Day 5: Bratislava – Wien (Burgenland-Tour)

Auch heute morgen ist es wieder grau, als ich um viertel nach neun zu meiner letzten Etappe meiner diesjährigen Herbsttour aufbreche.

Bratislava am Sonntagmorgen

Bald schon bin ich auf dem Donauradweg, wo schon Jogger, Spaziergänger und andere Fahrradfahrer unterwegs sind an diesem Sonntagmorgen. Ein junger sportlicher Jogger benutzt mich sogar als Hase, nachdem ich ihn überholt habe, und hechelt mir ca. 500 Meter hinterher, das ist beachtlich, da ich wohl mit ca. 18-20 km/h unterwegs bin.

Nach ca. 5 km Fahrt überquere ich die Grenze zu Österreich und erreiche bald den ersten grösseren Ort, Hainburg.

Donau, bei Hainburg

Gerne hätte ich das kleine, etwas erhöht liegende Städtchen besichtigt, scheitere aber bei diesem Unterfangen an einer längeren Treppe. Dafür erblicke ich beim Stadttor eine interessante Gedenktafel.

Gedenktafel, Hainburg

Kurz danach überquere ich die Donau.

Blick von der Donaubrücke bei Hainburg

In der Folge führt mich die Route kilometerweit auf dem Hochwasserschutzdamm Richtung Wien. Hier werde ich von einem deutschen Tourenfahrer eingeholt, mit dem ich ins Gespräch komme. Er kommt von Köln, fuhr von dort bis nach Ungarn ins Grenzgebiet zur Ukraine und ist jetzt wieder auf dem Rückweg nach Köln. Das ist beachtlich.

Auf dem Donauradweg südlich von Wien

Die Fahrradroute führt durch den Nationalpark Donau-Auen, wie ich auf einer Infotafel lese. Das Gebiet umfasst eine der letzten grossen Flussauenlandschaften Europas

Im Nationalpark Donau-Auen

Nach einem Kaffeehalt in Hermi’s Radl-Café sehe ich schon bald die Hochhäuser von Wien.

In der sogenannten Grillzone von Wien sind Sonntagsausflügler im Begriffe, ihre Würste und Grillspiesse zu braten:

Grillzone von Wien (kein Witz)

Vor den Toren von Wien überquere ich zuerst die neue Donau auf einer futuristisch anmutenden Fahrradbrücke:

Fahrradbrücke über die neue Donau, Wien

Anschliessend befahr ich ein «Karussel», um auf die Brücke über die grosse Donau zu gelangen.

Karussel zur Donaubrücke (mit der Inschrift «Willkommen in Korruptistan»)

Anschliessend fahr ich auf guten Fahrradwegen Richtung Wiener Hauptbahnhof und mache unterwegs eine Foto von modernen Hochhäusern:

Hochhäuser in Wien

Komoot führt mich punktgenau zum Ziel meiner heutigen Reise, dem Wiener Hauptbahnhof, wo ich heute abend den Nachtzug nach Zürich nehmen werde.

Hauptbahnhof Wien

Auf eine Stadtbesichtigung verzichte ich diesmal, da Wien schon einmal Ziel einer früheren Fahrradtour war.

Somit geht meine interessante Burgenland-Tour zu Ende. Sie führte mich von Graz über den Iron Curtain Trail im ungarisch-österreichischem Grenzgebiet nach Bratislava und schliesslich nach Wien. Ich bin froh, sie pannen- und unfallfrei überstanden zu haben. Auch mein Rücken machte mir diesmal keine Probleme und das Wetter war auch gut; es war zwar oft etwas grau, aber immerhin hat es nie wirklich geregnet.
Vielen Dank meinen Lesern für die Likes, Wünsche und Rückmeldungen.
Mal schauen, wo mich die nächste Tour im Frühling hinführt – ich weiss es noch nicht.

Fakten Etappe 5: Bratislava – Wien
Gefahrene Strecke: 71 km
reine Fahrzeit: 4 Std. 53
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14.6 km/h
Bergauf: 240 m
Bergab: 200 m

Screenshot


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