Day 6 Beaugency – Villandry (Loire-Tour)

Dank Frühstück um 06.00 Uhr können wir heute schon um 07.00 Uhr losfahren. Ich bin froh darum, denn das Velofahren am einem kühlen Sommermorgen ist besonders schön, und je früher man losfährt, desto besser. Die heutige Etappe beginnt ausserordentlich schön mit Fahrradwegen entlang der Loire.

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Wir radeln ohne Pause 2 ½ h und fahren oft an schönen Dörfern und kleinen Städtchen vorbei

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Ein besonders schöne Brücke befindet sich bei Bois sur Loire:

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Bois sur Loire

Als wir uns ein wenig von der Loire entfernen, sehen und riechen wir plötzlich Rauch; ein Stoppelfeld und einige Strohrollen brennen. Wir hoffen, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreitet, denn es ist sehr trocken.

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In Amboise, einer Stadt mit eindrücklichem Schloss und grosser Festung machen wir unseren Mittagshalt.

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Amboise

Die nächste grosse Stadt, die wir erreichen, ist Tours. Wir fahren zur Kathedrale, sind aber ein wenig enttäuscht, weil wir dort einen grossen Platz mit Cafés erwarteten, wo wir ein Eis hätten essen wollen. Es gibt aber keinen grossen Platz, keine Cafés und deshalb auch kein Eis.

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Cathédrale de Tours

Das Eis finden wir ein wenig später in einem Café am Hauptboulevard. Schnell brechen wir aber wieder auf, wir wollen jeweils nicht zu spät am Ziel ankommen.

Nach 20 km erreichen wir unser Ziel Villandry. Das ist ein kleines Städtchen mit einem grossen Schloss. Unser Hotel ist ein kleines sehr altes Häuschen:

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Das einzige Zimmer dieses Gasthofes befindet sich im Dachstock. Wir werden hier übernachten.

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Ob wir hier wohl gut schlafen? Oder gibt es wieder – wie in der Nacht zuvor – einen Kampf um die Bettdecke und um Platz im Bett? Wir werden sehen.

Fakten zur Etappe 6 Beaugency – Villandry
Gefahrene Strecke : 122 km
Fahrzeit : 7 Std. 27
Bergauf: 740 m / bergab: 810 m
Uebernachtung: Epicerie Gourmande (Minihotel mit guter Küche: Galettes!)

 

Day 5 Gien – Beaugency (Loire-Tour)

Die heutige Etappe beginnt nach reichhaltigem Frühstück im Hotel Rivage um 07.45 Uhr. Es ist wieder ziemlich frisch wie die Tage zuvor.

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Brücke bei Gien

Bald sind wir wieder auf dem Fahrradweg, der sich wieder oft auf der Deichkrone der Hochwasserdeiche befindet. Man hat deshalb oft einen guten Weitblick:

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Das erste Highlight erreichen wir nach ca. einer Stunde Fahrzeit, das Château de Sully:

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Château de Sully

Auf der Weiterfahrt helfen wir einem älteren Herrn aus der Patsche. Er steht hilflos mit einem Platten auf dem Fahrradweg und fragt uns, ob wir eine auf sein Ventil passende Pumpe dabei hätten – er hat zwar eine, aber sie passt nicht. Wir helfen ihm gerne und erfahren im Gespräch, dass er aus dem frankophonen Teil Kanadas kommt. Er ist uns sehr dankbar und preist uns als „Cadeau du ciel“.

Die erste Pause verbringen wir auf einem idyllisch gelegenen Rastplatz. Wir amüsieren uns, während wir uns Kalorien zuführen; es hat mit Louis zu tun. Frage: Wer ist Louis? (Auflösung am Schluss des heutigen Blogs)

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Gruppenbild mit Louis

Gegen 13 Uhr erreichen wir Orléans, wo wir in einer Brasserie vor der Kathedrale zu Mittag essen. Natürlich werfe ich einen Blick in diese im nachgotischen Stil erbaute Kathedrale, die unglaubliche 140 m lang ist.

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Auch von aussen ist sie eindrücklich:

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Cathédrale d’Orléans

Als wir Orléans verlassen, überqueren wir mal wieder die Loire; diesmal auf einer neuen, modernen Brücke. Ob der geschwungene, die Brücke zierende schräge Bogen wohl auch eine statische Funktion hat? Wir wissen es nicht.

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Brücke bei Orléans

Bald schon erreichen wir unser Etappenziel Beaugency. Das ist ein wunderschönes kleines Städtchen mit viel Ambiance.

Unser Hotel liegt am einem schönen Platz. Im Gegensatz zu gestern haben wir heute ein riesiges Zimmer mit Blick auf diesen Platz, wo wir draussen eine Pizza essen und die friedliche Abendstimmung geniessen.

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Beaugency

Auf dem Rückweg mache ich eine Foto von unserem Hotel. Unser Zimmer können wir auch von aussen gut identifizieren. Ihr auch?

