Day 1: Ofenpass-Gargazon (Ljubljana-Tour)

Die diesjährige Sommerfahrradtour beginnt auf dem Ofenpass. Nach einer Woche Family-Ferien im Engadin fahre ich frühmorgens um 08.15 Uhr mit dem Postauto von Zernez auf die Passhöhe. Mein Fahrrad darf auf dem Anhänger des Postautos mitfahren. Auch mein Sohn ist auf dieser Tour wieder dabei, allerdings nur die ersten 4 Tage.

Nach einer guten halben Stunde Fahrzeit kommen wir auf dem Ofenpass an; Süsom Givè heisst der Ort oben auf der Passhöhe auf 2149 m ü. M.

Auf dem Ofenpass

Es ist ziemlich kalt hier oben, wohl weniger als 10° Grad. Deshalb packen wir uns warm ein, bevor wir die Fahrt unter die Räder nehmen.

Genau um 9 Uhr beginnt unsere Tour mit der Abfahrt vom Ofenpass ins Münstertal. Wir fahren vorsichtig die Passstrasse runter. Es hat schon ziemlich viel Verkehr für diese frühe Zeit, auch die «geliebten» Motorradfahrer sind schon unterwegs. Für einmal nerven sie mich aber kaum, da sie zumeist «anständig» unterwegs sind. Bald schon erreichen wir die ersten Siedlungen des Münstertals.

Blick auf Tschierv

Wenig später erreichen wir den Hauptort des Münstertals, Müstair. Hier gibt es ein berühmtes Kloster, das im 8. Jahrhundert gegründet wurde. Die heutige Anlage gehört zum Weltkulturerbe der Unesco.

Klosterkirche Müstair

Kurz darauf gelangen wir an die Grenze zu Italien. Dort gibt es einen kleinen Stau, weil die Guardia di Finanza ein Auto samt ihren Insassen näher unter die Lupe nimmt. Uns kümmert das nicht weiter und wir fahren an den wartenden Autos und am Zoll vorbei.

Auf der italienischen Seite des Münstertals folgt ein sehr schöner Abschnitt der meist einem tosenden Bergbach folgt und abseits der Hauptstrasse talwärts führt.

Unterwegs Richtung Malls

Genau nach einer Stunde Fahrzeit erreichen wir in der Nähe von Malls den Vinschgau und damit die Fahrradroute, die vom Reschenpass herkommend nach Meran führt. Da es nun merklich wärmer geworden ist, ziehen wir unsere Jacken, Pullover und Beinschütze aus, bevor wir weiterfahren.

Umziehpause

Die Route durch den Vinschgau gehört zu den schönsten Fahrradwegen überhaupt; man fährt fast immer leicht abwärts, ist immer auf schönen Fahrradwegen unterwegs, dies oft der Etsch entlang oder durch endlose Apfelplantagen und die umgebende Berglandschaft ist umwerfend. Heute passt auch das Wetter: es ist meist etwas bewölkt, was sehr angenehm ist, weil so die Sonne nicht allzu stark brennt.

Unseren ersten Mittagshalt machen wir an einer Stelle, wo ich vor ein paar Jahren mit meiner Tochter schon einmal Rast machte.

Mittagsrast bei Prad am Stilfserjoch

Etwa eine Stunde später gibt’s einen Kaffeehalt direkt beim Fluss.

Kaffeehalt in Göflan

Der Apfelstrudel ist zwar ein bisschen trocken, aber trotzdem lecker.

Fahradweg der Etsch entlang

Es sind ziemlich viele Fahrradfahrer unterwegs, oft ältere Semester so wie ich, und mit E-Bikes ausgerüstet – ich bin halt noch ein wenig altmodisch und bleib bei meinem Bio-Bike.

Gegen zwei Uhr erblicken wir erstmals Meran, welches hinten rechts in der Ebene liegt.

Blick auf Meran

Wir fahren aber nicht in die Stadt hinein, sondern umrunden sie etwas. Ich war schön öfters in Meran, weshalb wir gut auf die Stadtbesichtigung verzichten können.

Auf den letzten Kilometern unserer Tour geht es wieder durch Apfelplantagen.

Radweg durch Apfelplantagen bei Meran

Die Wolken haben sich fast ganz verzogen und es ist nun plötzlich sehr heiss geworden. Zum Glück ist es nicht mehr weit zur Pension Sonnheim in Gargazon, unserem ersten Etappenort. Wir haben Glück; wir können gleich einchecken, als wir ankommen und nachher den schönen Pool geniessen. Was will man mehr?

Ein Bad im Pool

Etwas schwieriger wird es, ein Restaurant zu finden; wir werden schliesslich aber fündig und finden ein Plätzchen im Restaurant des Tennis-Clubs.

Abendessen draussen

Vor dem Einnachten sitzen wir noch ein wenig auf der Hotelterrasse und geniessen die sommerliche Abendstimmung. Gabriel lernt auf seine letzte Prüfung und ich schreibe meinen Blog. So endet ein ausserordentlich schöner Tourentag.

Fakten Etappe 1:
Gefahrene Strecke: 101 km
Durchschnittsgeschw. 20.9 km/h
bergauf: 250 m
bergab: 2100 m

Screenshot


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