Day 2: Estavayer – Langenthal (Genf-Zürich-Tour)

Nach tiefem Schlaf frühstücke ich in einem ausserordentlich schönen Saal.

Frühstück im Hotel Le Rive Sud, Estavayer-le-lac

Ich lasse mir Zeit und geniesse die Ambiance dieses schönen Raumes; dazu erklingt tolle Jazzmusik, ganz nach meinem Geschmack.

So fahre ich erst ca. um 09.00 Uhr los, das ist für meine Begriffe ziemlich spät. Das Wetter ist viel besser als erwartet und so starte ich frohgemut in den neuen Tag. Beim Stadtausgang mache ich noch eine Foto des eindrücklichen Schlosses von Estavayer.

Château von Estavayer

Die Tour beginnt gut, ich habe Rückenwind und fahre auf kleinen Nebensträsschen durch schöne Landschaften parallel zum Neuenburgersee.

Landschaft in der Nähe von Estavayer

Manchmal erhasche ich einen Blick auf den Neuenburgersee, der links von mir etwas tiefer liegt.

Blick auf den Neuenburgersee mit Chasseral im Hintergrund

Schon bald überquere ich den Canal de la Broye, der den Murtensee mit dem Neuenburgersee verbindet.

Canal de la Broyer mit Berner Alpen im Hintergrund

Bei Ins, zwischen dem Neuenburger- und Bielersee gelegen, muss ich ein Anhöhe überwinden. Dafür habe ich einen schönen Blick zurück.

Bei Ins, Blick auf Neuenburg mit Juragebirgskette

Wenig später fahre ich dem Bielersee entlang. Beim Hagneck-Kraftwerk mache ich einen kurzen Fotohalt. Hier wird das Wasser des Hagneck-Kanals zur Stromproduktion verwendet, bervor es in den Bielersee geleitet wird. Der Hagneck-Kanal ist eine Umleitung der Aare in den Bielersee.

Mündung des Hagneckkanals in den Bielersee, mit Chasseral im Hintergrund

Der Wind wird immer stärker, auf dem Bielersee haben sich Schaumkronen gebildet. Mutige Surfer und Kite-Surfer nutzen den heftigen Wind. Ich schau eine Weile lang zu und staune über die bis zu ca. 3 Meter hohen Sprünge der Kite-Surfer.

Surfer auf dem Bielersee

Die Stadt Biel umfahre ich leider, ich hätte sie mir auch gerne angeschaut, da sie aber etwas abseits der Veloroute liegt, lasse ich es bleiben. Stattdessen fahre ich nun dem Nidau-Büren-Kanal entlang, dem Abfluss des Bielersees, der sich bei Büren wieder mit der alten Aare vereint.

Büren an der Aare

Meine Fahrradroute führt nun meist der Aare entlang, das Wetter ist immer noch gut und der Rückenwind ist mir eine grosse Unterstützung. So komme ich gut vorwärts und bin schon bald in Solothurn. Ich nehme mir hier ein wenig Zeit, um mich in dieser schönen Stadt umzusehen. Ich erinnere mich dabei an ein legendäres* Konzert mit dem Kammerchor der Musikakademie Basel in der eindrücklichen Kathedrale dieser Stadt, bei dem ich als Sänger mitwirkte (* Ich verrate hier nicht mehr, das würde den Rahmen dieses Blogs sprengen).

Altstadt von Solothurn, mit Kathedrale im Hintergrund

Ich gönne mir in dieser Stadt in einem Café einen Latte Macchiato und ein Stück Honig-Torte und sitze dabei wie viele andere draussen, obwohl es ziemlich kühl ist heute.

Das darauffolgende Wegstück führt weiter meist der Aare entlang; es gibt sehr schöne, aber auch weniger schöne Abschnitte hier.

Aare in der Nähe von Wangen a. d. Aare

Wenig später verlässt meine Radroute den Fluss und es geht ein Stück weit happig aufwärts und es ist dabei so steil, dass ich vom Velo steige und es schiebe.

Langenthal ist mein heutiges Etappenziel und ich frage mich, als ich mich nähere, weshalb ich gerade diesen Ort als heutiges Ziel gewählt habe. Nun, es lag genau in der Mitte zwischen Estavayer und Egg ZH, wo ich wohne. Immerhin, das Hotel, in dem ich übernachte, sollte sehr schön sein, wenn ich mich nicht von den Bildern auf booking.com habe täuschen lassen.

Kurz vor Ankunft decke ich mich noch mit Verpflegung ein, da ich wahrscheinlich abends nicht noch ein Restaurant suchen möchte; das Hotel-Restaurant ist leider geschlossen ist an diesem Sonntagabend.

Um 16.30 Uhr komme ich beim Hotel an.

Hotel Bären, Langenthal

Ein prächtiger Bau. Den Schlüssel zu meinem Zimmer nehme ich aus einer Safe-Box beim Hintereingang, da niemand da ist zum Empfang. Mein Zimmer ist sehr schön, aber das Beste ist der tolle Yamaha-Flügel in einer öffentlich zugänglichen Halle. Den muss ich doch ein wenig ausprobieren, es ist ja sonst niemand im Hause:

Somewhere Over The Rainbow

Es hat sich also doch gelohnt, in Langenthal abzusteigen. Die heutige Etappe war sehr schön, empfehlenswert vor allem der erste Teil der Strecke bis Solothurn.

Fakten Etappe 2: Estavayer – Langenthal
Strecke: 111 km
Fahrzeit: 6 Std. 50
Durschnittsgeschw.: 16.3 km/h
Bergauf: 990 m
Bergab: 970 m


Etappe 2: Estavayer – Langenthal

Day 1: Genf – Estavayer (Genf-Zürich-Tour)

Heute ist der Starttag meiner Herbsttour. Es ist aber wieder einmal anders gekommen als ursprünglich geplant. Eigentlich wollte ich von Genf das Rhone-Tal bis nach Arles durchfahren, aber Corona (Südfrankreich ist von der Schweiz als Quarantäne-Gebiet eingestuft worden) und das schlechte Wetter verhinderten diese Pläne. Deshalb werde ich nun in drei Tagen von Genf nach Zürich fahren.

