Heute beginnt meine Sommerfahrradtour. Für einmal bin ich nicht alleine unterwegs, da mich mein Sohn begleiten wird.
Als wir um um 8 Uhr in Scuol (Unterengadin) starten, ist es ziemlich grau und ca. 10° Grad kühl.

bei Scuol, Start in einen kühlen Morgen
Wir nehmen anders als uns unsere Navi-App vorschlägt die Hauptstrasse. Vor acht Jahren waren wir schon mal von hier aus in eine Fahrradtour gestartet und hatten uns in dieser Gegend über ruppige Fahrradwege gequält. Das wollen wir diesmal vermeiden.
Auf der komfortablen Hauptstrasse, auf der es an diesem Samstagmorgen wenig Verkehr hat, kommen wir gut vorwärts und erreichen schon bald die Grenze zu Österreich.
Hier fahren wir nun auf der Inntalfahrradroute, die sehr schön ist.

Inntalfahrradweg in der Nähe von Pfunds
Wir staunen, wieviele Fahrradtourenfahrer heute schon unterwegs sind, denn es ist noch ziemlich früh am Morgen. Manchmal überqueren wir den Inn, um auf der anderen Uferseite dem Fluss zu folgen.

Inn, in der Nähe von Pfunds
Bei einer weiteren Überquerung fahren wir über eine schöne Holzbrücke

Holzbrücke über den Inn
Als wir um ca. 10.45 Uhr Landeck erreichen, gelüstet es uns nach Kaffee und etwas Süssem. Leider fahren wir beim ersten Café vorbei und finden erst 3 Km weiter in Zams eine Bäckerei mit Café. Dort geniessen wir einen feinen Marillenkuchen.
Als wir weiterfahren erblicken wir eine markante Felskuppe auf dem ein Schloss thront. Es ist die Kronburg.

Kronburg bei Zams
Wenig später werden wir von einer Fahrverbotstafel überrascht. Der Grund ist unklar. Also fahren wir weiter. 1 km später wissen wir weshalb: Ein kleiner Bergsturz hatte Felsbrocken auf dem Fahrradweg hinterlassen. Nach dem Passieren dieser Stelle sehen wir auch einen Haufen entwurzelter Bäume oberhalb des Fahrradwegs, die wohl Opfer eines Sturms geworden sind.

Sturmschäden in der Nähe von Zams
Auf der Weiterfahrt fallen uns nun viele von diesem Unwetter gefällte Bäume auf. Bei einem grossen Bauernhaus, an dem wir vorbeifahren, fehlt sogar das halbe Dach. Der Sturm muss hier extrem gewütet haben vor ein paar Tagen.
Der Inn ist während unserer Fahrt merklich breiter geworden und ist nun ein stattlicher Fluss.

Inn in der Nähe von Ötztal-Bahnhof
Leider ist das Gelände der heutigen Tour ziemlich coupiert. Wir müssen oft kleinere happige Steigungen bewältigen, bevor es wieder runter geht. Trotzdem kommen wir ziemlich gut vorwärts. Nach ca. 90 km machen wir Mittagsrast und essen im Schatten eines Pflaumenbaumes die Salami- und Käsebrote, die wir mitgenommen hatten.

Mittagsrast
Die letzten 35 km sind zum guten Glück nun flacher, dafür haben wir einen strammen Gegenwind, der uns etwas bremst.
Trotzdem erreichen wir schon um 15.45 Uhr Inzing, wo ich im voraus ein Hotel gebucht hatte. Wir sind ziemlich fertig nach der langen Etappe und machen nach der Dusche ein längeres Nickerchen. Nach dem feinen Nachtessen im Hotel machen wir noch einen kleinen Dorfrundgang in der Abendsonne.

Inzing, Kirche
Wir sind froh, dass die erste Etappe unserer Tour pannenfrei und ohne Regen über die Bühne gegangen ist.
Fakten Etappe 1: Scuol-Inzing
Gefahrene Strecke: 125 km
reine Fahrzeit: 6 Std. 34
Durchschnittsgeschwindigkeit:
bergauf: 800 m
bergab: 1’470 m
Übernachtung im Gasthof zum Stollhofer, Inzing

Toll, dass wir euch wieder jeden Tag auf der Tour begleiten können.
Wir wünschen euch schönes trockenes Wetter und eine unfallfreie Fahrt. Kommt gesund zurück Elsbeth und Fritz
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