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Fakten zur Etappe 5 Gien – Beaugency:
Gefahrene Strecke : 105 km
Fahrzeit : 6 Std. 27
Bergauf: 610 m / bergab: 640 m
Uebernachtung: Hotel l’Ecu de Bretagne, Beaugency (sehr schönes Hotel, super Lage)

Lösung Rätsel: Louis ist der Hund in der Mitte des Bildes. Er wollte bei uns etwas zum Knabbern erbetteln und wurde dabei von seinem deutschen Herrchen scharf zurückgerufen: „Louis, Louis, komm her, Louis!“, was uns sehr belustigte und zu einem 3-minütigem Lachanfall führte, den wir kaum verbergen konnten.

 

Day 4 –Nevers – Gien (Loire-Tour)

Die heutige Etappe beginnt mit der Suche nach einem Café und der Suche nach einem Laden, wo man Getränke kaufen kann. Beides ist schwierig an diesem Montagmorgen um 06.45 Uhr. Schliesslich werden wir am Bahnhof von Nevers fündig. Es ist aber sehr wenig los an diesem Bahnhof – es fahren keine Züge und ein paar verstreute Leute warten auf den Bus – erstaunlich für eine Stadt von der Grösse Schaffhausens.

Um 07.30 Uhr fahren wir endlich los und erreichen bald wieder die Loire, die wir auf einer imposanten Brücke überqueren.

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Es ist ziemlich frisch an diesem schönen Morgen, man friert fast ein wenig an den Händen. Der Fahrradweg führt zuerst meist auf einem Deich der Loire entlang – manchmal hat man einen schönen Blick auf die schöne Flusslandschaft

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Es ist eine sehr schöne Etappe heute, das Wetter stimmt auch, nur bläst der Wind mal wieder in die falsche Richtung – er kommt von Norden und wir fahren in den Norden. Wir nehmen’s gelassen, da wir heute zur Abwechslung eher eine kürzere Strecke zu bewältigen haben.

Als wir hungrig werden, machen wir einen Umweg, um in einer grösseren Ortschaft ein Restaurant zu finden – es hat aber keines, auch ein Einkaufsladen ist nicht in Sicht. Unsere Laune verschlechtert sich merklich und wir fahren missmutig weiter. Glücklicherweise entdecken wir aber im nächsten Dorf, Bonny-sur-Loire einen Atac-Supermarché, wo wir uns mit Lebensmitteln eindecken können.

Wieder zufriedener machen wir unsere Mittagspause und geniessen den Schatten eines Amber-Baumes.

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Nach einem kleinen Nickerchen brechen wir wieder auf und fahren nun auf sehr schönen und abwechslungsreichen Wegen der Loire oder dem Loire-Kanal entlang. Es sind nun plötzlich viele Tourenfahrer unterwegs, woher die plötzlich alle kommen?

Wieder einmal überqueren wir die Loire – diesmal auf einer ganz speziellen Brücke, einer Kanalbrücke

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Der Blick von dieser Brücke ist atemberaubend

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Gegen 16.30 Uhr erreichen wir unser Ziel Gien. Schon von weitem sieht man das imposante Schloss über dieser sehr schönen, kleinen Stadt.

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Unser Hotel liegt am Ufer der Loire, es ist sehr stilvoll eingerichtet – nur das Zimmer ist ziemlich klein, das Fenster (mit Blick auf die Loire) lässt sich kaum öffnen, weil das Bett im Weg steht….

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Nach einem Rundgang durch das Städtchen und dem Abendessen in einem lauschigen Gartenrestaurant, gehen wir schon bald wieder ins Hotel zurück.

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Gabriel ist müde und geht schon bald zu Bett, während ich draussen vor dem Hotel noch den heutigen Blog schreibe (und ein Bier aus Sancerre geniesse – es ist wirklich Bier kein Wein!).

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Gefahrene Strecke : 112 km
Fahrzeit : 7 Std. 32
Bergauf: 580 m / bergab: 640 m
Uebernachtung: Hotel Le Rivage, Gien

Day 3 – Montceau-les-Mines – Nevers (Loire-Tour)

Nach gutem Schlaf und Frühstück im Ibis-Hotel fahren wir heute erst um 7.30 Uhr los. Der Himmel ist wolkenlos und es ist angenehm frisch. Die Strassen sind fast leer an diesem Sonntag des quatorze juillet. Bald schon wir es hügelig und es erwartet uns ein Auf und Ab in der ersten Hälfte der heutigen Etappe. Dafür haben wir – wenn wir oben sind – oft einen wunderbaren Fernblick:

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Wir fahren heute meist durch ziemlich menschenleere Gegenden, deshalb sind wir froh, in einer kleinen Ortschaft mal zur Abwechslung ein andere Sujet vor die Linse zu bekommen:

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Es ist sehr trocken in diesem Teil Frankreichs, die Wiesen sind ausgedörrt und die vielen Kühe finden kaum mehr was zu fressen:

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Wir sind sehr froh, als wir um 12.30 Uhr in einem Dorf ein Hotelrestaurant entdecken – nichts wie hin, denn wir sind hungrig und durstig.