Der Tag beginnt aber nicht gut. Als ich um 8 Uhr in Genf meine Navi-app Komoot starten will, erlebe ich eine böse Überraschung: Die app ist nicht auffindbar auf meinem Handybildschirm. Das gibt’s doch nicht, denke ich, ich hab sie ja nicht gelöscht. Als ich sie über den App-Store neu laden will, geht das auch nicht. Ohne Navi bin ich aufgeschmissen. Ich versuche ruhig Blut zu bewahren und schaffe es schliesslich über eine Update auf die aktuelle iOS-Systemsoftware die App wieder zu installieren. Ich versumme (= verplempere) dabei aber eine geschlagene Stunde! Statt um 08.15 kann ich erst um 09.15 Uhr losfahren. Zum Glück regnet es nicht, aber es ist ziemlich grau in grau und recht frisch.

Bis Rolle fahre ich dem Genfersee entlang. Es geht der Seestrasse entlang, meist auf Fahrradstreifen. Das ist nicht spektakulär und den See sieht man selten. Villen mit hohen Hecken und Zäunen versperren die Sicht.

Bei Coppet mache ich die ersten Bilder. Taucher schicken sich an, im Genfersee zu tauchen. Das wäre nichts für mich; da bleib ich lieber beim Fahrrad!

Taucher bei Coppet

Nach ca. 2 Stunden Fahrzeit erreiche ich Nyon. Dort ist der Hauptsitz der UEFA. Das muss ich natürlich festhalten:

Hauptsitz der UEFA bei Nyon

Wenig später fahr ich durch die Altstadt dieses Städtchen. Er ist noch sehr ruhig hier an diesem Samstagmorgen.

Altstadt von Nyon

Ich fahre aber schnell weiter, die Etappe ist ziemlich lange heute und ich habe ja so viel Zeit verplempert am Morgen.

In Rolle würde ich gerne einen Kaffee trinken, finde aber nichts Passendes und so geht’s halt ohne Koffein-Schub weiter. Die Strasse steigt nun kräftig an – der Weg führt mich in die Weinberge oberhalb von Rolle.

Schade ist die Weinernte schon vorbei – die Staren haben die Trauben-Reste auch schon ratzekahlgefressen, nur einen tiefhängenden Trauben entdecke ich noch – mmh, schmeckt lecker.

Weinberge oberhalb von Rolle

Als ich zurückblicke, präsentiert sich der Genfersee silbergau. Und unglücklicherweise beginnt es nun auch zu regnen. Wohl oder übel streife ich meine Regenkleidung über, ich will ja nicht nass werden.

Blick auf den Genfersee und die Savoyer Alpen

In der Folge fahre ich nun auf einem Höhenweg durch Ortschaften, die ich bisher nur als Weissweinnamen kannte: Féchy, Lavigny, Vufflens-le-Chateau sind dabei die bekanntesten.

Es gibt kaum ein ebenes Stück Strasse hier oben; das macht das Fahren ziemlich mühsam, vor allem auch, wenn man noch Regenkleidung an hat. Nach einer Weile verlasse ich die Weinberge und komme nun in ziemlich ländliches Gebiet. Ich treffe auf eine Schweineherde, die Tiere wühlen im Freien im Dreck nach Nahrung. Ich frage, mich ob das jetzt glückliche Schweine sind. Sie machen jedenfalls einen ganz zufriedenen Eindruck, während ich sie beobachte.

Glückliche Schweine?

Das Wetter ist nun merklich besser, es hat wieder aufgehört zu regnen und im Hintergrund sieht man die Schneeberge der Alpen. Ich bin nun mit dem besseren Wetter auch wieder besser gelaunt.

Blick auf die Alpen (Fribourger-, Wadtländer-, Walliser- und Savoyeralpen)

Als ich mich Yverdon nähere, verlässt die Veloroute die Autostrasse und zweigt auf ein kleineres Nebensträsschen ohne Autoverkehr ab. Das gefällt mir nun viel besser. Inzwischen scheint sogar die Sonne und wärmt meine unterkühlten und auch ein wenig schmerzenden Beine.

Blick Richtung Yverdon und Juragebirgskette

In Yverdon war ich vor 4 Jahren mit einer Schulklasse auf Klassenlager und kenne deshalb diese schöne, am Südende des Neuenburgersees gelegene Stadt schon ein wenig. Ich schlendere durch die Altstadt und mache eine Foto:

Yverdon, Altstadt

Nun kommt der schönste Abschnitt der heutigen Tour. Ich fahre am rechten Seeufer des Neuenburger Sees entlang, zuerst auf einem schönen Veloweg entlang der Strasse, danach auch manchmal dem See entlang, wo ich bei Yvonand einen wunderbaren Blick auf den See habe.

Blick auf den Neuenburgersee bei Yvonand

Als ich wenig später durch ein Schilfgebiet fahre, versperrt mir eine umgestürzte Esche den Weg.

Ein umgestürzter Baum auf der Fahhradroute

Ist nicht weiter schlimm. Die letzten Kilometer bis zum Etappenziel sind zum Geniessen. Ich mache deshalb wieder mal ein Schattenselfie.

That’s me…

Es ist nun nicht mehr weit bis zu meinem Etappenziel Estavayer-le-lac. Um 17.30 Uhr treffe ich in diesem schönen Städtchen ein:

Estavayer-le-lac

Das Hotel, in dem ich übernachte, ist ziemlich luxuriös, in meinem Badezimmer hat’s sogar einen Whirlpool – den werde ich bestimmt ausprobieren nach dem Essen.

Whirlpool im Hotel le Beau Rive

Gesagt getan. Eine schöne Etappe findet nach harzigem Start ein entspannendes Ende. – Aber halt, ich muss noch den täglichen Blog schreiben…

Fakten Day 1: Genf – Estavayer
Strecke: 110 km
Fahrzeit: 7 Std. 24
Durchschnittsgeschw.: 14.9 km/h
bergauf: 1160 m
bergab: 1110 m

Day 1: Genf – Estavayer

Day 6: Oranienburg – Berlin (Ostsee-Berlin-Tour)

Die heutige Etappe ist mit 30 km sehr kurz. Da ich genügend Zeit habe, bis um 13.28 Uhr mein ICE-Zug in Berlin wegfährt, habe ich an diesem Morgen keine Eile. Um 8.30 Uhr fahre ich in Oranienburg los. Auf direktestem Weg geht’s nach Berlin. Die heutige Etappe ist nicht das Highlight dieser Tour, meist geht es auf Velostreifen od. Velowegen entlang einer stark befahrenen Strasse Richtung Süden.

Nach wenigen Kilometern überquere ich die Havel und entdecke sogar einen Schwimmer in den Fluten.

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Havel bei Oranienburg

Vor allem, wenn der Velostreifen auf dem Bürgersteig angelegt ist, muss man ziemlich aufpassen, abbiegende Autos, Fussgänger etc. sind immer eine Gefahr; ich fahre dementsprechend vorsichtig und langsam.

