Day 3: Köszeg – Eisenstadt (Burgenland-Tour)

Der Aufenthalt im Hotel Benedict war sehr schön und zu kurz. Bevor ich losfahre werfe ich einen Blick aus dem Hotelzimmer und schaue, ob mein Fahrrad noch da ist.

Blick aus dem Hotelzimmer

Das Fahrrad ist noch da und so starte ich genau um viertel nach neun zu meiner dritten Etappe und verlasse das schmucke Städtchen Köszeg.

Bald schon bin ich wieder im Grünen, wo ich zuerst einen bewaldeten Hügel überquere.

Fahrradroute durch den Wald

Bald schon bin ich wieder in Österreich. Man merkt es an den Strassen, dass man nicht mehr in Ungarn ist, denn sie sind meist um Welten besser.

Weinberge im Grenzgebiet

Wenig später befinde ich mich in ebenem Gelände, wo ich gut vorankomme. Es ist heute weniger grau als am Tag zuvor, und man entdeckt immer mal wieder etwas Blau am Himmel.

Auf dem «Iron Curtain Trail» bei Klostermarienberg

Bald schon bin ich wieder auf ungarischem Gebiet – die Gegend ist hier ziemlich menschenleer und auch heute wieder begegne ich keinem Tourenfahrer.

Menschenleere Gegend

Als ich wieder auf österreichischem Staatsgebiet bin, lädt mich ein kleines Café zu einem Halt ein.

Kaffeehalt in Nikitsch

Mit den beiden humorvollen Herren auf dem Bild komme ich ins Gespräch – sie staunen, dass ich heute in Köszeg gestartet bin und noch bis Eisenstadt fahre.

Die heutige Etappe führt mich immer wieder an Weinbergen vorbei; so hatte ich mir das Burgenland vorgestellt.

Weinberge im Burgenland

Wieder auf ungarischem Gebiet erreiche ich nach ca. 45 km die Stadt Sopron. Hier lasse ich mich draussen in einem Restaurant nieder und geniesse die Ambiance der sehenswerten Altstadt.

Mittagshalt in der Altstadt von Sopron

Beim Bezahlen staune ich, wie wenig ich für meine Konsumation bezahlen muss. 17.30 Euro für Spaghetti Bolognese, einen grünen Salat, ein Mineralwasser, ein Bier und einen Espresso. Das ist kaum zu glauben.

Nach Sopron führt mich die Fahrradroute wieder durch einen Wald.

Fahrradroute bei Sopron

In der Nähe des Neusiedler-Sees verlasse ich Ungarn endgültig und fahre in der Folge durch Weinberge etwas erhöht dem See entlang.

Fahrradroute beim Neusiedler-See

Nach ein paar Kilometern biege ich links ab und fahre über eine kleine Anhöhe, von wo ich einen wunderbaren Ausblick Richtung Eisenstadt habe.

Blick Richtung Eisenstadt

Die letzten Kilometer kämpfe ich gegen einen starken böigen Wind und erreiche deshalb erst nach 4 Uhr mein Etappenziel Eisenstadt.

Eisenstadt ist die Haydn-Stadt. Hier hat Joseph Haydn längere Zeit beim Fürsten Esterhàz gewirkt. Ich mache mich deshalb nach der Dusche schnell auf den Weg in die Altstadt, wo ich das Haydn-Haus aufsuche.

Haydn-Haus

Haydn Gedenktafel

Es gäbe auch einen Haydn-Pfad, wo man Stationen seines Wirkens besuchen ablaufen kann. Da es aber schon etwas eindunkelt und ich Hunger habe, marschiere ich wieder zu meinem Hotel zurück, wo ich im hoteleigenen Restaurant zu Abend esse. Ich bestelle Gänseleber, etwas was ich noch nie gegessen habe – und springe damit über meinen Schatten, denn ich bin sonst eher der Typ «Was der Bauer nicht kennt, …»

Gänseleber im Gasthof Ohr, Eisenstadt

Zwischen den Gängen schreibe ich an meinem Blog. So werde ich hoffentlich zeitig fertig.

Fakten Etappe 3: Köszeg – Eisenstadt
Gefahrene Strecke: 78 km
reine Fahrzeit: 5 Std. 13
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15.0 km/h
Bergauf: 570 m
Bergab: 69 m
Übernachtung im Gasthof Ohr, Eisenstadt

Screenshot

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