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Nach der willkommenen Stärkung geht’s in rasender Fahrt ins Loire-Tal hinunter und bald schon sehen wir die Loire zum ersten Mal:

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Nachdem wir die Loire überquert haben, geht’s kilometerlang ziemlich phantasielos geradeaus. Dazu kommt ein starker Gegenwind, gegen den wir ankämpfen müssen.

Nach ca. 15 km erreichen wir den Loire-Kanal. Der offzielle Loire-Radweg führt nun bis nach Nevers diesem Kanal entlang.

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Es ist sehr angenehm diesem Kanal entlangzufahren, man ist hier windgeschützter als im offenen Gelände und aufkommende Wolken spenden manchmal wohltuenden Schatten.

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Gegen 17.30 Uhr erreichen wir Nevers, eine grössere Stadt direkt an der Loire:

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Nach Bezug unseres Hotels erkunden wir noch ein wenig die Altstadt und sind froh, eine offene Brasserie zu entdecken, wo wir den strengen Tag kulinarisch abschliessen.

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Im Hotel zurück schauen wir noch ein wenig das Concert de Paris zum französischen Nationalfeiertag. Daneben schreibe ich am Blog, Gabriel neben mir ist am Einschlafen – Nachwehen seiner Monsteretappe von Freitag/Samstag (232 km am Stück).

Ob ich wohl noch wachbleibe bis zum phantastischen Feuerwerk zum quatorze juillet, das beim Eindunkeln gezündet werden soll?

Fakten zur Etappe 3 Montceau-les-Mines – Nevers (Loire-Tour)
Gefahrene Strecke: 123 km
Fahrzeit: 8 Std. 28
Bergauf: 1190 m / bergab: 1300 m
Uebernachtung: Nevers Hotel

 

 

Day 2 Sons-le-Saunier – Montceau-les-Mines (Loire-Tour)

Der heutige Tag beginnt früh heute. Um 05.00 Uhr ruft mich mein Sohn an, der die ganze Nacht von Yverdon kommend durchgefahren ist und nun seine Ankunft in Sons-le-Saunier ankündigt. Er ist erst gestern abend losfahren, um keinen Ferientag zu verlieren, d.h. er macht 2 Etappen an einem Stück (er ist ein Veloverrückter…).

Als ich eine halbe Stunde später aus dem Hotelfenster blicke, sehe ich, dass er schon da ist und – auf einer Bank schlafend – auf mich wartet.

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Ich beeile mich und packe meine Siebensachen. So können wir schon kurz vor 6.00 Uhr losfahren. Es ist wieder angenehm kühl; ein schöner Fahrradtag kündigt sich an.

Schon bald sind wir auf schönen Velowegen und Nebenstrassen unterwegs und oft sogar auf den «voies vertes»; das sind Velowege, die auf ehemaligen Bahntrassees angelegt sind. Diese Wege sind besonders schön.

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Der Anblick eines abgeernteten Weizenfeldes ist besonders schön im sanften Morgenlicht

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Da wir ohne Frühstück losgefahren sind, sind wir froh in einer kleinen Stadt einen Café- und Frühstückshalt zu machen. Die Stadt heisst Louhans und erinnert mit seinen Lauben beidseits der Hauptstrasse fast ein wenig an Bern.

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Die nächste grössere Stadt, die wir gegen Mittag erreichen heisst Chalon-sur-Saône. Wir staunen über die Breite der Saône.

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Wir schauen uns kurz in der Altstadt um und kaufen uns Lebensmittel für das Mittagspicknick, das wir wenig später an einem lauschigen Plätzchen im Schatten abhalten. G. ist verständlicherweise sehr müde (ich auch) und wir machen ein kurzes Nickerchen.

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In der Folge geht’s aufwärts und wir durchqueren einen schönen Ort.

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Wenig später geniessen wir die tägliche obligate Schotterpiste (täglich grüsst das Murmeltier); es ist so steil und steinig, dass sogar G. das Velo schiebt.

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Als wir oben sind, werden wir aber mit einem wunderbaren Blick in die weite Landschaft belohnt.

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Als wir wieder unten sind folgen wir bald dem Canal Central, der uns in die Zielstadt Monceau-les-mines führt. (Früher wurde hier Kohle abgebaut, wie mir der Rezeptionist im Hotel später erklärt).

Als wir bei unserem Hotel ankommen, sind wir sehr irritiert: es macht einen verlassenen Eindruck, alle Türen sind geschlossen und als ich es anrufen will, antwortet nur der Telefonbeantworter. Dabei hatte ich es doch ganz normal über booking.com gebucht. Sowas ist mir noch nie passiert! Das Hotel ist einfach geschlossen.

