Die diesjährige Sonderurlaubstour nenne ich Musikstädtetour, da ich heute in Salzburg starte und über Linz, Prag, Dresden nach Leipzig radeln werde. Die Anreise am Vortag von Zürich nach Salzburg verlief problemlos und so hatte ich Zeit mich in Salzburg ein wenig umzusehen; ich kenne diese Stadt schon ziemlich gut, da ich schon oft hier war. Ein Besuch ist aber immer wieder lohneswert, vor allem bei diesem Prachtswetter.

Salzburg, Altstadt
Immer wieder schön ist der Anblick auf die Altstadt mit der darüber thronenden Festung und dem Fluss Salzach

Salzburg
Nach tiefem Schlaf im Gästehaus am Priesterseminar fahre ich um 08.00 Uhr los und starte in ein neues Fahrradtouren-Abenteuer. Schon bald bin ich im Grünen und befinde mich auf dem sogenannten Mozart-Radweg. Der grosse Meister wird wohl aber kaum Fahrrad gefahren sein. Das Wetter ist perfekt, und ich komme gut voran trotz der leichten Steigung, die ich die ersten Kilometer zu bewältigen habe. Der Fahrradweg verläuft abseits von Strassen und ist sehr schön.

Fahrradweg in der Nähe von Salzburg
Schon bald erreiche ich den türkis schimmernden Mondsee, an dem ich entlangfahre und an dem ich eine Kaffeepause gemacht hätte, wenn ich ein Café entdeckt hätte.

Mondsee
So fahre ich ohne Kaffee weiter und erreiche schon bald den Attersee, der grösser ist als der Mondsee. Diesem See fahre ich aber nur ein kurzes Stückchen entlang, mache aber hier erstmals eine Pause, nachdem ich schon 48 km zurückgelegt hab.

Attersee
Bald biege ich rechts ab und komme ins Weissenbachtal. Zu Beginn gerate ich auf den sogenannten Künstlerweg und lese auf einer Schautafel, dass hier ein berühmter Komponist mehrmals den Sommer verbrachte und an seinen Sinfonien schrieb. Erkennt ihr ihn?

Schautafel am Künstlerweg (Attersee)
Richtig, es ist Gustav Mahler, der am Attersee Sommermonate verbrachte und komponierte. Ich kann mich daran erinnern, dass ich in meiner Jugendzeit einige Schallplatten mit Mahler-Sinfonien (gespielt vom Cleveland Orchestra, mit George Szell) besass und diese gerne hörte. Heute sind die Mahler-Sinfonien nicht mehr meine erste Wahl. Mahler-Fans mögen mir verzeihen. Der Fahrradweg im Weissenbachtal führt sehr idyllisch durch schattigen Wald und steigt nur langsam an.

Fahrradweg im Weissenbachtal
Als es aber wieder abwärts geht, ziehe ich es vor auf der Strasse zu fahren, da man auf dem gekiesten Fahrradweg keine Schussfahrt machen kann.
Nachdem ich in der Folge eine zeitlang auf einem Fahrradweg entlang einer stark befahrenen Strasse dem Fluss Traun entlanggefahren bin, erreiche ich den Traunsee, wo ich einen kurzen Halt mache.

Verpflegungspause in Ebensee am Traunsee
Da heute eine ziemliche kräftige Bise weht, habe ich meist kühlenden Fahrtwind. Das ist einerseits angenehm, andererseits aber auch ein bisschen mühsam, da es Gegenwind ist und ich so nicht schnell vorankomme. Das macht aber nichts, da die heutige Etappe nicht sehr lang ist. Ich fahre nun bis an mein Etappenziel Gmunden diesem schönen See entlang.

Fahrradweg am Traunsee mit Blick auf Traunkirchen
Nach einem kleinen Kaffeehalt in Traunkirchen bin ich schon bald in Gmunden, eine kleinere touristische Stadt am Seeende.

Gmunden
Das Hotel, in dem ich übernachten werde, liegt direkt am See und von meinem grossen Zimmer habe ich eine wunderbare Aussicht.

Blick von meinem Zimmer auf den Traunsee
Nach der obligaten Dusche, einem kühlen Bier auf dem Zimmerbalkon und einem kleinen Nickerchen speise ich im hoteleigenen Restaurant.

Abendessen im Seehotel Schwan, Gmunden
Nachher setze ich mich auf eine Parkbank, schreibe an meinem Blog und lasse so den schönen Tag ausklingen. So kann es weitergehen!
Fakten Etappe 1: Salzburg-Gmunden
Gefahrene Kilometer: 93 km
reine Fahrzeit: 5 Std. 46
Durchschnittsgeschwindigkeit: 16.1 km/h








































































































