Day 4: Gunzenhausen-Bamberg (Zürich-Hamburg-Zürich-Tour)

Day 4: Gunzenhausen-Bamberg

Punkt 05.50 fahr ich los und verlasse Gunzenhausen. Es herrscht eine friedliche Stimmung so früh am Morgen. Ein wenig Nebel liegt über den Feldern, Ich entdecke einen Feldhasen (gibt’s die noch bei uns?), der gemütlich herumhoppelt. Es geht durch verschlafene Dörfer und wenig besiedelte Landschaften.

Ein Kirschbaum am weg lockt mit seinen Früchten; ich kann nicht widerstehen und pflück mir welche.

2018-06-20 07.32.00

 

Nach 35 km erreiche ich einen grösseren Ort: Schwabach

Gerade rechtzeitig, denn mein Magen knurrt schon bedrohlich. Nach der Riesentasse Milchkaffee, einem Joghurt mit Erdbeermarmalade und einem Dinkelbrötchen geht die Fahrt weiter Richtung Nürnberg. Der Verkehr nimmt zu, ich muss vorsichtig sein.

Schon von weitem sieht man den hohen Turm (Das neue Wahrzeichen Nürnbergs?).

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Ich passier ihn und gelange endlich in die Innenstadt, wo ich ein paar Fotos schiesse

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Die nächste Stadt auf dem Weg ist Erlangen. In dieser Stadt sieht man soviele Velos und Velofahrer wie ich es sonst nur in Amsterdam erlebt habe. Das ist eindrücklich und freut einen zu sehen.

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In einem schön gelegenen Cafe neben einem grossen Park bestelle ich eine Lachscremesuppe (nicht Lauch) und einen Caprese Salat. Schmeckt gut und sollte nicht dick machen.

Weiter geht’s bald dem Main-Donau-Kanal entlang, also geradeaus und der Rückenwind macht sich auch positiv bemerkbar.

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Unterwegs treffe ich eine junge Radfahrerin mit den gleichen gelben Satteltaschen und sehr viel zusätzlichem Gepäck (auf dem Bild noch ganz klein zu sehen). Ich spreche sie an und sie erzählt mir, dass sie an ein Kulturfestival nach Berlin fahre. Sie wundert sich, dass ich so wenig Gepäck habe … einen Kommentar dazu kann ich mir knapp verkneifen. Ich fahr wieder vor ihr los, aber wenig später holt sie mich ein, wechselt noch ein paar Worte mit mir – u.a. bewundert sie meine Profiausrüstung, (Smartphone als Navi etc.) meint noch, sie fahre halt lieber mit Karte und frage unterwegs halt dann die Leute… und lässt mich dann stehen. Wenig später sehe ich (ein ganz bisschen schadenfreudig), wie sie in eine Sackgasse hineinfährt. Komoot führt mich elegant um diese Sackgasse herum und ich liege wieder vorne. 15 Min. später überholt sie mich von neuem mit dem Kommentar «das geht ja hier wie an der Tour de France zu». Wieder etwa 15 Min. später – ich hatte sie zuvor schon fast aus den Augen verloren – nimmt sie die Schotterpiste auf dem Damm oben, während mich Komoot auf einen parallelen asphaltierten Wege unterhalb des Dammes lotst. Nun bin ich wieder schneller und überhol sie von neuem…

Nach dieser belustigenden Begebenheit erreiche ich schon bald Bamberg, eine wunderschöne Stadt -offenbar Weltkulturerbe wie mir jemand sagt. Ich bin zufrieden, dass ich hier einen Halt geplant habe und schaue mich hier noch ein wenig um.

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Nach dieser eher kurzen Etappe mit wenigen Steigungen fühle ich mich ziemlich gut; ein bisschen bange wird mir vor der morgigen Monsteretappe mit fast 140 km und vielen Steigungen…

Fakten: Strecke 113 km, 870m aufw., 6 Std. 54,
Übernachtung im Hotel SandStern, Bamberg

D4

 

 

 

 

Ein Kommentar zu „Day 4: Gunzenhausen-Bamberg (Zürich-Hamburg-Zürich-Tour)

  1. Hi Beni, di bist super! Diese Tour tönt richtig verlockend.
    Geniesse das Radeln, gönn dir ab und zu auch ein Eis oder ein feines Stück Kuchen (nicht nur Salat und Gemüsesuppe), das hast du dir ehrlich verdient.
    Und beim nächsten Selfie nicht so ernst dreinschauen;))!
    Pass auf dich auf.
    Liebe Grüsse
    Marlies

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