Zum guten Glück gibt’s noch ein Ibis-Hotel im Ort, wo wir noch ein Zimmer finden. Der Tag ist gerettet.

Day 1 Sainte-Croix – Sons-le-Saunier (Loire-Tour)

Endlich kann es losgehen. Das Ziel ist die Bretagne, welche wir mit einer Fahrt entlang der Loire ansteuern möchten.

Der Start ist in Sainte-Croix, einem bedeutenden Uhrmacherort oberhalb von Vallorbe. Da der Ort auf 1000 M.ü.M. liegt, ist es ein gute Startpunkt, um die erste Etappe in Angriff zu nehmen.

Nach einer kurzen Nacht – ich musste ja noch packen und einige liegengebliebene Dinge erledigen – geht’s schon um 05.34 Uhr auf die Forchbahn Richtung  Zürich, nachher mit dem IC-Schnellzug nach Vallorbe (fast hätte ich das Aussteigen verpasst, da ich eingeschlafen war) und danach mit einem Ersatzbus nach Saint-Croix.

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Nun stehe ich dort am Bahnhof, creme mich mit Sonnencreme ein und fahr bald schon los in den erfrischenden Morgen, es geht noch ein wenig hoch und ich erreiche schon bald den Col des Etroits, der mit 1152 M.ü.M. der höchste Punkt dieser Velotour bleiben wird.

Bald darauf fahre ich durch typische Juralandschaften. Es ist wunderbar an diesem erfrischenden Morgen.

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Ich nehme es gemächlich, hab ich doch genügend Zeit auf dieser für mich eher kurzen Etappe, denke ich.

Bald schon überquere ich die Grenze und befinde mich nun schon im französischen Jura, der dem Schweizer Jura so ziemlich gleicht. Es hat Fichtenwälder und Weiden mit Kühen und manchmal Pferden. Idyllisch, aber ziemlich abgelegen.

Ein Flüsschen, das ich überquere bietet ein gutes Fotosujet, also halte ich kurz und knipse ein Bild:

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Als es gegen Mittag geht, beginnt mich der Hunger und Durst zu quälen – da kommt ein Gartenrestaurant direkt an der Strasse (also eher ein Strassenrestaurant) gerade richtig.

Zuerst bin ich alleine, aber allmählich füllt sich die Terrasse mit deutschen Töfffahrern, weiteren Schweizer Velofahrern und weiteren Gästen. Ich esse einen Burger und geniesse den angenehm schattigen Platz.

Gut gesättigt geht’s in einem Auf und Ab weiter gegen Westen, meist auf wenig befahrenen Nebenstrassen, manchmal aber auch auf Hauptstrassen, wo 40-Tonnen-Lastwagen beängstigend nahe an einem vorbeidonnern.

Auch die obligaten Schotterstrecken sind dabei, es ärgert mich ein wenig, da ich so kurz vor dem Ziel kaum mehr vorwärts komme deswegen. Es ist dafür sehr schön.

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Dafür werde ich kurz vor dem Ziel mit einem schönen Ausblick auf die Etappenzielstadt Sons-le-Saunier belohnt.

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Erst gegen 18.30 Uhr trudle ich im Hotel ein. Ich bin fix und fertig und muss mich zuerst mal ein wenig aufs Bett legen.

Beim Nachtessen im Hotel krieg ich einen Schrecken: Das Adapter-Kabel von IPhone zu meinem Surface Go habe ich zuhause vergessen. Glücklicherweise finde ich nach einigem Pröbeln die Lösung mit One-Drive. Der Tag ist gerettet – ich kann nun endlich den Blog schreiben.

 

 

Day 6 Cochem – Koblenz (Moselradtour)

Heute steh ich früh auf und fahre – ohne gefrühstückt zu haben – um 07.15 Uhr los. Ich muss unbedingt den Zug in Koblenz erreichen, der um 11.56 Uhr nach Zürich abfährt. Die heutige Etappe ist dementsprechend kurz, nur ca. 50 km muss ich bewältigen. Ich bin froh darüber, denn das Knie schmerzt noch immer.

Der Weg führt mich auch heute wieder meist der Mosel entlang, diesmal aber oft neben mehr oder weniger stark befahrenen Strassen. Als ich über eine Brücke fahre, bietet sich mir dieser schöne Anblick:

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Nach ca. 20 km entdecke ich ein Café mit Bäckerei – nichts wie hin, denn mein Magen knurrt schon bedrohlich und der Koffeinpegel ist unterirdisch. Nach der kleinen Stärkung geht’s wieder weiter, durch schöne Land- und Ortschaften:

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Übrigens – man hat oft gar nicht das Gefühl, einem fliessenden Fluss entlangzufahren, die Mosel ist wohl ca. alle 5-10 km gestaut; deshalb hat man eher den Eindruck, einem langen See entlangzufahren.

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Kobern-Gondorf

Bald schon erreiche ich Koblenz – kurz vor dem Ziel möchte mich Komoot durch einen Friedhof lotsen.