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Zwischen Oranienburg und Berlin

Ca. 15 km vor meinem Ziel, dem Brandenburgertor, entdecke ich das Ortschild von Berlin am Strassenrand. Nun bin ich also in Berlin, das erste Mal in meinem Leben.

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Stadtgrenze Berlin

Es geht aber noch eine ganze Weile, bis ich am Brandenburgertor eintreffe. Um  11.00 Uhr ist es soweit.

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Berlin, Brandenburger Tor

Da ich noch ziemlich viel Zeit habe, bis mein Zug fährt, fahr ich noch ein bisschen im Regierungsviertel herum, entdecke die Schweizer Botschaft, den Reichstag, fahre ein wenig der Spree entlang und lande schliesslich beim Bahnhof in einem Café, wo ich mit W-Lan die Zeit totschlage.

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Berlin, Schweizer Botschaft, Hauptbahnhof im Hintergrund

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Berlin, Reichstagsgebäude

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Berlin, An der Spree

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Berlin, Hauptbahnhof (rechts) und „The Cube“ (links)

Eine tolle Fahrradtour geht somit zu Ende. Gerne möchte ich ein andermal von Wismar auf dem Ostseefernradweg weiter ostwärts fahren, er führt ja bis zu den baltischen Staaten.

Wie zu Beginn meiner Tour verschafft mir die DB noch eine kleine Aufregung zum Abschluss. Die Wagenreihenfolge ist umgekehrt wie angekündigt, ich stehe deshalb am falschen Zugsende, als ich einsteigen will. Ich schaffe es aber doch noch – nachdem ich mich durch das Menschengewühl durchgekämpft habe – im richtigen Wagen einzusteigen, um danach gemütlich mit W-Lan meinen heutigen Blogeintrag zu schreiben.

Fakten 6. Etappe: Oranienburg-Berlin (Brandenburger Tor)
Strecke: 31.5 km
Fahrzeit: 2 Std. 8
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14.4 km/h
bergauf: 250 m
bergab: 240 m

 

6. Etappe: Oranienburg-Berlin

Day 5: Waren – Oranienburg (Ostsee-Berlin-Tour)

Punkt 07.00 Uhr finde ich mich heute im Frühstücksraum ein. Ich könnte draussen frühstücken, aber das ist mir doch noch zu frisch.

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Blick vom Hotel Tiefwarensee nach Waren

Es ist schon ein Herr da, er ist etwa in meinem Alter. Wir kommen ins Gespräch. Er ist auch passionierter Radfahrer und momentan hier in Waren in den Ferien. Er schwärmt von den Fahrradtouren, die man in der Gegend der Mecklenburgischen Seenplatte machen kann.

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Karte der Mecklenburgischen Seenplatte

Ich breche um 08.00 Uhr auf. Doch zuerst mache ich noch einen kurzen Rundgang durch die schmucke Kleinstadt Waren, die am nördlichen Ende der Müritz liegt; so heisst dieser See, der der grösste Binnensee Deutschlands ist. Der Bodensee ist noch grösser, der gehört zum Teil aber auch uns Schweizern.

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Waren

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Waren, Marktplatz

Kurz nachdem ich Waren Richtung Süden verlassen habe, durchquere ich schöne Landschaften.

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Landschaft bei Waren

Bald schon befinde ich mich im Müritz-Nationalpark. Die Fahrradwege sind jetzt Naturstrassen, aber schön glatt, so dass ich trotzdem ganz zügig vorankomme. Es ist wunderbar hier, fast noch niemand unterwegs, nur ein Park-Mitarbeiter fegt mit seinem Besen den Fahrradweg, was mich sehr erstaunt.

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Fahrradroute im Müritz-Nationalpark

Fast zwei Stunden bin ich unterwegs in diesem Park und geniesse es, es ist sehr ruhig und die Luft ganz rein, ein toller Start in den Tag.

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Aussicht von einem Beobachtungsturm im Müritz-Nationalpark

Weiter südlich komme ich wieder auf landschaftlich kultiviertes Gebiet; es ist auch hier schön.

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Brach- und Haferfeld südlich der Müritz

Nachdem ich ca. 40 km gefahren bin, beginne ich wieder an Kaffee und Kuchen zu denken. Ich habe aber wenig Hoffnung, dass meine Wünsche erfüllt werden, denn die Gegend, die ich durchfahre, ist kaum besiedelt. Doch ich habe wieder Glück: gerade als ich so richtig hungrig werde, werde ich in einem kleinen Dorf vom einLADEN eingeladen.

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Kaffee im einLaden in Zempow

Es gibt zwar keine Erdbeerschnitten oder Pflaumenkuchen hier, aber der Käsekuchen ist auch ganz lecker.

Auf der Weiterfahrt bringt mich eine muhende Kuhherde zum Schmunzeln.

Kuhherde in der Nähe von Zempow

Bald erreiche ich Rheinsberg. Das ist ein grösserer, touristischer Ort mit schönem Schloss am Grienericksee und einem barocken Lustgarten, der für Friedrich den II. angelegt wurde. Leider habe ich zuwenig Zeit, Schloss und Garten genauer zu besichtigen. Immerhin mache ich ein Bild von aussen.

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Schloss Rheinsberg am Grienericksee

Die Fahrradroute führt auch in dieser Gegend meist schön angelegten Fahrradwegen entlang. Nur manchmal sind die Wege auch sehr holprig, weil Wurzeln den Asphalt anheben und so unangenehme Rillen entstehen. Der Wald ist hier eine Monokultur, lauter Föhren. Ist das im Sinne des Erfinders?

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Fahrradweg in der Nähe von Rheinsberg, Föhrenmonokultur (rechts)

An einem weiteren See – es wimmelt hier von Seen – mache ich meine Mittagspause. Es ist schon 14.00 Uhr und ich bin schon 85 km weit gefahren. Ich esse ein vertrocknetes Brötchen, einen Getreideriegel und ein paar Cashewnüsse.

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Mittagsrast in Lindow am Gudelacksee

Der letzte Abschnitt bietet wenig neue Eindrücke. Gegen Ende der Etappe fahre ich längere Zeit einer Bundesstrasse mit sehr viel Verkehr entlang. Zum Glück habe ich einen perfekten Veloweg und Rückenwind. So komme ich früher als geplant in Oranienburg an.
Das Wahrzeichen dieser im Einzugsbereich von Berlin liegenden Stadt mit ca. 40’000 Einwohnern ist das Schloss Oranienburg.

