Die heutige Tour wird mich über Pfäffikon nach Winterthur und von dort zurück über den Greifensee wieder nach Hause führen.
Um 08.00 Uhr fahr ich heute los, die Temperatur ist wieder viel angenehmer als 2 Tage zuvor. Im hügeligen Gebiet zwischen Mönchaltorf und Wetzikon komme ich deshalb schon bald ins Schwitzen. Auf einer Hügelkuppe habe ich einen schönen Rückblick auf den Pfannenstil:

Pfannenstil mit Mönchaltorf (vorne links), Egg (links) und Forch (rechts)
Nach Wetzikon gelange ich bald schon an den Pfäffikersee. Das ist ein sehr schöner See, den man auch gut zu Fuss umrunden kann. Der Fahrradweg auf der Ostseite führt zuerst durch ein Naturschutzgebiet. Wenig später gelange ich an eine Stelle, wo man freie Sicht auf den See und den Ort Pfäffikon hat.

Pfäffikersee und Pfäffikon
Nach Pfäffikon steigt die Strasse an. Wenig später eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf das Alpenpanorama. Ein einzelnes Flugzeug zieht seine Kreise. Möchte der Pilot wohl ein Herz an den Himmel zeichnen?

Alpenpanorama bei Pfäffikon
Bald erreiche ich die erhöht gelegene Ortschaft Russikon, ein noch ziemlich ursprünglich gebliebenes „Bauerndorf“.

Kirche von Russikon
Nach Russikon habe ich einen Weitblick gegen Westen; hier sind keine Berge zu sehen, dafür die Lägern, eine Hügelkette, die sich fast durch die halbe Schweiz, nämlich bis zum Jura hinzieht.

bei Russikon, Blick nach Westen mit Lägern (rechts von Bildmitte)
Das Wetter ist auch heute wieder traumhaft. Ein schöner Tag folgt dem anderen und Regen ist (leider) keiner in Sicht.
Den Streckenabschnitt, der folgt, habe ich schon in der Corona-Tour 2 befahren; über Theilingen, Weisslingen geht’s in rascher Fahrt wieder ins Tösstal hinunter. Diesmal biege ich aber links ab, als ich unten bin, ich möchte nun ja nach Winterthur fahren.
Bald schon erreiche ich die zweitgrösste Stadt des Kantons (gemäss Wikipedia leben hier 112’000 Einwohner) und fahre dem Mattenbach entlang fast mitten ins Zentrum dieser auch Garten- oder Eulachstadt genannten Stadt.

Winterthur, Marktgasse
Beim Bahnhof fotografiere ich das Sulzer-Hochhaus, das moderne Wahrzeichen von Winterthur. In diesem Gebäude habe ich vor ca. 35 Jahren nach meiner Maturität ein paar Wochen als Aushilfe gearbeitet. Ich erinnere mich daran, in einem Personalbüro mit der Schreibmaschine irgendwelche Karteikarten über Weiterbildungen der Mitarbeiter aktualisiert zu haben, ziemlich langweilig, aber gut bezahlt.

Sulzer-Hochhaus, Winterthur
Der Sulzer-Konzern war damals riesig, mein Schwager erzählt mir kurze Zeit später, dass alleine in Winterthur bis zu 13’000 Personen beschäftigt waren und weltweit über 30’000! Nach und nach aber wurde der Konzern „filettiert“ und heute ist nur noch ein kleiner Teil übrig geblieben von der einst so stolzen Firma.
Auf Wikipedia entdecke ich ein eindrückliches Bild vom Sulzerareal um 1907. Das Unternehmen wurde 1834 durch Johann Jacob Sulzer gegründet und baute in der Folge Maschinen und Pumpen aller Art.

Sulzerareal in Winterthur, Aufnahme von 1907
Da meine ältere Schwester in Winterthur lebt, und ich sie natürlich kurz besuchen möchte, verlasse ich meine Fahrradroute in der Ebene unten und fahre deshalb den Brühlberg hoch, in das Wohnquartier, in dem sie und mein Schwager wohnt.

meine Schwester und mein Schwager
Sie vermissen ihre vielen Enkel, die sie momentan nicht sehen dürfen wegen dem Corona-Virus, geniessen aber auch die dadurch ruhige Zeit. Wir plaudern ein wenig miteinander in ihrem Garten und geniessen das fast schon sommerliche Wetter.
Bald brech ich wieder auf, ich hab ja noch ein ordentliches Stück vor mir.
In der Folge fahre ich über Effretikon und Volketswil Richtung Süden und gelange bei Schwerzenbach an den Greifensee.

Greifensee bei Schwerzenbach
Für einen Freitag sind heute ziemlich viele Leute unterwegs, Familien mit Kindern, Rollerblader, Wanderer. Die Umrundung dieses Sees ist sehr beliebt. Vor allem an Wochenenden tummeln sich Scharen von Leuten rund um den See.
Der Ort Greifensee, den ich wenig später erreiche, ist ein altes historisches Städtchen mit Schloss und Kirche (mit speziellem Grundriss), die 1340 erbaut wurde.

Schloss Greifensee

ref. Kirche Greifensee,
Bei Uster mache ich das letzte Bild der heutigen Etappe. Die Fahrradroute befindet sich ganz nahe beim Ufer.

Greifensee bei Niederuster
Bald schon bin ich wieder zuhause und erlebe dort die heutige Überraschung: Mein Sohn durfte nach 4 Wochen Militärquarantäne am Stück endlich mal wieder nach Hause am Wochenende. Es ist schön, ihn wieder gesund und munter zu sehen. Morgen möchte er sogar die nächste Corona-Tour mit mir zusammen fahren. Darüber mehr im morgigen Bericht.
C-Tour 6: Pfäffikersee – Winterthur – Greifensee
04:06 Fahrzeit
68,2 km Strecke
16,6 km/h Durchschnittsgeschw.
660 m hinauf
660 m hinab

























































































































