Nach tiefem Schlaf und gutem Frühstück breche ich heute um 9 Uhr auf. Die Sonne scheint und es ist angenehm frisch. Gutgelaunt verlasse ich das Städtchen Rottenburg und bin schon bald wieder im Grünen.

Fahrradweg in der Nähe von Rottenburg
Schon bald erreiche ich Tübingen. Diese Stadt möchte ich ein wenig erkunden, denn ich habe heute nur eine kurze Etappe vor mir und somit genügend Zeit. Die Altstadt von Tübingen mit ihren Fachwerkhäusern gefällt mir ausserordentlich gut.

Tübingen Marktplatz
Längere Zeit fahre ich relativ planlos in der Altstadt herum, bis ich ein Café entdecke, in dem man an der Sonne sitzen kann.

Kaffeepause in Tübingen
Der nächste Abschnitt ist sehr schön und ich fahre oft dem Neckar entlang. Es ist heute, ganz anders als gestern, ein wunderschöner Frühlingstag bei angenehmen Temperaturen – perfekt zum Fahrradfahren. Als ich um die Mittagszeit ein schönes, schattiges Plätzchen entdecke mache ich hier meine Mittagspause.

Mittagsrast am Neckar
Auf der Weiterfahrt mache ich einen kleinen Abstecher in das kleine, herzige Städtchen Nürtingen, das auf der anderen Seite des Neckars liegt und vom dem ich bisher noch nie gehört hatte.

Nürtingen
Heute ist es ein Tag zum Geniessen; viele Fahrradfahrer sind unterwegs auf diesem schönen Fahrradweg und manchmal sieht man auch weidende Schafe.

Frühlingsstimmung in der Nähe von Nürtlingen
Schon bald erreiche ich Esslingen a. Neckar, mein heutiges Etappenziel.

Esslingen am Neckar, Schelztor
Es ist viel los hier und die Leute stehen Schlange vor der Gelateria beim Schelztor.
Mein Hotel liegt gleich neben diesem Turm und heisst deshalb „Hotel am Schelztor.“
Nach dem Einchecken, der Dusche und dem Nickerchen schlendere ich ein wenig in der Altstadt herum und suche ein Restaurant, wo man draussen essen kann.

Esslingen am Neckar
Gleich neben dem Rathaus finde ich Platz in einem Restaurant mit griechischer Küche – und bekomme schon jetzt um 17.15 Uhr etwas Warmes.

Lammkotelets mit Blick auf das Rathaus
Ich beginne hier an meinem Blog zu schreiben und geniesse die friedliche Stimmung und die Musik von zwei Strassenmusikern, die mir wohlbekannte Lieder vortragen wie «Autumn Leaves», «Que Sera» und weiteren.
Genau um 18.02 Uhr setzt das Glockenspiel der Rathausturmglocken ein. Ich kenne doch diese Melodie, aber ich muss lange studieren bis mir Komponist und Stückname einfallen – dabei habe ich doch dieses Stück auch schon gespielt auf der Geige vor langer Zeit …
Glockenspiel am Rathaus Esslingen (leider nur noch die letzten paar Takte)
Von welchem Komponisten stammt das Stück? Wie heisst es?
Hier als Hilfe die Noten der ersten paar Takte des Stückes:

Auch interessant ist dieser Beitrag über den Glöckner von Esslingen, der Arrangeur ist von diesem Stück:
Der Glöckner von Esslingen
Nach dem Abendessen möchte ich noch den dicken Turm besuchen, der über der Stadt thront. Auf überdachtem Wehrgang steige ich viele Stufen hoch, bis ich endlich oben bin.

Wehrgang zum Dicken Turm
Die Mühe hat sich gelohnt, man hat eine wunderbare Aussicht von hier oben

Aussicht vom dicken Turm, Esslingen a. Neckar
Die Anlage mit dem dicken Turm, den Weinreben und den Wehrgängen erinnert mich ein wenig an Schaffhausen mit dem Munot und weckt in mir damit fast etwas heimatliche Gefühle.

Dicker Turm, Esslingen a. Neckar
Zufrieden kehre ich ins Hotel zurück und mache hier noch den Finish meines Blogs.
Fakten Etappe 1: Rottenburg – Esslingen a. Neckar
Gefahrene Strecke: 68.4 km
Fahrzeit: 4 Std. 51
Durchschnittsgeschw.: 14.1 km/h
bergauf: 220 m
bergab: 330 m
Übernachtung im Hotel am Schelztor, Esslingen a. Neckar
PS: Auflösung Rätsel vom Vortag: Ich spiegle mich im Fensterglas des Cafés


















































































































