Der Gasthof Tell, in dem ich nächtigte, ist schon seit 1509 (!) eine Herberge. Ich geniesse deshalb nochmals den Aufenthalt in diesen historischen Gemäuern beim Frühstück.

Frühstück im Gasthof Tell, Paternion
Beim Auschecken frage ich die nicht mehr ganz junge Wirtin, wie der Gasthof zu seinem Namen gekommen ist. Sie gibt mir gerne Antwort. Ihr Grossvater sei 1902 der beste Schütze im österreichischen Kaiserreich gewesen und hätte deshalb die Tell-Auszeichnung erhalten und er hätte dann dem Gasthof diesen Namen gegeben. Ziemlich interessant!
Als ich um viertel nach acht losfahre, sind die Strassen noch nass vom nächtlichen Regen. Bald schon bin ich wieder auf dem Drautalradweg, der mich gegen Osten führt.

Auf dem Drautalradweg
Ich starte in gemütlichem Tempo an diesem wolkenverhangenen und angenehm kühlen Morgen. Bei Villach überquere ich die Drau zum letzten Mal, denn ich biege nun rechts ab auf den Gailtalradweg. Hier führt auch die Alpe-Adria-Radtour durch, weshalb hier ziemlich viele Radfahrer unterwegs sind.

Auf dem Gailtalradweg bei Villach
Ich überquere diesen Fluss nach ca. 10 km und fahre noch ca. eine Stunde bis ich die Grenze zu Italien erreiche.

Überquerung der Gail
Beim Zoll mache ich meinen ersten Halt, und da es schon halb zwölf Uhr ist, setze ich mich in den Aussenbereich einer Pizzeria und esse eine kleine Lasagne.
Die Veloroute ist auch hier abseits von Hauptstrassen angelegt, dafür geht es so ziemlich auf und ab, bis der Weg wieder auf einem ehemaligen Bahntrassee weiterführt.

Fahrradroute bei Tarvisio
Bald darauf verlasse ich aber den Alpe-Adria-Radweg und zweige links Richtung Slowenien ab. Überrascht und zufrieden merke ich, dass auch hier die Radroute auf einer ehemaligen Bahnstrecke in angenehmer Steigung Richtung Osten weiterführt.

Unterwegs Richtung Slowenien
So erreiche ich fast mühelos die Passhöhe auf 870 m.ü. M. Hier befindet sich auch die Grenze von Italien zu Slowenien.

Grenze Italien-Slowenien in der Nähe von Kranska Gora
Nun ist es nicht mehr weit bis zu meinem Etappenziel Mojstrana. Es ist sehr schön hier in den slowenischen Alpen. Zu meiner rechten Seite befindet sich der «Triglavski Narodni Park», der wohl etwa vergleichbar mit dem Schweizer Nationalpark ist.

Blick Richtung «Triglavski Narodni Park»
Bald erreiche ich den bekannten Skiort Kranska Gora, wo ich einen kurzen Kaffeehalt mache.

Halt in Kranska Gora
Die nördliche Save entspringt in der Nähe von Kranska Gora und ich befinde mich im nördlichen Save-Tal (es gibt noch eine südliche Save).

ausgewaschenens Flussbett der nördlichen Save
Der Radweg hier ist wirklich aussergewöhnlich schön – der begeisterte Tourenfahrer (das bin ich) ist begeistert!

Fahrradroute zwischen Kranska Gora und Mojstrana
Ca. um 15.15 Uhr bin ich schon bei meiner Unterkunft, die ich vor einiger Zeit vorreserviert hatte.
Die nette Gastwirtin zeigt mir mein Zimmer und beglückt mich mit einem eisgekühlten Willkommens-Wein; eine nette Geste, aber ich hätte ein Bier bevorzugt. So setze ich mich auf den Balkon meines Zimmer und genehmige mir ein Gläschen.

Willkommensdrink in meiner Unterkunft
Nach ausgiebigerer Siesta als sonst – der Wein zeigte Wirkung – setze ich mich in den Garten des einzigen Restaurants in diesem Ort. Die schöne Etappe findet auch kulinarisch ein gutes Ende!

Nachtessen in Mojstrana
Fakten Etappe 4: Paternion-Mojstrana
Gefahrene Strecke: 84 km
Durchschnittsgeschw. 14.6 km/h
bergauf: 720 m
bergab: 580 m
Übernachtung im Aparthotel Pr’Jakapč, Mojstrana
Wow, was für ein Abendessen! Da muss aber jemand gewaltig Hunger gehabt haben! 😉
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Die Gegend um Villach und das Gailtal kenne ich gut, da ich oft einen Freund bei Bad Bleiberg besuche. Ljublijana finde ich auch sehr schön. Ich habe die Stadt vor etwa zwei Jahren besucht.
Lg Koe
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wow!! 46Day 2: Udine-Koper (Istrien-Tour)
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