Day 2: Colmar-Saverne (Luxemburg-Tour)

Auch die zweite Etappe starten wir bei Sonnenschein und blauem Himmel. Es ist angenehm frisch als wir ca. um 9 Uhr Colmar verlassen und ein wenig wärmer als am Vortag. Bald schon erreichen wir wieder la véloroute du vignoble und wie der Name verrät, durchfahren wir wieder endlos scheinende Rebberge, die anmutige kleinere und grössere Dörfer beherbergen.

Auf der route du vignoble in der Nähe von Colmar

Unterwegs scheuchen wir einen Vogel auf, den ich in Natur noch nie gesehen habe; er sieht so aus:

Screenshot

Was ist das für ein Vogel?

Richtig, es ist ein Wiedehopf, über den ich abends noch ein wenig recherchiere und herausfinde, dass es die Redewendung gibt «du stinkst wie ein Wiedehopf». Auch kann ich mich an das Lied «die Vogelhochzeit» erinnern, wo in einer Strophe dieser Vogel so zur Sprache kommt: Die Vogelhochzeit: „Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der bringt der Braut nen Blumentopf“.

Sehenswert sind die vielen kleineren und grösseren Weindörfer dir wir durchfahren, wie zum Beispiel Dambach-La-Ville.

Dambach-La-Ville.

Nach knapp 40 km machen wir unsere Mittagsrast an einem schön angelegten Plätzchen.

Mittagsrast

Wir suchen den Schatten, denn es in in der Zwischenzeit sommerlich warm geworden.

Auf der Weiterfahrt weist uns ein Schild darauf hin, dass wir in ein Dorf gelangen, welches offiziell zu den schönstern Dörfern Frankreichs zählt – es heisst Mittelbergheim.

Mittelbergheim

Nach ca. 60 km erreichen wir das sehr schöne Städtchen Obernai, in dem viel los ist und an jeder Ecke ein Restaurant die vielen Touristen verköstigt.

Obernai

Wenig später verlassen wir die véloroute du vignoble und gelangen auf einen tollen Fahrradweg, der auf einem ehemaligen Eisenbahntrassee angelegt ist und uns bis nach Saverne, unserem Zielort, führt.

Auf der «voie verte» (grünes Geleise) nach Saverne

Hier gibt es keine ruppigen Steigungen wie zuvor, sondern sanftes, gleichmässiges Hochsteigen, so dass die Steigungen kaum spürbar sind.

Statt Weinberge gibt es in dieser Region nun Kuhwiesen und Obstbäume.

Auf der Veloroute in der Nähe von Saverne

Um viertel nach fünf erreichen wir das etwas ausserhalb von Saverne leicht erhöht liegende Hotel, von wo aus man einen herrlichen Weitblick hat.

Blick vom Hotel Garenne bei Saverne

Wir bekommen ein schönes, helles Zimmer – nur das Bad ist etwas gewöhnungsbedürftig; es gibt nämlich keine Tür, dazu kommen grosse Fenster, die eine Intimität  beim Duschen verunmöglichen.

türloses Bad mit Fenster

Die Hotelküche, die wir nach der Dusche geniessen dürfen, begeistert uns dann aber restlos.

Die im Hause hergestellten Pommes, das Rindsfilet mit etwas Foie Gras (Entenleber) und der anschliessende Dessert sind «allererste Sahne».

Abendessen im Hotel Garenne, Saverne

Nach diesem ausserordentlich schönen Tag fallen wir müde in die Betten und während mein Sohn bald schon schläft, schreibe ich noch meinen Blog – das muss sein!

Etappe 2: Colmar – Saverne
Distanz: 95.8 km
Durchschnittsgeschwindigk.: 14,4 km/h
hinauf: 610 m
hinab: 530 m
Übernachtung im Hotel Garenne, Saverne

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