Als ich heute morgen allein beim Frühstück in der reizvollen Gaststube sitze, beginne ich die Musikinstrumente zählen, die als Lampendekoration dienen oder irgendwo im Raum aufgehängt sind. Ich zähle insgesamt 15 Instrumente: 5 Geigen, 9 Blechblasinstrumente jeglicher Art und ein Akkordeon und alle sind echt. Das ist eine aussergewöhnliche Dekoration.

Gaststube im Hotel Hackteufel, Heidelberg
Ich hab’s heute nicht eilig. Meine letzte kurze Etappe wird mich nach Mannheim führen, von wo ich den Zug nach Zürich nehmen werde. Beim Verlassen dieser schönen Stadt entdecke ich den Affen, der so etwas wie das Wahrzeichen der Stadt ist.

Affe von Heidelberg
In der Folge fahre ich noch längere Zeit in der Agglomeration von Heidelberg herum, bis ich wieder im Grünen bin und auf gut signalisierter Fahrradroute Richtung Mannheim fahre.

Fahrradroute zwischen Heidelberg und Mannheim
Heute ist es fast schon sommerlich warm und ich trage zum ersten Mal auf meiner Tour von Beginn weg keine Jacke.
Ein bisschen Abwechslung gibt’s, als ich mit einer kleinen Fähre über den Neckar setzen muss.

Fähre bei Neckarhausen
Die heutige Etappe ist topfeben und so komme ich mühelos vorwärts.
Als ich so daherfahre, kommt mir der Begriff «Mannheimer Rakete» in den Sinn. Wer weiss, was das ist? (Das heutige Rätsel, man darf gerne danach googeln).
In einem Vorort von Mannheim fahre ich am Fernmelde-Turm vorbei. Er gehört zu den Wahrzeichen der Stadt, ist 218 m hoch ist und mit einem Drehrestaurant versehen.

Fernmeldeturm, Mannheim
Schon bald bin ich im Stadtzentrum von Mannheim und möchte mich dort ein wenig umsehen. Vergeblich suche ich aber eine Altstadt; ich lese später, dass sie im Krieg zerstört wurde. Die ursprüngliche quadratische Gesamtanlage ist aber immer noch gut zu erkennen.
Das Barockschloss Mannheim, nach Versailles das zweitgrösste in Europa, befindet sich am Rande des Zentrums und ist gigantisch gross.

Schloss Mannheim
Der Wasserturm gehört ebenfalls zu den Wahrzeichen der Stadt. Deshalb statte ich auch ihm einen Besuch ab.

Wasserturm von Mannheim
Nach einem kurzen Kaffeehalt fahre ich Richtung Bahnhof und bin gespannt, ob die Rückreise mit dem ICE nach Zürich klappt wie vorgesehen – das würde mich wundern. Aber das Wunder bleibt aus. Zuerst wird der Zug mit einer Stunde, dann mit zwei Stunden Verspätung angekündigt, bis schliesslich die Information kommt, dass er ganz ausfällt.
Das ist ärgerlich, aber glücklicherweise kann ich wenigstens eine Stunde später auf einen EC steigen, der mich samt Fahrrad nach Basel bringt. Von dort sollte ich dann problemlos nach Zürich kommen.
Somit endet mein Bericht über die Neckartal-Tour – eine Route, die ich sehr empfehlen kann. Trotz der Nähe zu meinem Heimatort Schaffhausen kannte ich das Neckargebiet mit den vielen schönen kleineren und grösseren Städten bisher kaum. Diese Bildungslücke habe ich nun geschlossen.
Und nicht zuletzt ein herzliches Dankeschön für alle die Wünsche, Rückmeldungen und Likes zu meinen Beiträgen.
Fakten Etappe 5: Heidelberg – Mannheim
Gefahrene Strecke: 30 km
Fahrzeit: 2 Std. 26
Durchschnittsgeschw.: 12.2 km/h
bergauf: 60 m
bergab: 70 m

PS: Auflösung Rätsel Etappe 4: Der Geruch von Bärlauch
Map Gesamttour: Rottweil – Mannheim (Neckartal-Tour)