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Schloss Oranienburg

Die Stadt Oranienburg liegt an der Havel, also im Havelland, das ja Schauplatz von Fontanes berühmten Gedicht ist, welches so beginnt:
Herr von Ribeck auf Ribeck im Havelland,
ein Birnbaum in seinem Garten stand, …

Ganz zum Schluss meiner Etappe fahre ich noch ein Stückchen diesem Fluss entlang, bevor ich im Hotel an der Havel absteige. Eine sehr schöne Etappe findet somit ihr Ende.

Morgen werde ich noch das kurze Stück bis Berlin zurücklegen, mich in Berlin ein wenig umschauen und dann den Zug zurück nach Zürich nehmen.

Fakten 5. Etappe: Waren-Oranienburg
Strecke: 125 km
Fahrzeit: 7 Std. 10
Durchschnittsgeschwindigkeit: 17.5 km/h
bergauf: 970 m (so viel? es war ja meist eben!)
bergab: 1000 m
tiefster Punkt: – 40 m (das ist wohl ein Messfehler!)

5. Etappe: Waren-Oranienburg

Day 4: Wismar – Waren (Ostsee-Berlin-Tour)

Als ich heute um halb sieben aus meinem Hotelfenster gucke, ist der Himmel grau, und es hat wohl geregnet in der Nacht, denn die Strassen sind ein wenig nass.

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Wismar, Blick aus dem Hotelfenster

Auch in diesem Hotel gibt’s um 7.00 Uhr Frühstück. Ich bin – wie meist – der erste, der im Frühstücksraum auftaucht, es ist wieder ein „Corona-Frühstück“, diesmal muss man sogar Vinyl-Handschuhe benutzen, wenn man sich am Buffet bedienen möchte; das ist sehr gewöhnungsbedürftig.

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Hotel New Orleans, Wismar

Um 08.00 Uhr fahr ich los. Ich verlasse den Ostseefernradweg und fahre heute Richtung Südosten. Ziel ist Waren am Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte.

Die Etappe beginnt unspektakulär, gemütlich gondle ich durch die graue, ländliche Landschaft. Der erste grössere Ort, den ich erreiche, ist Warin, es ist aber noch zu früh für eine Kaffeepause, weshalb ich nur kurz eine Foto mache und gleich wieder weiterfahre.

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Warin

Nach Warin führt der Weg längere Zeit durch ein bewaldetes Gebiet. Die Route ist ziemlich coupiert in diesem Abschnitt, ein ständiges Auf und Ab.

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Fahrradroute durch den Wald, bei Warin

Es ist sehr feucht, die Strassen sind immer noch nass und plötzlich beginnt es heftig zu regnen. Ich kann mich unter einen Baum flüchten, wo ich schnell meine Regenkleider überziehe.

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in der Nähe von Sternberg

Das ist nicht weiter schlimm, denn es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung und ich habe ja eine ganz neue, tolle Schöffel-Regenjacke. Wie vermutet, hört es auch bald wieder zu regnen auf – ich zieh die Regenklamotten aus, nur um sie später wieder überzuziehen, weil es wieder zu regnen beginnt.

In Sternberg, der nächsten grösseren Ortschaft, möchte ich endlich die fällige Kaffeepause machen.

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Sternberg

Ich habe aber kein Glück. Der Gasthof, der Kaffee und Kuchen auf einem grossen Schild ankündigt, ist zwar offen, bedient wird aber erst um 11.30 Uhr, muss ich erfahren. Enttäuscht und auch ein bisschen verärgert fahre ich weiter, hatte ich doch extra die Regenklamotten ausgezogen.
Muss ich den heutigen Kuchen wohl ganz abschreiben? Und dies an einem Sonntag, wo’s traditionellerweise Kuchen gibt?

Unverhofft komme ich doch noch zu Kaffee und Kuchen. In Dobbertin am Dobbertiner See fahre ich an einer Konditorei mit Café vorbei. Ohne die Regenkleider auszuziehen, setze ich mich auf der gedeckten Terrasse an einen Tisch und geniesse das erste Highlight an diesem Tag.

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Erdbeerschnitte in Dobbertin

Voller Elan nehme ich meine Reise wieder auf. Dass sich meine Fahrradroute nun während ca. 10 km auf einer stark befahrenene Bundesstrasse befindet, ist ziemlich unangenehm, immerhin geht es nun ganz flott voran und bald schon erreiche ich das Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte.

Der erste See der Meck-See-Platte, den ich erblicke, ist der Plauer See. An seinem Ufer hat sich eine riesige Kolonie von Wildgänsen niedergelassen; grob geschätzt sind es sicher ca. 500 Stück.

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Plauer See

Der See präsentiert sich heute aber grau in grau und nicht plau. Wenig später führt der Radweg direkt durch einen Camping-Platz, wo sich Wohnmobil an Wohnmobil reiht.

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Wohnmobile am Plauer See

Die Route ist nun interessanter, auch das Wetter ist wieder besser. In Alt-Schwerin fahre ich an einem Museum für Landwirtschaft vorbei, dem Agroneum. Von aussen erblicke ich ein Monstergefährt, was das wohl ist?

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Dampfpflug-Lokomobile aus dem Jahre 1915

Wie diese Maschinen gebraucht wurden? „Zwei Lokomobile stehen sich auf Feldrändern gegenüber und ziehen mit Drahtseilen den Pflug hin und her“ lese ich auf der Schautafel. Interessant.

Man merkt nun, dass diese Gegend ein Fahrradparadies ist; die Wege sind wunderbar und alles ist gut beschildert.

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Fahrradweg (Single-Trail) in der Mecklenburgischen Seenplatte

So komme ich ohne Langeweile an mein Ziel, dem Hotel am Tiefwarensee in Waren. Es liegt etwas ausserhalb dieser schönen Kleinstadt. Um 17.00 Uhr checke ich ein, nachdem ich heute 120 km gefahren bin – das ist ziemlich viel. Dementsprechend bin ich müde und lege mich nach der Dusche kurz aufs Bett, wo ich sogleich einnicke, der Schlaf dauert 17 Minuten, dann weckt mich mein iPhone, denn ich muss mich bereitmachen für das Nachtessen, das ich um halb sieben im Hotel einnehmen darf. Es gibt Maishähnchenbrust mit Risotto, sehr lecker zubereitet.

Für eine Besichtigung von Waren bin ich zu müde, das mache ich morgen früh, dafür geniesse ich den Blick aus dem Fenster dieses sympathischen Hotels und schreibe meinen heutigen Blog fertig.

