Day 1: Lugano – Monza (Bologna-Tour)

Die diesjährige Frühlingstour wird mich von Lugano aus nach Bologna führen. Nach einem regnerischen, grauen Ostersonntag in Paradiso ist das Wetter am Ostermontagmorgen freundlicher, als ich um viertel vor 10 zu einem weiteren Veloabenteuer aufbreche. Die heutige Etappe wird nicht allzu lange sein, so dass ich es gemütlich nehme und auch gleich nach dem Start wieder vom Rad steige, um das schöne Panorama bei Lugano festzuhalten.

Rückblick auf Lugano

In der Folge fahre ich dem See entlang nach Melide und gelange dort auf eine Radroute, die mich meist auf Fahrradwegen bis zur Grenze begleiten wird. Bei Bissone fotografiere ich den Monte San Giorgio, ein Berg, auf dem ich vor vielen Jahren einst Fossilien suchte. Er ist berühmt dafür.

Blick auf den Monte San Giorgio

Wie schon auf einer früheren Tour durchfahre ich die sehenswerte Altstadt von Mendrisio.

Mendrisio

Der folgende Weg Richtung Chiasso bietet schöne Aussichten auf alle Seiten.

Route vor Chiasso

Statt aber bis nach Chiasso zu fahren, biege ich wenig später rechts ab und bin schon bald an der italienischen Grenze. Von hier führt mich der Weg aufwärts in hügeliges Gelände und ich komme bei den Steigungen ziemlich  ins Schwitzen, obwohl es eigentlich noch ziemlich kühl ist.
Ich fahre nun auf Regionalsstrassen (strada provinciale, abgekürzt SP), wobei sich der Verkehr zum Glück meist in Grenzen hält.

Bei einer modernen kleinen Kirche mit Sitzbänken aus Granit mache ich meinen Mittagshalt, nachdem ich immerhin schon fast 35 km geschafft habe.

Mittagshalt nach 35 km

Die heutige Etappe führt mich meist durch bebaute Landschaften – man merkt, dass man sich in der erweiterten Agglomeration von Mailand befindet.

Fahrradweg neben Regionalstrasse

Als ich an einem eindrücklichen Rohbau vorbeifahre und die Werbetafel daneben erblicke, frage ich mich, ob die Erbauer wohl pleite gegangen sind und es deshalb beim Bau nicht mehr weitergeht.

Imposanter Rohbau

Nachdem ich auf der heutigen Radtour bislang tolle Fahrradwege vermisst habe, führt mich Komoot 10 km vor meinem Etappenziel doch noch auf eine frisch geteerte, prächtige Fahrradstrasse.

Fahrradroute in der Nähe von Monza

Und zum Schluss wird es sogar noch idyllisch:

Route bei Monza

Schon um 15 Uhr erreiche ich mein Hotel; ich habe zuerst Mühe, es zu entdecken, denn es ist – wie mir scheint – vor allem ein riesiges Restaurant, in dem Hochbetrieb herrscht an diesem Ostermontag. Das Einchecken wird fast zum grössten Abenteuer an diesem sonst unproblematischen Tourentag: Ich muss mich in eine Riesenschlange bei der Kasse einreihen, denn offenbar ist der Restaurantkassier gleichzeitig auch Rezeptionist des an gleichen Ortes befindlichen Hotels. Ich warte über 10 Minuten, bis ich endlich an der Reihe bin und meinen Zimmerschlüssel bekomme.

Überrascht bin ich vom meinem Zimmer, denn es ist ein grosses Appartement mit Wohnraum und separatem Schlafzimmer – nicht schlecht für den moderaten Preis.

Blick von meinem Hotelzimmer aus, unter den Zelten befindet sich ein Teil des riesigen Hotel-Restaurants.

Nach obligater Dusche sehe ich mich noch ein wenig im schönen Städtchen Monza um.

Dom von Monza

Und nach einigem Suchen entdecke ich ein lauschiges Plätzchen in einem Strassencafé, wo ich den heutigen Blog schreibe.

Am Blogschreiben

Kulinarisch endet der Tag im Hotelrestaurant. Anfangs bin ich alleine

Doch nach und nach füllt sich das Lokal – die Italiener essen später als wir Schweizer. Mit offeriertem Limoncello endet der kulinarisch befriedigende Abend; ich ziehe mich in mein Appartment zurück, um den Blogfinish zu erledigen.

Nachtrag: Kaum hatte ich den Blog veröffentlicht, erreichte mich schon per E-Mail ein Gedicht eines Dichterfreundes, das ich hier teilweise veröffentliche:

Monza heisst sein erstes Ziel.
Dass ihm dieser Ort einfiel
für den ersten Boxenhalt
und den kleinen Aufenthalt,
scheint mir klar im Wunsch zu liegen,
statt mit «Treten» mal mit «Fliegen»
und mit Bleifuss auf Pedal
auf dem Monza-Ring einmal
Rund’ um Runde hinzudrehn.
Bernhard! – ehrlich! – wär’s nicht schön?

(Angelus Hux)

Fakten Etappe 1: Lugano-Monza
Gefahrene km: 67
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15.6 km/h
Bergauf: 460 m
Bergab: 590 m
Übernachtung im Nine Hotel, Monza

Screenshot

2 Kommentare zu „Day 1: Lugano – Monza (Bologna-Tour)

  1. Mega cool, Beni! Geniesse deine Fahrradtour nach Bologna und gönne dir auch ab und zu eine Pizza! Liebe Pizzicanto-Grüsse, Andrea

    Like

Hinterlasse einen Kommentar