Nach guter Nacht geniessen wir das Frühstück auf der wunderbaren Terrasse der Pension Sonnenheim, bevor wir um 9 Uhr losfahren.
Bald schon sind wir wieder auf dem Radweg entlang der Etsch und freuen uns über das schöne Wetter und die tolle Aussicht in die Berge.

Etsch-Radweg bei Gargazon
Es sind schon viele Radfahrer unterwegs an diesem Sonntagmorgen, zumeist Männer auf ihren Rennrädern, die uns überholen, was uns aber nichts ausmacht.
Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit erreichen wir die Agglomeration von Bozen. Nun biegen wir links ab und fahren in der Folge dem Fluss Eisack entlang, der wie die Etsch auch ziemlich viel Wasser führt.
Die Altstadt von Bozen lassen wir links liegen – bestimmt werde ich ein andermal hier eine Stadtbesichtigung machen.

Fahrradroute dem Eisack entlang.
Der Fahrradweg nach Brixen ist sehr schön. Er ist an manchen Orten auf einem stillgelegten Eisenbahntrassee angelegt und ist meist abseits von Autobahn und Hauptstrasse, die auch durch das zu Beginn enge Tal führen.

Fahrradroute auf stillgelegtem Eisenbahntrassee
Der Wind ist uns gnädig gestimmt und hilft uns, die leichte Steigung bis Brixen problemlos zu bewältigen. Auch gibt es oft schattige Abschnitte, die etwas Abkühlung bringen.
Nach ca. 2 Stunden Fahrzeit lädt uns ein Biorestaurant mit schönem Garten ein, unseren Mittagshalt zu machen.

Zwischenverpflegung in Bio-Restaurant in Atzwang
Wir essen einen Salat mit Käse und Ei – ein bisschen gar viel Grünzeug für meinen Geschmack, aber man hat das Gefühl etwas gegessen zu haben.
Auf der Weiterfahrt bestaunen wir immer wieder Burgen, die hoch oben auf den Felsen thronen wie z.B. bei Klausen, einem kleineren Städtchen.

Burg bei Klausen
Etwa um 2 Uhr treffen wir in Brixen ein, einem grösseren Städtchen mit schöner Innenstadt. Hier machen wir unsere zweite Pause und genehmigen uns in einem Café an der Piazza ein Eis.

Brixen, Hauptplatz
Es ist nun ziemlich heiss geworden, die Wetter-App zeigt 30° Grad. Bald nachdem wir Brixen verlassen haben, verlässt die Fahrradroute den Fluss Eisack und führt uns nun steil aufwärts. Die Sonne brennt gnadenlos und ich muss schon bald vom Rad steigen und es bergauf schieben.
Ein Kloster in meinem Blickfeld erregt meine Aufmerksamkeit.

Kloster Neustift bei Brixen
Es handelt sich um das Kloster Neustift, welches eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat, wie ich abends auf Wikipedia lese.
Der Anstieg ist endlos und die Hitze macht mir so sehr zu schaffen, dass ich kaum noch vorwärts komme, währenddessen mir mein Sohn leichtfüssig wie eine Bergziege davon fährt. Schliesslich schaffe auch ich es auf den höchsten Punkt der Steigung. Mittlerweile haben nun aber drohende Wolken den Himmel bedeckt.

Gewitter im Anzug?
Schnell fahren wir weiter, wir möchten nicht noch in ein Gewitter geraten. Mit gütiger Unterstützung von heftigem Rückenwind erreichen wir kurz vor 17 Uhr unser Ziel, das Aktiv & Genusshotel Lodenwirt in Obervintl.

Ankunft im Hotel
Ich bin ziemlich fix und fertig und lege mich nach der Dusche aufs Bett und mache ein ausgedehntes Nickerchen. Nachher essen wir im hoteleigenen Restaurant ein feines Wienerschnitzel, dazu geniesse ich ein extra für dieses Hotel gebraute Bier, welches sehr lecker ist. Nun geht es mir wieder viel besser!

Nachtessen im Restaurant des Hotels Lodenwirt.
Fakten Etappe 2: Gargazon-Obervintl
Gefahrene Strecke: 82 km
Durchschnittsgeschw. 14.6 km/h
bergauf: 850 m
bergab: 370 m
Übernachtung im Aktiv & Genusshotel Lodenwirt in Obervintl.

Liebe begeisterte Tourenfahrer,
wir wünschen euch schöne und unfallfreie Velofahrtage
Liebe Grüsse Elsbeth und Fritz
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