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Blick aus dem Hotel Tiefwarensee in Waren

Fakten 4. Etappe: Wismar-Waren
Gefahrene Strecke: 121 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15.8 km/h
bergauf: 1’150 m
bergab: 1’080 m

4. Etappe: Wismar-Waren

Day 3: Lübeck – Wismar (Ostsee-Berlin-Tour)

Der heutige Tag beginnt ähnlich wie der Vortag: um 7.00 Uhr gibt’s Frühstück, um 8.00 Uhr ist Abfahrt. Es ist ein sonniger Tag heute, ich verlasse Lübeck im schönen Morgenlicht.

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Lübeck

Zuerst fahre ich auf dem gleichen Weg, auf dem ich am Vortag gekommen bin. Auf der Brücke, die die Trave überquert, mache ich wieder ein Bild

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Lübeck

Dann geht’s relativ unspektakulär Richtung Travemünde, meist der Bahn oder der Trave entlang. Als ich in Travemünde ankomme, habe ich kaum Zeit, mich gross umzusehen, da eine Fähre bereitsteht, die Autos, mich und andere Fahrradfahrer auf die andere Seite bringt.

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Travemünde

Dort fahre ich ein Stückchen der Hafenmauer entlang und halte bei einem grossen Bilderrahmen.

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Yachthafen bei Travemünde

Als kurz darauf zwei Fahrradfahrerinnen – etwa so alt wie ich – hinter den Bilderrahmen stehen und mich fragen, ob ich Sie fotografieren könne, merke ich erst, wie die Sache mit dem Bilderrahmen wohl gemeint ist. Natürlich machen sie danach auch eine Foto von mir. Somit bin ich auch einmal im Bild.

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Der eingerahmte Blogschreiber

In der Folge verläuft der Ostseeradfernweg, dies ist die offizielle Bezeichnung, auf Naturstrassen. Das ist zwar idyllisch, aber sehr holprig.

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Naturstrasse auf dem Ostseeradfernweg

Die beiden Radfahrerinnen von vorhin überholen mich, sie habe E-Bikes und fahren auch bis Wismar. Kurze Zeit später sehe ich sie wieder, denn sie haben bei einem sogenannten Strandzugang angehalten.

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Strandzugang mit Blick auf die Ostsee

Immer wieder hat es solche Strandzugänge und bei einem mit einem gedeckten Rastplatz mache ich eine kurze Pause, trinke Orangensaft und esse ein wenig Studentenfutter.

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Rast an der Ostsee

Es ist sehr schön hier und an diesem Strandbschnitt hat es nur wenige Leute.

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Ostsee

Die heutige Tour ist aber keinesfalls topfeben, immer wieder gibt es kleinere oder grössere Wellen, die ich „schlucken“ muss; bei einer muss ich sogar vom Rad steigen und schieben, so steil ist es. Dafür werde ich oben mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.

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Aussicht von einer Klippe

Nicht immer führt der Radweg der Ostsee entlang, manchmal entfernt sich der Radweg auch von ihr.

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Blick auf eine Bucht bei Wismar

Immer wieder fahre ich an Strandabschnitten vorbei, wo gebadet wird. Es ist aber oft sehr flach, die Leute stehen meist nur im Wasser; vielleicht ist es aber einfach nur zu kalt.

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Strand in der Nähe von Wismar

Die heutige Etappe ist mit knapp 80 km ziemlich kurz für meine Verhältnisse; so komme ich schon um 15.00 in Wismar, meinem heutigen Etappenziel, an. Es war eine ausserordentlich schöne Etappe, bestimmt eine der schönsten, die ich je gemacht habe.

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Wismar, alter Hafen

Nach Dusche und obligatem Nickerchen, heute auch Powernap genannt, mache ich einen kleinen Stadtrundgang. Wismar ist kulturhistorisch eine sehr interessante Stadt, die mir sehr gefällt. Die eindrücklichen Kirchen sind im sogenannten Backstein-Gotik Stil gebaut.

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Innenraum der St. Georgen Kirche, Wismar

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Kirchturm der Marien-Kirche (ohne Kirchenschiff, das im 2. Weltkrieg zerstört wurde)

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Wismar, Marktplatz

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Wismar Strassenzug

Voller Eindrücke schlendere ich Richtung Hotel zurück und mache noch einen Abstecher zum alten Hafen.

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Wismar, alter Hafen mit Blick zur Altstadt

Ein sehr schöner Tag geht damit zur Neige. Ich bin froh, dass ich die 1.-August-Knallerei heute nicht miterleben muss und bestimmt bald ruhig schlafen kann.

Fakten 3. Etappe: Lübeck-Wismar
Strecke: 79 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14.3 km/h
bergauf: 700 m

3. Etappe: Lübeck-Wismar

Day 2: Kiel – Lübeck (Ostsee-Berlin-Tour)

Der heutige Tag beginnt mit einem Corona-Frühstück im Hotel, wo ich übernachtete. Ich erscheine genau um 7.00, um das vereinbarte Zeitfenster einhalten zu können. Am Buffet muss ich die Maske überziehen; Käse, Wurst, Müsli etc. ist alles schön in kleinen Portionen in Folie abgepackt und die Bediensteten kümmern sich eifrig um die drei Gäste. Was für ein Aufwand!

Punkt 8.00 Uhr fahr ich los. Zum Abschied mache ich nochmals eine Foto von Kiel. Man beachte das schräg gebaute Haus im Hintergrund. Macht eine solche Architektur Sinn, frage ich mich.

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Kiel, Hafen

Zuerst geht’s vielbefahrenen Strassen entlang. Als ich ein Rotlicht überfahre bei einer Strassenquerung ohne Verkehr, werde ich von einem jungen Mann, der auf der anderen Seite brav wartete, angeschnauzt: „Die Strassenverkehrsordung kennst du nicht?“ Ich bin perplex, erstens weil ich einfach so geduzt werde und zweitens, weil ich diese Reaktion nicht erwartete.

Nach ca. einer Dreiviertelstunde bin ich endlich wieder im Grünen, das gefällt mir nun besser. Die Sonne scheint und es ist merklich wärmer als an den vorherigen Tagen.

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Landschaft in der Nähe von Kiel

Es ist welliger als am Vortag und auch ziemlich windstill, so dass ich nicht so rasant vorwärtskomme. Bald schon erreiche ich einen See, den Dobersdorfersee, der touristisch nicht erschlossen ist, er liegt wohl in einem Naturschutzgebiet.

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Dobersdorfersee

Ich umrunde ihn auf einem schön angelegten Weg, der durch einen Wald führt

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Waldroute beim Dobersdorfersee

Nach ca. 2. Stunden Fahrzeit erreiche ich den Selentersee, an dem ich meine erste Pause mache.

