Nach nicht so gutem Schlaf – es war viel zu heiss in meinem Zimmer, da ich die Heizung nicht ausschalten konnte – fahre ich heute etwas früher los als sonst.
Es ist sehr windig an diesem Tag und das Grau der vielen Wolken verzieht sich nach und nach.

Fahrradroute in der Nähe des Neusiedler-Sees
Zuerst führt mich meine Route an den nördlichen Teil des Neusiedler-Sees. Eine Ortschaft, die ich durchfahre, heisst Winden. Sie trägt ihren Namen heute zurecht.

Winden
Bei der Kirche dieser Ortschaft, bei der ich vorbeifahre, warten bestimmt etwa 200 Leute, die in Reih und Glied stehen, wohl auf Einlass an eine Beerdigung, wie ich aufgrund ihrer schwarzen Kleidung und den ernsten Mienen vermute.

Kirche von Winden
Bald nach Winden verlasse ich den Neusiedler-Radweg und fahre weiter in nordöstlicher Richtung. Der Wind ist inzwischen noch stärker geworden und fühlt sich fast wie ein Sturm an – ich kann mich nicht erinnern jemals bei solchen Windverhältnissen unterwegs gewesen zu sein. Leider habe ich den Wind nur abschnittsweise im Rücken, meist kommt er seitwärts aus nordwestlicher Richtung. Das erschwert das Vorwärtskommen enorm.
Da heute leider kein Café in Sicht ist, mache ich eine Pause im Windschatten der Kirche von Parndorf.

Mittagspause in Parndorf
Auf der Weiterfahrt treffe ich auf einen «Windräder-Park». Über hundert Windräder zähle ich auf die Schnelle und sie laufen fast alle auf Hochtouren bei diesem Wind.

Windräder bei Parndorf
Passend zum Wind und den Windrädern bin ich nun auf dem Windradweg unterwegs, der gleichzeitig auch Entdeckertour und Verbindungsradweg Donau-Neusiedlersee ist.

Auf dem Windradweg
Bald schon erreiche ich die Grenze zur Slowakei, die mit einem kleinen Schild angekündigt wird.

Grenzübergang zur Slowakei
Es folgen die ersten Vororte von Bratislava, noch auf der rechten Seite der Donau.

Agglomeration von Bratislava
Ein Fahrradstreifen führt mich bis zur Brücke über die Donau, von der ich einen tollen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt, die Bratislavsky hrad (Pressburger Burg) habe.

Blick auf die Bratislavsky hrad
Der Weg zum Hotel führt mich durch die Altstadt. Hier hat es soviele Touristen, dass ich mein Fahrrad schieben muss.

Michaeler-Tor, Bratislava
Im Hotel angekommen bin ich so müde, dass ich mich nach der Dusche hinlege und gleich einschlafe. Dabei war die Etappe heute doch eher kurz und flach!
Fakten Etappe 4: Eisenstadt – Bratislava
Gefahrene Strecke: 74 km
reine Fahrzeit: 5 Std. 6
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14.5 km/h
Bergauf: 270 m
Bergab: 280 m
Übernachtung im Hotel Tatra, Bratislava