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Dies scheint mir nun doch ein wenig respektlos und ich fahr aussen rum durch.

Kurze Zeit später erreiche ich mein Ziel, den Hauptbahnhof von Koblenz:

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Koblenz

Während ich auf den Zug warte, spiele ich ein bisschen auf dem Klavier, das in der Bahnhofshalle herumsteht.

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Nein, natürlich nicht, dazu bin ich zu schüchtern (!) – vielmehr steht mir der Sinn nach etwas Essbarem, also setz ich mich an eine Pizzabar, esse ein Stück Pizza und trink ein Bierchen (muss jetzt wieder aufhören damit, möchte ja doch abnehmen).

Bald schon kommt der Zug (er ist sogar fast pünktlich) und ich fahr damit zurück nach Zürich.

Die Zugsstrecke, die bald nach Koblenz folgt, bietet einen herrlichen Blick auf den Rhein und das Loreley-Gebiet. Ich schau aus dem Fenster und erinnere mich gut daran, wie ich hier vor 3 Jahren zusammen mit meinem Sohn auf unserer Amsterdam-Tour mit dem Fahrrad durchgefahren bin.

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Loreley, südlich von Koblenz

Meine Moselfahrradtour geht mit diesen schönen Eindrücken zu Ende. Ich hatte grosses Wetterglück, es war fast schon sommerlich warm und die Tour war sehr schön. Schade, dass mir zuerst der Rücken und dann das Knie Probleme bereitet haben, so konnte ich die Tour nicht immer vollumfänglich geniessen.

Übrigens – die gefahrene Strecke von Basel zur Moselquelle und danach der Mosel entlang bis nach Koblenz betrug insgesamt 613 km.

Ein Dankeschön den LuL (= Leserinnen und Lesern, analog zum heutigen gebräuchlichen SuS = Schülerinnen und Schüler)  für die Feedbacks und die Tipps; es ist immer schön aus der Heimat zu hören, wenn man alleine unterwegs ist. Den Blog führe ich Mitte Juli weiter, dann geht’s der Loire entlang in die Bretagne. Ich freue mich schon jetzt darauf…

Fakten heutige Etappe:
Gefahrene Strecke: 50 km
Rauf: 290 m / Runter: 310 m
Fahrzeit: 3 Std. 25 Min.

Rückreise mit dem Direktzug von Koblenz nach Zürich um 11.56 (mit reserviertem Fahrradhaken)

Day 6Streckenplan Cochem – Koblenz

Übersicht Mosel:

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Day 5 Leiwen – Cochem (Moselradtour)

Nach gutem Schlaf in meinem Häuschen im Eurostrand Resort Moseltal frühstücke ich ausgiebig und fahre um 08.45 Uhr los. Ich sinniere nochmals über das Konzept dieses Hotel nach und frage mich, wo der Strand ist, denn das Resort ist auf einem Hügel hoch über der Mosel – landschaftlich ist es aber traumhaft hier:

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Der Himmel ist heute leicht bedeckt – ist  das ein Vorbote eines Wetterumsturzes, frage ich mich. Am heutigen Tag fahre ich zumeist der Mosel entlang und ich staune über die unendlichen Weinberge. Wer trinkt all diesen Wein, würde ich gerne wissen. Als ich diesen Weinbergen entlang fahre, entdecke ich plötzlich einen Haufen junger Leute, die den Weinstöcken entlanglaufen und irgend etwas entfernen und in einen Plastiksack stecken, ich kann aber nicht genau erkennen, was sie genau machen.

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Immer wieder fahr ich durch wunderschöne Orte wie z.B. Neumagen, das sich als ältestes Weinbaudorf anpreist.

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Neumagen

In Bernkastel, einer grösseren Ortschaft, kann ich wieder einen Ersatzschlauch kaufen; ich bin froh darüber, denn bei einer weiteren Panne wäre ich aufgeschmissen…

Beeindruckt bin ich von der neuen Hochmoselautobahnbrücke, die fast 160 m hoch ist und dieses Jahr eröffnet werden soll:

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Neue Hochmoselbrücke

Was an den Weinbergen hier speziell ist, dass sie in grossen weissen Lettern jeweils angeschrieben sind. Unterwegs treffe ich auf folgenden eher kuriosen Namen:

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Es sind auffallend viele Touristen unterwegs, ich kann es verstehen, denn die Gegend mit den schönen, ursprünglichen Ortschaften und der reizvollen Flusslandschaft ist wunderbar.

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Traben-Trarbach

In Zell, nach ca. 60 km Fahrt, mache ich meinen Mittagshalt und esse einen Flammkuchen; man spürt die Nähe zu Belgien, denn Flammkuchen werden hier in jedem zweiten Restaurant angeboten.