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Selentersee

Dieser See soll sich in Privatbesitz befinden, lese ich auf einer Schautafel und staune: ein so grosser See in Privathänden?

In der Ortschaft Selent mache ich meinen obligaten Kaffeehalt. Diesmal gibt’s Pflaumenkuchen – auch lecker!

Auf der Weiterfahrt mache ich einen kurzen Halt beim eindrücklichen Hohenhof.

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Hohenhof (gebaut 1798), Meierhof von Gut Rantzau

Bei dieser Ansicht sieht man das Torhaus mit einer Allee zum Gutshaus. Ich getraue mich, durch das Tor zu fahren und erblicke nun 2 riesige Ökonomiegebäude, eines zur linken, das andere zur rechten:

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Hohenhof

Mit diesen Eindrücken setze ich meine Fahrt fort. Wie am Vortag fahre ich meist auf Nebenstrassen und wenn ich auf Hauptstrassen fahre, hat es meist Fahrradwege.

Es ist eine sehr abwechlungsreiche Tour heute mit vielen Sehenswürdigkeiten. Einen weiteren See erreiche ich bei der kleinen Stadt Eutin. Hier mache ich meine Mittagsrast und setze mich auf eine Bank am See.

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Grosser Eutiner See

Eutin selbst ist eine aparte Stadt mit einem schönen Marktplatz.

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Marktplatz von Eutin

Carl Maria von Weber, der grosse deutsche Komponist und mein Namensvetter ist in dieser Stadt geboren. Das „von“ trägt er unrechtsmässig lese ich abends über ihn, als ich mich näher informiere.

Nach der kurzen Mittagspause fahr ich bald wieder los, ich möcht ja genügend Zeit haben für die Besichtigung von Lübeck, meinem heutigen Etappenziel.

Nach ca. 1 1/2 Stunden erreiche ich die Ostsee und gerate mitten in die Badetouristen, die zuhauf die Strände bevölkern. Alle Strandkörbe sind vergeben, höre ich von der Strandkorbvermieterin. Offenbar bin ich an einem sehr beliebten Badestrand gelandet.

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Ostseestrand bei Haffkrug

In der Folge fahre ich der Küste entlang – ich bin nun wohl auf der Ostseefahrradroute. Es hat extrem viele Touristen hier und auch der Fahrradweg ist sehr bevölkert.

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Strand bei Scharbeutz

Bald verlasse ich die Ostseeküste aber wieder – trotzdem: der kurze Abstecher hat sich gelohnt; der kürzeste Weg nach Lübeck hätte nicht an die Ostseeküste geführt.

Bald schon erblicke ich die Kirchtürme von Lübeck – auch Stadt der 7 Türme genannt.

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Lübeck aus der Ferne

Bald schon bin ich im Hotel Ko15 am Koberg, welches sich mitten in der Innenstadt befindet. Nach einer Dusche und einem kurzem Nickerchen mache ich mich auf, ein wenig die Innenstadt zu erkunden. Als ich aus dem Hotel trete, bietet sich mir ein Glockengebimmelspektakel:

Lübeck, Koberg mit Heiligen-Geist-Hospital und St.-Jacobi-Kirche

Ich schlendere Richtung Marktplatz, der sich inmitten dieser rundum von Kanälen umgebenen ausserordentlich schönen Stadt befindet. Unterwegs bewundere ich einen Spray-Künstler, der die Bilder gleich vor Ort sprayt.

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Spray-Künstler in der Breite Strasse

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Lübeck, Marktplatz mit Rathaus

Natürlich muss ich auch noch das Holstentor aufsuchen, das Wahrzeichen der Stadt.

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Lübeck, Holstentor

Im Holstenhafen, tummeln sich Stand-Up-Paddler und Tretbötler:

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Lübeck, Holstenhafen

Natürlich hätte diese Stadt noch mehr Sehenswertes zu bieten, aber da ich hungrig bin und ja noch den heutigen Blog schreiben will, spaziere ich zum Hotel zurück und setze mich in die Pizzeria, die zum Hotel gehört, beginne am Blog zu schreiben und freue mich auf die Spaghetti Bolognese.

Fakten 2. Etappe: Kiel-Lübeck
Strecke: 99.5 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15.4 km/h
bergauf/bergab: 1’000 m (soviel?)

2. Etappe: Kiel-Lübeck

Day 1: Husum – Kiel (Ostsee-Berlin-Tour)

Der heutige Tag startet in Sylt, wo ich frühmorgens von unserer Ferienwohnung zum Bahnhof fahre, um den Zug nach Husum zu nehmen. Ich bin genug früh dort, aber der Zug ist verspätet. Als er endlich da ist, steige ich mit wenig anderen Fahrgästen ein; wir warten und warten, der Zug fährt einfach nicht los. Nach 20 Minuten erfahren wir von einem jungen Mann, dass nur der vordere Teil des Zuges losgefahren sei. Der hintere Teil blieb einfach in Sylt stehen. Infos gab’s null – nur die sich immer wiederholende Durchsage „Die Deutsche Bahn ist auch in schwierigen Zeiten für Sie da – mit der Bahn kommen Sie sicher an’s Ziel“ – das klingt schon fast wie Satire in dieser Situation.

Nun – es bleibt mir und den anderen betroffenen Fahrgästen nichts anderes übrig als auf den nächsten Zug zu warten, der eine Stunde später fährt; nicht so schlimm für mich, für andere aber, die in Hamburg auf Anschlusszüge müssen, aber schon.

Der Fahrt nach Husum ist gemütlich, immer wieder hält der Zug, die Landschaft ist eben und geprägt durch die vielen Windräder.

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im Zug nach Husum

Um 09.45 Uhr kann meine Tour endlich starten. Da die Tour mit ca. 90 km heute nicht so lang ist, kann ich mit der Verspätung gut leben.

Von Husum geht’s Richtung Osten, Kiel ist mein Tagesziel. Wie erhofft weht heute ein ziemlich kräftiger Westwind, der mir ordentlich Schub gibt. So komm ich schnell voran. Ausserdem ist es topfeben, was eine zusätzliche Erleichterung ist – das wird eine easy Etappe, denke ich.

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Landschaft in der Nähe von Husum

Nach ca. 40 km fahre ich durch eine grössere Ortschaft, in der ich eine Café entdecke. Nichts wie hin, dort gibt’s bestimmt Erdbeerschnitten. – Meine Erwartungen werden nicht enttäuscht. Allerdings muss ich zuerst die Hände desinfizieren, die Personalien angeben und dies natürlich mit Maske – die Deutschen sind da ziemlich pingelig, pingeliger als wir Schweizer.

