Nach guter Nacht in meinem riesigen Schlosszimmer begebe ich mich in den Frühstücksraum, wo ich von der «Schlossherrin» (zu sehen links im Hintergrund ) bereits erwartet werde.

Frühstücksraum und Café im Schloss Aschach
Ich nehme es sehr gemütlich an diesem Morgen, meine Etappe heute wird sehr kurz sein bis zu meinem Tourziel Linz.
Bevor ich losfahre mache ich noch ein Bild von der Vorderseite des Schlosses; mein Zimmer war ganz links oben im 2. Stock.

Schloss Aschach
Bald schon bin ich wieder auf dem Donauradweg und radle Richtung Südwesten los. Das Wetter ist heute prächtig und die Temperatur angenehm frisch.

Auf dem Donauradweg bei Aschach
Es hat hier viele Burgen und Schlösser. Etwa auf halber Strecke erblicke ich auf der anderen Seite der Donau das Schloss Ottensheim.

Schloss Ottensheim
Hier bringt mich eine Drahtseilfähre ans Ostufer der Donau

Ottensheimer Drahtseilbrücke
Diese Fährgelegenheit gibt’s schon über 150 Jahre. Die Fähre funktioniert mit der Strömungskraft der Donau, nur beim Anlegen kommt noch etwas motorisierte Hilfe dazu.

Auf der Überfahrt
Es sind noch einige andere Fahrradfahrer Passagier bei dieser Überfahrt.
Von hier an ist die Fahrradroute weniger idyllisch und führt meist einer stark befahrenen Hauptstrasse entlang nach Linz.

Ankunft in Linz
Diese Stadt habe ich nun schon des öfteren befahren auf meinen Fahrradtouren und ich verzichte deshalb auf ein Sightseeing und lasse mich stattdessen in einem Café nieder, in dem ich auch schon war.

Stärkung vor der Rückreise
Meine Sommertour ist nun zuende; ich bin froh, dass ich sie pannen- und unfallfrei abschliessen kann. Es war eine sehr schöne Tour mit viel Natur, vor allem der Isar entlang. Leider hat mein Rücken nicht mitgespielt und mich nach der Hexenschussattacke vor ein paar Tagen immer wieder geplagt. Zum guten Glück hat er mich aber beim Fahrradfahren kaum beeinträchtigt. Abgesehen von einem Regentag war das Wetter ideal zum Fahrradfahren; es herrschten sehr angenehme Temperaturen und der Wind kam auch meist von hinten.
Vielen Dank auch für die Rückmeldungen, Likes und Aufmunterungen. Wie schon bei meiner letzten Herbsttour wurde mir sogar wieder ein Gedicht gewidmet; herzlichen Dank dafür!
Dem begeisterten Radtourenfahrer
Wenn einer eine Reise tut,
so, sagt man, kann er was erzählen,
es sei für Leib und Seele gut,
man könne dabei gar nicht fehlen.
Drum frisch entschlossen. Auf zur Tat!
So packt, sobald ein Urlaub naht,
ganz losgelöst von Jahreszeiten,
Freund Bernhard flink sein treues Rad
und füllt die Taschen beider Seiten
mit Regenschutz und Notvorrat.
Klug wählt er seine Route dann,
er startet hoch im Engadin,
so spart er Kraft, so viel er kann,
denn abwärts fliesst zumeist der Inn.
Wenn nur das Wetter besser wär!
Wo geht sie hin, die Fahrt dies Jahr?
Anfänglich noch bergab, entspannt,
den Inn «durab» bis zur Isar,
wo Berge fehlen, flach das Land,
doch leider nicht so flach wie’s Meer.
Er saust durch Dörfer, schiebt am Hang,
geniesst Radwege, meidet Pfützen,
die frecherweis sein Rad bespritzen,
und weiter geht’s, Isar entlang.
Die Wolken weichen, es wird hell.
Nun ist’s erreicht, hat er sein Ziel.
Vergessen sind die Müh’n und Plagen,
von all dem spürt er nicht mehr viel.
Er rechnet nach und kann sich sagen,
wie gross die Strecke, das Gefäll.
In all den harten Fahrradstunden
hat er den Alltag abgewälzt
und grosse Strecken überwunden,
am meisten aber wohl sich selbst.
(Angelus Hux)
Fakten Etappe 7: Aschach – Linz
Gefahrene Strecke: 30 km
reine Fahrzeit: 2 Std. 8
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14.3 km/h
Bergauf: 90 m
Bergab: 100 m

Überblick Fahrradtour Scuol – Linz