Man könnte hier an jeder Ecke einkehren, es gibt Weinschenken, Cafés und Restaurants bis zum Abwinken. Immer wieder stosse ich auch auf den Namen „Strauss-Gasthof“. Zuerst dachte ich, hier gibt’s Straussenfleisch oder – zweite Hypothese – stehen hier einfach Blumensträusse auf den Tischen? Ich weiss es nicht.

Eigentlich würde ich gerne mal einen Wein kosten. Es gibt hier unzählige Produzenten, die dies anbieten. Wäre aber wohl eine schlechte Idee…

Die heutige Etappe ist bisher die schönste. Ich lasse die Bilder sprechen:

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historischer Ort Beilstein

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ehemaliges Kloster Stuben

Da die Mosel im Abschnitt, den ich heute durchfahre, stark mäandriert, habe ich je nach Richtung, in der sie gerade fliesst, mal Gegenwind, mal Rückenwind, mal Seitenwind. So komme ich besser als am Vortag vorwärts und erreiche gegen 17.30 Uhr Cochem, das Ziel der heutigen Etappe. Schon von weitem sehe ich, dass dies wohl eine besonders sehenswerte Stadt ist:

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Cochem

Auch mein Hotel ist ganz schick und innen sehr modern.

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Hotel Ravène, Cochem

Für einmal funktioniert das WLAN perfekt, so dass ich ohne grössere Probleme die Bilder für diesen Blog hochladen kann.

Ich schlendere noch ein wenig durch diese guterhaltene (mittelalterliche?) Stadt und lasse sie auf mich wirken.

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Cochem

Müde vom heutigen Tag setze ich mich in ein Bistro und möchte etwas essen, doch die Küche ist schon geschlossen, … so trink ich halt ein Bierchen und schreib dabei an meinem Blog. Der Hunger treibt mich später in ein Hotelrestaurant. Dort esse ich Spargel und trinke einen trockenen roten Moselwein (man hätte auch halbtrocken und süss wählen können). Die Spargeln waren gut, doch der Wein enttäuscht mich. Da bleib ich doch lieber bei den Italienern, Franzosen und Spaniern.

Fakten:
Leiwen – Cochem
Gefahrene Strecke : 111 km
Rauf : 470 m/ Runter : 550  m
Fahrzeit: 7 Std. 2 Min.

Übernachtung im Hotel Ravène (schönes, modernes Zimmer)

Day 5

Streckenplan Leiwen – Cochem

 

 

Day 4 Thionville – Leiwen (Moselradtour)

Der heutige Tag beginnt mit einem anständigen Frühstück im sehr familiären Logis-Hôtel des Oliviers.

Um 08.30 fahr ich los und wundere mich, dass mich Komoot über die Mosel und bald in ein unansehliches Kleinindustrieviertel führt; ich ärgere mich mal wieder über diese App, die wohl einfach wieder mal kopflos den kürzesten Weg wählt statt den Moselradweg zu nehmen. Zu allem Übel merke ich, dass mein Hinterreifen merklich wenig Luft hat – hab ich einen schleichenden Plattfuss, frag ich mich.

Da kommt eine Autowaschanlage gerade richtig; da hat es bestimmt auch eine Luftpumpe. Genau:

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Ich pumpe den Reifen wieder auf 4 Bar und fahr ziemlich beunruhigt weiter. Auf einen Schlauchwechsel habe ich null Bock – und es ist natürlich wieder der Hinterreifen, der Probleme macht und da kriegt man beim Wechsel besonders schmutzige Hände. Ein helfender blonder Engel mit Erfrischungstüchlein ist diesmal auch nicht in Sicht. So fahr ich halt weiter und schau wie lange die Luft hält. Erstaunlich lange.

Nach ca. 30 km erreiche ich die Grenze zu Deutschland und verlasse Frankreich. Man merkt, dass die Deutschen fahrradbegeisterter sind als die Franzosen, denn der Moselradweg ist jetzt durchwegs beschildert und die Velowege in einem guten Zustand. Es hat sehr viele Leute unterwegs an diesem Ostermontag. Es ist auch landschaftlich sehr schön. Die Mosel ist nun gesäumt mit den berühmten Moselweinbergen.

Bald mache ich die erste Pause und setze mich auf eine Bank. Zum guten Glück habe ich noch Datteln und Cashewnüsse, denn die Läden sind heute alle zu.

Als ich da so sitze, fährt ein grosses Lastschiff vorbei. Es trägt den japanischen Namen «Sakura» (übersetzt Kirschblüte)

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Dazu kommt mir doch gleich eine lustige Begebenheit in den Sinn, die sich vor etwa 10 Jahren zugetragen hat. (Meine Kinder würden jetzt sagen «Papa, wir kennen diese Geschichte, du hast sie uns schon hundertmal erzählt). Also, an unserer Schule hatten wir Besuch von japanischen Lehrpersonen, die zu Weiterbildungszwecken unseren Unterricht besuchten. Zu mir kam ein Mathematiklehrer in den Unterricht, und um ihm ein Freude zu machen, hatte ich die Idee, mit meiner Schülergruppe das japanische Lied «Sakura» zu lernen. Ich bat ihn, uns den Text vorzulesen, damit wir eine Idee hätten, wie der Text ausgesprochen wird. Er verstand mich wohl nicht genau und begann das Lied zu singen – leider konnte er aber überhaupt nicht singen. Natürlich liessen wir uns nichts anmerken und sangen anschliessend das Lied. Er hat sich sehr darüber gefreut.