Nach dieser kleinen Stärkung geht’s schnell wieder weiter. Der Wind ist mir weiterhin günstig gesinnt und die Windräder sind meine stetigen Begleiter.

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Landschaft bei Kropp

Bei einem Monument aus Steinen halte ich kurz an und entnehme der Infotafel, dass es sich hier um eine Steinkammer handelt, welche als Grab benutzt wurde vor sehr langer Zeit.

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Steinkammer

Am Wittensee machen ich den Mittagshalt und esse mein Käsebrot.

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Wittensee

Wenig später habe ich zum ersten Mal ein Stück Naturstrasse. Zuguterletzt verschmälert sich der Weg zu einem sogenannten „Single Trail“. Das ist Waldromantik pur – leider kommt man auf solchen Wegen aber nicht so zügig vorwärts.

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„Single Trail“

Kurz darauf stosse ich an den NOK, den Nord-Ostsee-Kanal, der die Nordsee mit der Ostsee verbindet. Leider ist aber kein Durchkommen beim geplanten Weg und ich muss wieder umkehren und einen anderen Weg nehmen.

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Nord-Ostsee-Kanal (mit Radwegumleitung)

Bald darauf überquere ich den Kanal mit einer Fähre. Auf dieser Fähre herrscht Maskenpflicht, was ein bisschen absurd ist.

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Überfahrt über den NOK mit Fähre.

Das folgende Stück diesem Kanal entlang ist sehr schön. Einen Fischer, der hier angelt, frage ich, ob der Kanal Süss- oder Salzwasser führe. Brackwasser sei dies, und manchmal hätte es mehr und manchmal weniger Salz drin und es gebe hier Zander, Dorsch und in der Nacht Aal zu fangen. Wieder etwas klüger fahre ich weiter und bestaune die grossen Schiffe, die den Kanal durchqueren:

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Schiff auf dem NOK

Dieser Kanal soll einer der am meisten befahrene Kanäle sein, lese ich auf einer Informationstafel. Die Schiffe ersparen sich damit einen grossen Umweg.

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Landkarte zum NOK

Es ist nun nicht mehr weit bis nach Kiel, der nördlichsten Grossstadt Deutschlands. Um 15.30 Uhr treffe ich beim gebuchten Hotel in Kiel ein, dem Hotel Steigenberger.

Nach einer Dusche mache ich mich auf – ich möchte genügend Zeit haben, diese berühmte Stadt zu besichtigen. Ich bin aber ein bisschen enttäuscht: von der angekündigten Altstadt ist fast nichts zu sehen; denn leider wurde auch Kiel wie so viele andere deutsche Städte im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört.

Schöne Ausblicke bieten sich mir aber am Hafen. Von hier fahren z.B. Fähren nach Göteborg in Schweden.

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Hafen von Kiel

Auf dem Rückweg zum Hotel mache ich noch eine Foto von der Nicolai-Kirche. Die roten Backsteine sind typisch für die Häuser hier ganz im Norden Deutschlands.

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Nicolai-Kirche Kiel

Im hoteleigenen Restaurant nehme ich nach diesem Stadtrundgang das Abendessen ein. Wienerschnitzel, ganz lecker. Ich bin der einzige Gast an diesem Abend, so hat der Kellner Zeit, mit mir ein bisschen zu plaudern und ich schreibe nachher zum Kaffeee an meinem Blog.

Fakten 1. Etappe: Husum-Kiel
Strecke: 93.2 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18.6 km/h
bergauf/bergab: 530 m

1. Etappe: Husum-Kiel

Fahrradfahren auf Sylt

Eigentlich gehe ich erst morgen auf meine grössere Sommerfahrradtour, aber weil ich vor dieser Tour 10 Tag auf der wunderschönen Insel Sylt verbracht habe und hier auch wider Erwarten ziemlich oft kleinere Touren gemacht habe – quasi als Aufwärmübung – möchte ich es doch nicht versäumen meine Leser (und natürlich auch mich) mit ein paar schönen Bildern zu beglücken.

Sylt besteht vor allem aus einem unendlich langen Sandstrand, der sich von Süd nach Nord über 30 km erstreckt. Es ist unglaublich schön, diesem Strand entlangzulaufen, das Meer und die wechselnden Stimmungen zu betrachten und seine Haare (wenn man denn welche hat) vom Wind zerzausen zu lassen.

IMG_9574Strandpromenade bei Westerland

Da es doch ziemlich kühl war in diesen Tagen – meist so zwischen 16 und 20 Grad – hat es uns nicht so gereizt, uns ins ca. 18 grädige Wasser zu stürzen oder uns am Strand sitzend auskühlen zu lassen.

Zu meiner Überraschung ist Sylt aber auch eine tolle Fahrradinsel. Auf einigen lohnenswerten Touren kann man praktisch jeden Ort der Insel erreichen.

Von unserem Ausgangspunkt Westerland, welches der grösste Ort der Insel ist und genau in der Mitte der Insel liegt, führt ein toller Radweg auf einem ehemaligen Bahntrassee bis nach List, dem nördlichsten Ort der Insel.

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Radweg bei List, mit Wanderdüne (rechts)

Gegen  Westen hat es eine tolle Radroute dem Wattmeer entlang:

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Bild Wattmeer

In der im Osten gelegenen Ortschaft Morsum ist das Morsumer Kliff ein Highlight:

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Rotes Kliff bei Morsum

Etwas unangenehm kann der Wind sein, wenn er einem ins Gesicht bläst. Auf meinen Touren war es oft so, dass ich auf dem Hinweg Rückenwind und auf dem Rückweg Gegenwind hatte oder umgekehrt. Kein Wunder sind viele Fahrradfahrer mit E-Bikes unterwegs. Es gibt übrigens Fahrradverleiher en masse hier – und wenn man die Einsamkeit sucht beim Velofahren, geht man besser nach Norwegen.

starker Wind am Wattenmeer

Heute wollte ich eigentlich noch ganz in den Süden der Insel fahren, nach Hörnum, aber der Wind blies so stark, dass wir einen Spaziergang am Strand vorgezogen haben.

