Day 5: Mamming – Windorf (Isar-Tour)

Die heutige Etappe führt mich schon bald wieder ans Ufer der Isar. Es ist wunderbar frisch an diesem Mittwochmorgen. Ich bin froh, dass die Etappe nach Windorf eher kurz ist und ich so meinen Rücken etwas schonen kann.

Auf dem Isarradweg bei Mamming

Nach einer halben Stunde Fahrzeit erregt eine Holz-Metall-Konstruktion meine Aufmerksamkeit. Was könnte das wohl sein, frag ich mich.

Holz-Metall-Konstruktion bei Mamming

Aha, es ist eine Sitz-/Treppenanlage lese ich auf der Rückseite der Konstruktion.

Sitz-/Treppenanlage

Auf der Weiterfahrt entdecke ich eine weitere Sehenswürdigkeit: Es handelt sich um eine alte Eisenbahnbrücke, die 1903 erbaut wurde und als Wahrzeichen von Landau gilt.

Bockerlbahnbrücke Landau von 1903

Heute fahren da wohl keine Züge mehr darüber.

Das Wetter ist ideal zum Fahrradfahren. Es ist ca. 22-24 Grad warm und meist scheint die Sonne. Als ich wieder einmal die Isar überquere, bin ich nicht mehr allzu weit weg von der Mündung der Isar in die Donau.

Überquerung der Isar bei Niederpöring

Wenig später versperrt mal wieder ein Lastwagen den Fahrradweg. Hier wird mit grossem Gerät, einem Bagger mit Rotationssäge, gerodet.

Grobes Gerät auf dem Fahrradweg

In der Folge verlasse ich den Flusslauf der Isar und fahre ca. 10 km über Land. Das ist auch schön.

Landschaft in der Nähe von Deggendorf

Bald überquere ich die Donau und lande im ganz schönen Städtchen Deggendorf, wo ich endlich eine Pause machen will.

Deggendorf

Hier verpflege ich mich bei einer Imbissbude. Es gibt eine Ofenkartoffel mit Salat und Putenstreifen; ganz lecker.

Mein Mittagessen in Deggendorf

Nach Deggendorf gestaltet sich die Suche nach der richtigen Route etwas schwierig. Es sind Bauarbeiten am Fahrradweg im Gange und die Ausweichroute ist nicht konsequent ausgeschildert. Auf der Suche nach dem Weg treffe ich auf eine deutsche Tourenfahrerin. Gemeinsam finden wir wieder die richtige Spur und beginnen miteinander zu plaudern. Sie heisst Sabine und ist von Bielefeld aus nach Albanien unterwegs – das ist beachtlich.

Auf dem Donauradweg bei Hofkirchen

Bis zu meinem Etappenziel Windorf unterhalten wir uns über unsere Fahrradtouren, über die deutsche Bahn und deutsche Politik. Sie erzählt mir auch von der Organisation dachgeber.de, über die sie bei Privaten kostenfrei übernachten kann. Das scheint eine tolle Sache zu sein, vor allem wenn man monatelang wie sie unterwegs ist.

Das Hotel, in dem ich heute übernachte, ist wunderbar ruhig und idyllisch an der Donau gelegen. Es hat sogar einen Pool direkt vor meinem Zimmer. Ich ziehe aber ein kleines Nickerchen vor und gehe bald abend essen. Zur Abwechslung gibt es für einmal Fisch. Das schmeckt auch gut!

Zander zum Abendessen im Landgasthof Moser

So neigt sich ein schöner Tag dem Ende entgegen. Morgen soll die Kaltfront Karlheinz schwere Gewitter auslösen in Bayern lese ich im Münchner Merkur. Man spricht in diesem Artikel von Superzellen oder sogar von MCS (mesoskaliges konvektives System, vereinfacht ein Riesengewitter). Schauen wir mal!

Fakten Etappe 5: Mamming – Windorf
Gefahrene Strecke: 79 km
reine Fahrzeit: 5 Std. 15
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15.0 km/h
Bergauf: 260 m
Bergab: 310 m
Übernachtung im Landgasthof Moser

Screenshot

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