Day 1: Ulm-Neuburg a. d. Donau
Nach der Anreise von Zürich am Vortrag startet meine kleine Velotour von Ulm nach Linz um 08.15. Um diese Zeit fahre ich nämlich los und geniesse gleich beim Hotel B&B, in dem ich übernachtete, den ersten Blick auf den grandiosen Ulmer Münsterturm.

Wenig später befinde ich mich am Ufer der Donau und radle mich warm in der morgendlichen Frische. Schon bald möchte mich Komoot (meine Navigationsapp) von der Donau weglotsen. Ich ignoriere Komoot (was sich als folgenschwer erweisen sollte) und entschliesse mich, dem gut ausgeschilderten Donau-Radweg zu folgen. Ich möchte ja schliesslich den Donauradweg von Ulm bis Linz abfahren und nicht irgendwelche Abkürzungen nehmen. In der Folge entferne ich mich immer weiter von der Komootroute, die südlich der Donau verläuft. Der offizielle Donauradweg verläuft meist nördlich der Donau. Immer wieder erinnert mich die weibliche Komoot-Stimme, dass ich die Tour verlassen habe und wie weit ich mich davon befinden. Ich sollte diesen Tag nie mehr auf die Komoot-Route gelangen. Mir schwant Böses, denn immer wenn man sich nicht an die Komoot-Route hält wird die gefahrene Streck länger – sicher aber nicht kürzer.
Es ist sehr schön in dieser kühlen, ruhigen Morgenstimmung Fahrrad zu fahren.

Der Donauradweg führt auf der heutigen Etappe oft auch nicht der Donau entlang, sondern durchquert Wälder, Naturschutzgebiete und geht auch manchmal wenig befahrenen Strassen entlang.

Am schönsten ist es aber doch, wenn man entlang der träge vor sich hinfliessenden Donau oder auch im Staubereich eines Wehrs am Wasser entlangfährt. Vogelkenner kämen da auf ihre Rechnung. Silberreiher, Wildgänse, Taucher und andere Wasservögel geraten mir vor die Linse:

Ein Stück weiter entdecke ich diese Liege, auf der ich mich kurz entspanne.

In der Folge durchfahre ich das kleine Städtchen Lauingen mit seiner imposanten Kirche

Kurz darauf folgt die kleine sehenswerte Stadt Dillingen, in der ich meinen Mittagshalt mache.


In Donauwörth, wo ich schon bei meiner Deutschlandtour einkehrte (ich erinnere mich noch an die leckere Erdbeerschnitte), mache ich einen kleinen Kaffeehalt – diesmal gibt’s einen Apfelkuchen, die Erdbeersaison ist vorbei.

In der Folge fahre ich am Schloss Leitheim vorbei, welches heute ein Hotel ist.

Obwohl der Radweg Donau-Radweg heisst, führt er oft auch abseits der Donau durch schöne Landschaften.

Es ist herrlich auf diesen Wegen im schönen Abendlicht zu fahren. Nachdem ich zum Schluss noch eine happige Steigung in einem Wald bewältigen musste, komme ich um 17.30 Uhr endlich an meinem Ziel Neuburg a. d. Donau an:

Statt 110 km waren es aber 132 km, die ich heute gefahren bin. Komoot hätte wie immer die schnellste Strecke gewusst, ich habe es aber vorgezogen, der beschilderten Route des Donau-Radweges zu folgen – selbst schuld.
Nach einer Dusche lasse ich den Abend im Restaurant «Die Aussicht» zur Neige gehen. Es ist ein gehobeneres Restaurant, in dem ich gut speise.

Zufrieden schlendere ich ich das Hotel Bergbauer zurück, wo ich nach dem anstrengenden Tag schlafe wie ein Stein.
Fakten:
Gefahrene Strecke: 132 km
Fahrzeit: 7 Std. 57 Min.
Höhenmeter: aufw. 910 m / abw. 1010 m
Übernachtung im Hotel Bergbauer in Neuburg a. d. Donau