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Abendstimmung am Meer bei Westerland

Andermatt – Zürich (Schweizer Rundreise Day 6)

Der heutige Tag beginnt mit einer Zugsfahrt. Ohne gefrühstückt zu haben fahre ich zum Bahnhof Brig, wo ich mit zwei Mountainbikern in den Zug nach Andermatt steige – sonst ist der Zug ziemlich leer. Auch sonst ist noch wenig los an diesem frühen Sonntagmorgen, nur 3 Leute mit Skis stapfen zu einem Postauto

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Bahnhof Brig

Die heutige Fahrradtour startet in Andermatt. Natürlich hätte ich auch über den Furkapass dorthin gelangen können, aber das tue ich mir nicht an; dieser Pass ist mit über 2400 m einer der höchsten Pässe der Schweiz und heute vielleicht sogar schneebedeckt nach dem Kälteeinbruch.

Viel lieber sitze ich gemütlich im Zug, der im Tunnel den Furka durchqueren wird. Die Fahrt durch den obersten Teil des Rhonetals, des sogenannten Obergoms ist sehr schön. Als der Zug in einem der vielen kleinen Dörfchen hält, kann ich folgendes Foto schiessen.

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Obergoms

Bald erreicht der Zug den Furkatunnel, der mit 15.4 km Länge einer der längsten Bahntunnels Europas ist. Auf der anderen Seite komme ich ins rauhere Hospental, das Tal vor dem Gotthardmassiv. In Andermatt steige ich aus. Es ist sehr kalt heute morgen. Nach einem Kaffee, der mich ein wenig aufwärt, nehme ich die Abfahrt zum Vierwaldstättersee in Angriff. Zu Beginn verläuft die Fahrradroute auf der Hauptstrasse, auf der schon viel Rückreiseverkehr unterwegs ist.

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Schöllenen-Schlucht bei Andermatt

Weiter unten verlässt die Fahrradroute die Hauptstrasse und es wird angenehmer, da mich nun auch die Sonne wieder ein wenig aufwärmt.

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Oberes Reusstal bei Wassen

Ich geniesse den nun folgenden Teil und bin schon bald in Flüelen. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den südlichen Arm des Vierwaldstättersees, den Urnersee.

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Urnersee bei Flüelen

Ab Flüelen werde ich ein kurzes Stück mit dem Zug fahren. Die Axenstrasse entlang dem Urnersee ist mit ihren Tunnels und dem vielen Verkehr ziemlich gefährlich für Velofahrer. Als ich auf den Zug warte, sehe ich beim Hafen alle Kantonsflaggen der Schweiz  im Wind flattern.

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Kantonsflaggen der Schweiz, Flüelen

Ich beginne innerlich aufzuzählen, durch welche Kantone ich auf meiner Schweizer Rundreise gefahren bin: Zürich, Aargau, Luzern, Bern, Fribourg, Waadt, Wallis, Uri, Schwyz, Zug und wieder Zürich. Das sind 10 Kantone.

Der Zug führt mich ans andere Seeende des Urnersees, nach Brunnen. Dort steige ich aus und habe die Hausberge von Schwyz, die Mythen im Blick.

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grosser u. kleiner Mythen, bei Schwyz

In der Folge fahre ich dem Lauerzersee entlang in Richtung Arth-Goldau. Dieser Ort ist  bekannt wegen eines gewaltigen Bergsturzes im Jahre 1806, der den Ort ausradierte und über 450 Menschen das Leben kostete.

Bergsturz Arth-Goldau

Bergsturz von Arth-Goldau

Erinnert an diese Katastrophe werde ich von grossen Felsbrocken die bei Arth-Goldau die Fahrradroute säumen und von diesem Bergsturz herrühren.

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Felsbrocken neben der Fahrradroute bei Arth-Goldau

Arth-Goldau ist auch ein Bahnverkehrsknotenpunkt wie anhand der nächsten Foto unschwer zu erkennen ist. Von hier aus fährt auch eine Zahnradbahn auf die berühmte Rigi, einem beliebten Ausflugsziel.

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Bahnhof von Arth-Goldau mit Rigi

Kurze Zeit später bin ich am Zugersee, der sich tiefblau präsentiert an diesem schönen Tag.

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Zugersee

Die Fahrradroute führt nun dem See entlang; es sind hier viele Leute unterwegs an diesem herrlichen Tag: Fahrradfahrer, Töfffahrer, Autofahrer, Spaziergänger. Aber es stört mich nicht.

In Zug führt die Route durch die aparte Altstadt. Sie ist überschaubar klein.

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Altstadt von Zug

Zug ist bekannt durch die vielen (Briefkasten)firmen, die – wegen den niedrigen Steuern – von hier aus geschäften. Und leider sind einige schwarze Schafe darunter, wie spätestens seit den sogenannten Panama-Papers allgemein bekannt ist.

Der Weg führt nochmals an das Seeufer und hier ist allerhand Betrieb.

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Zug, Seepromenade

Das darauffolgende Wegstück bis Sihlbrugg ist weniger interessant und verläuft oft entlang einer stark befahrenen Strasse.

Nach Sihlbrugg folgt die Route der Sihl, einem Fluss, der beim Zürcher Hauptbahnhof in die Limmat mündet. Ich bin überrascht von der Schönheit des nun folgenden Streckenabschnittes.

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Fahrradroute im Sihltal

Bei Gattikon verlasse ich das Sihltal und habe wenig später einen schönen Blick auf den Uetliberg, den Hausberg von Zürich.

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Fahrradroute bei Rüschlikon

Wenig später erreiche ich Zürich und umrunde das Seebecken. Es herrscht wieder „Normalbetrieb“, d.h. die Coronobeschränkungen sind aufgehoben oder man meint zumindest, sie seien es.

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Zürich, Seebecken

Gegen 16.30 Uhr erreiche ich den Sechseläuteplatz beim Opernhaus, wo meine 6-tägige Schweizer Rundfahrt zu Ende geht.

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Zürich, Sechseläuteplatz u. Opernhaus

Es war sehr schön, wieder einmal in der Schweiz eine längere Rundtour zu machen und ich bin fast geneigt zu sagen, dass es in der Schweiz halt doch am Schönsten ist. Natürlich hat das perfekte Wetter auch zu diesem Eindruck beigetragen; und es war ein gute Idee, touristische Brennpunkte (Luzern, Interlaken, Montreux) anzusteuern in dieser coronabedingten Flautezeit – so konnte ich das Flair dieser Orte ohne die sonst üblichen Touristenmassen geniessen.

Fakten Andermatt – Zürich:
6 Std 8  Fahrzeit
111 km Strecke (davon ca. 96 km gefahren mit Fahrrad
18 km/h Durchschnittsgeschw. (ist da die Zugsfahrt drin?)
990 m bergauf (so viel?)
2’020 m bergab

CH Rundreise Day 6