Übrigens – sicherheitshalber pumpe ich den Hinterreifen wieder auf, er hatte doch wieder ein bisschen Luft verloren. Mal schauen wie lange es geht, bis er wieder hin und her zu eiern beginnt .

In der Folge fasziniert mich eine Entenfamilie mit neun Entenküklein. Was ist das wohl für eine Entenart? Solche Enten habe ich noch nie gesehen.

 

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Bald schon erreiche ich einen Ort namens „Oberbillig“. Hier muss ich eine Fähre nehmen, die zum Ort „Wasserbillig“ übersetzt. Die Fahrt ist ziemlich billig: 70 Cent für das Fahrrad, 70 Cent für mich.

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Fähre zwischen Oberbillig und Wasserbillig

Leider beginnt mein Hinterrad schon wieder hin und her zu schwanken. Schweren Herzens entschliesse ich mich, nun endlich den Schlauch zu wechseln. Als ich den Mantel kontrolliere, sehe ich, dass sich ein kleines scharfkantiges Kieselsteinchen in den Pneu «gefressen» hat und wohl den Schlauch leicht angeritzt hatte. Ich entferne das Steinchen und montiere den neuen Schlauch. Das geht doch ziemlich fix und ich bin stolz, dass ich das ohne Probleme schaffe

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Zufrieden fahr ich weiter und bald schon verlasse ich die Route, denn ich möchte einen Blick auf die bekannte  Stadt Trier machen, deren Zentrum auf der anderen Seite der Mosel liegt.

Ich bereue den kleinen Abstecher nicht, die Altstadt von Trier ist eindrücklich:

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Altstadt von Trier

Und den Dom muss man einfach mal gesehen habe (älteste Bischofskirche Deutschlands). Ich installiere mich in einem Café gleich davor und geniesse den Anblick, während ich mich mit einem Eiscafé abkühle.

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Dom von Trier

Gerne wäre ich hier noch ein wenig länger geblieben, aber ich hab ja noch ca. 30 km bis zu meinem Etappenziel Leiwen. Also fahr ich wieder los.

Ich habe wieder Wetterglück heute, nur weht manchmal ein sehr kräftiger Gegenwind, so dass ich nicht so recht vorankomme; ausserdem schmerzt das Knie immer noch. Ich bin aber froh, dass es nicht schlimmer ist als am Vortag ist, aber es handicapiert mich doch ziemlich (vor allem beim Bergauffahren).

Landschaftlich wird es nach Trier wieder sehr schön und ich geniesse trotz Wind und Schmerzen die schönen Landschaften im milden Abendlicht.

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Die Etappe zieht sich hin heute und ich bin ziemlich fertig, als ich endlich Leiwen erreiche. Zu allem Unglück finde ich mein Hotel nicht, weder Apple-Maps noch Komoot kann mit der bei booking.com hinterlegten Adresse etwas anfangen. Also versuche ich es halt mit der alten Methode: Leute fragen. Das hilft. Um 19.15 Uhr komme ich endlich im «Eurostrand Resort Moseltal» an. Klingt ein bisschen merkwürdig und ist es auch: Massentourismus Konzept All Inclusive. Bekomme gerade noch ein Nachtessen, weil um 19.30 Uhr Schluss ist (bei den Franzosen beginnt um diese Zeit das Nachtessen frühestens). Ich setz mich deshalb in den Veloklamotten auf die Terrasse und kann mich am Buffet selbst bedienen. Drinnen sind wohl einige hundert Leute am Speisen:

Als ich zur Unterkunft komme geht das Staunen weiter: Ich habe ein ganzes Häuschen für mich alleine:

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„Eurostrand Resort Moseltal“

Nach einer erfrischenden Dusche schaue ich mich noch ein wenig um in diesem Masssentourismus-Resort. Es ist für Leute ausgelegt, die sich nicht so gerne mit selbst beschäftigen. Im grossen Speisesaal spielen nun schätzungsweise 200 Personen Bingo, in der Bar läuft laute Musik, es gibt einen Bowling-Room etc.

Ich setz mich draussen hin, trink Gratis-Bier (gefährlich!!!) und schreib an meinem Blog. Auch hier draussen werde ich mit unerträglicher Musik berieselt. Ich bin froh, dass ich hier nicht Ferien machen muss – für eine Nacht ist es aber ganz ok.

Fakten:
Thionville – Leiwen
Gefahrene Strecke : 120 km
Rauf : 660 m/ Runter : 660m
Fahrzeit: 8 St. 5 Min.

