Heute fahre ich bei gleissendem Sonnenlicht und blauem Himmel los. Dazu bläst ein warmer Wind, also optimale Verhältnisse.

Poreč, Blick auf Hafen und Hotel Palazzo
Meine Route führt mich ein wenig zickzack ins Landesinnere, da ich einen langen Fjord, den Limski zaljev, der weit ins Landesinnere reicht, umfahren muss.

Blick auf den Limski zaljev (Fjord)
In rasanter Fahrt geht’s nun ans Ende dieses Fjords hinunter, um nachher wieder etwa 200 m steil aufwärts zu gehen; das ist ziemlich zermürbend, aber ich fahr tapfer hoch; ohne abzusteigen. Oben angekommen folgen liebliche Landschaften – Olivenhaine, Weinreben und gestrüppartige Wälder prägen oft die Landschaft.

Unterwegs auf Nebenstrassen
Die nächste Stadt, die ich erreiche ist Rovinj. Diese Stadt ist ein Juwel und liegt auf einer Felserhebung direkt am Meer.

Rovinj
Ich schlendere ein wenig durch die Gassen dieser sehenswerten Stadt und ärgere mich ein wenig über eine Gruppe deutscher E-Biker, die mir fahrend und klingelnd entgegenkommt, während ich das Fahrrad schiebe.
Gerne möchte ich mich in eines der zahlreichen Strassencafés u. -restaurants setzen, finde aber lange Zeit nichts, was mir zusagt. Erst ausserhalb der Altstadt finde ich ein schönes Plätzchen mit Blick auf Stadt und Hafen. Ich esse eine feine istrische Gemüsesuppe und geniesse die schöne Aussicht.

Istrische Gemüsesuppe in Rovinj
In der Zwischenzeit hat sich der Himmel bezogen und leichter Regen setzt ein. Also ziehe ich die Regenkleider an und nehme den zweiten Teil der Etappe in Angriff.
Bald schon führt mich Komoot auf holprige Kieswege und ich komme kaum mehr vorwärts. Eine Abzweigung nach links verpasse ich zuerst und als ich zurück zur Verzweigung fahre, erwartet mich eine riesige Pfütze.

Fahrradroute (?)
Da fahr ich doch lieber auf dem Kiesweg weiter, habe nachher aber Schwierigkeiten, wieder den richtigen Weg zu finden. Und als ich endlich mal eine asphaltierte Strecke befahren kann, dauert das Vergnügen nur kurze Zeit.

Im Nirgendwo zwischen Rovinj und Pula
Der Regen und die schlechten Fahrradwege zehren ein bisschen an meinen sonst ziemlich robusten Nerven – umso froher bin ich, ca. 20 km vor Pula endlich wieder auf asphaltierten Strassen fahren zu können. So erreiche ich Pula gegen 5 Uhr und entdecke das berühmte römische Amphitheater auf dem Weg zu meinem Hotel.

Pula, römisches Amphitheater
Mein Hotel liegt etwas ausserhalb von Pula und ist sehr schön gelegen. Vom Balkon meines komfortablen Zimmers beobachte ich die schnell wechselnden Abendstimmungen mit starkem Wind, Regen und zuletzt auch noch ein paar Sonnenstrahlen.

Abendstimmung bei Pula
In der Hotelhalle schreibe ich meinen Blog, esse Darvidas und Salami-Sticks, mein heutiges Abendessen. Natürlich darf ein feines einheimisches Bier nicht fehlen.
Fakten Day 4: Poreč-Pula
Gefahrene Strecke: 75 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 13.4 Km/h
Bergauf: 710 m
Bergab: 70 m
Übernachtung im Hotel Modo, Pula
