
Zweck: Durch die schmale Bauweise kann der Wind hindurchwehen und die Maiskolben auf natürliche Weise trocknen, ohne dass sie faulen.
Optik: Wenn diese Konstruktionen gefüllt sind, wirken sie wie eine gelbe oder orangefarbene Wand aus Mais, die oft entlang von Feldern oder an Hofgrenzen steht.
2. Bezug zu Battenheim
Battenheim liegt in der Oberrheinebene (Plaine de l’Ill) nördlich von Mulhouse, einer Region, die stark vom Maisanbau geprägt ist. Während diese Art der Trocknung früher überall im Elsass und in Südbaden üblich war, wurde sie heute weitgehend durch moderne Getreidetrocknungsanlagen und Silage ersetzt.
Um Battenheim herum findet man jedoch gelegentlich noch solche «cribs» (Maisscheunen oder Gitterwände), die entweder noch traditionell genutzt werden oder als rustikale Dekorationselemente und Zeugen der landwirtschaftlichen Vergangenheit erhalten geblieben sind. Sie sind charakteristisch für das Landschaftsbild im Spätherbst und Winter.3. Weitere Sehenswürdigkeiten in Battenheim
Falls Sie Battenheim besuchen, um nach solchen Strukturen zu suchen, könnten Sie auch folgende historische Orte interessieren:
L’ancien moulin à farine (Moulin Stackler): Eine historische Mühle am Quatelbach.
Archäologische Spuren: In der Nähe verlief eine alte Römerstraße, und im Wald von Battenheim gibt es Reste von Hügelgräbern (Tumuli).
Tipp: Die besten Chancen, eine «frische» Maiskolbenmauer zu sehen, haben Sie direkt nach der Ernte im Oktober/November, bevor der Mais im Laufe des Winters verfüttert oder weiterverarbeitet wird.
Die Fahrt durch die Route du Wine ist hügelig aber sehr schön. Gute Weiterfahrt nach Luxembourg
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