Übernachtung im „Eurostrand Resort Moseltal“: Eher etwas für Familienferien etc. / Das All-Inclusive-Konzept ist perfekt für Leute, die gerne viel essen und viel trinken (Freibier!!!). Sehr schön gelegen.

Day 4

Streckenplan Thionville – Leiwen

 

 

 

Day 3 Nancy – Thionville (Moselradtour)

Heute bin ich ein wenig später. Der Grund: Frühstück gibt’s hier erst ab 08.00. Also fahr ich heute erst um 08.45 los. Bald schon bin ich wieder an einem Kanal, der von einem Fluss begleitet wird (oder umgekehrt). Das Wetter ist mir hold, somit bin ich gutgelaunt und ich bin gespannt auf den heutigen Tag.

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Nach ca. 10 km mündet die Meurthe, der ich entlang gefahren bin, in die Mosel – die Moselradfahrt kann also weitergehen.

Kurze Zeit später lockt mich Komoot in die Hügel. Obwohl ich sehe, dass die Mosel eine Schlaufe macht und der offizielle Radweg wohl der Mosel entlangführt, nehm ich die Abkürzung über die „Berge“. Als ich oben bin, bemerke ich, dass dies kein guter Entscheid war.

Als ich mich nämlich schon auf die Abfahrt freue, sehe ich, dass der asphaltierte Weg endet und eine üble Holperpiste folgt. Im Rückblick:

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Es scheint ein Gesetz zu sein: wenn ich in kritischen Fällen Komoot folge, kommt’s falsch heraus und umgekehrt (diese Thematik wird mich noch den ganzen Tag verfolgen – und verfolgt mich übertragen aufs Leben auch sonst manchmal).

Lustigerweise überholen mich kurz darauf zwei rüstige ältere Mountainbiker, die mich verwundert fragen, ob ich mich verirrt habe («vous êtes perdu?»). Ich erkläre Ihnen mein Malaise mit meiner App und lasse sie ratlos zurück. Im Schritttempo quäle ich mich die Holperpiste bis zur Mosel herunter und finde dort natürlich den schönsten Veloweg, den man sich vorstellen kann.

Ich will aber nicht klagen, die Sonne scheint und die Wege entlang der Mosel oder den Kanälen sind sehr schön.

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In einer kleinen Stadt namens Pont-à-Mousson mache ich den ersten Halt.

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Pont-à-Mousson

Nachher folge ich meist der Mosel und habe immer wieder einen schönen Blick auf diesen Fluss:

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Auch höre ich wieder einen Kuckuck – und ich bin begeistert, als ich merke, dass er im Quartintervall ruft – das hatte ich noch nie gehört, deshalb nehm ich den Quartenkuckuck zum Beweis auf.

Kurz darauf sehe ich ein eindrückliches Brückenfragment:

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Die Schautafel klärt mich über diese Brücke auf: Es ist der längste von den Römern je erbaute Aquaedukt, unglaubliche 1.125 km lang – es ist eindrücklich, ich kann nur noch staunen, wozu die Römer vor ca. 1800 Jahren fähig waren.

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Nach diesem Highlight wartet die grösste Stadt der heutigen Etappe auf mein Vorbeikommen: Metz (die Metzer sagen Mess und werden böse, wenn man ihre Stadt falsch ausspricht, klärt mich ein Franzose auf.)

Natürlich muss ich die Komoot-Route verlassen, um die Innenstadt zu sehen.

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Cathédrale de Metz

In der Folge fahre ich auf meist schönen und neuen Fahrradwegen Richtung Thionville. Unterwegs kommt mir das erste grössere Schiff entgegen, die „Promesse“.

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Schliesslich erreiche ich Thionville, eine kleine Stadt mit schönem Stadtkern:

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Thionville

Es war wieder eine sehr schöne Etappe heute, der Rücken wird immer besser, dafür macht mir heute das linke Knie Sorgen, es ist stark geschwollen, wie ich abends bemerke. Als ich ein bisschen durch die Stadt schlendern möchte, kann ich kaum mehr schmerzfrei gehen. Wie ein Schwerverletzter humple ich langsam durch die kleine Stadt. Ich finde ein schönes Gartenrestaurant, wo ich mich draussen hinsetze, so warm ist es noch. Ich gönne mir eine Pizza und einen ganz kleinen Dessert (Er ist wirklich klein – kaum der Rede wert!)

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Fakten:
Strecke: Nancy – Thionville
Gefahrene Strecke : 105 km
Rauf : 630 m/ Runter : 700  m
Fahrzeit: 7 Std. 4 Min.

Übernachtung im Logis-Hôtel des Oliviers (ziemlich preiswert und auch sonst i.O., das WLAN funktioniert einwandfrei, begann schon an den Franzosen zu zweifeln diesbezüglich)

Day 3

Streckenplan Nancy – Thionville