Day 6: Leoben – Graz

Heute morgen nehmen wir es gemütlich. Unsere letzte Etappe ist nicht sehr lang und wir werden auch nicht mehr über Pässe fahren.
Zuerst durchqueren wir die Altstadt von Leoben, die auch ihre Reize hat.

Brücke und Stadttorturm zur Altstadt von Leoben

Vom auffälligsten Gebäude der Stadt mache ich schnell eine Foto.

Leoben, Innenstadt

Die Innenstadt von Leoben liegt in einer Flussschlaufe der Mur. Dieser Fluss führt momentan viel Wasser aufgrund der heftigen Niederschläge der vergangenen Tage.

Heute sollten wir unbedingt unsere Velos reinigen. Sie sind extrem verschmutzt nach unserem gestrigen Schlammabenteuer. Ich bin deshalb erleichtert, als ich nach kurzer Fahrzeit an unserem Weg eine Autowaschanlage entdecke. Kurz entschlossen fahren wir hin und reinigen unsere Fahrräder unter Hochdruck und mit Seife. Auch die Schuhe und Taschen profitieren zum Schluss noch vom Säuberungsritual.

Veloputz bei Leoben

Mit blitzblanken Fahrrädern folgen wir nun bis Graz der Mur und passieren mit Brück die erste grössere Stadt. Es ist aber noch zu früh für einen Kaffeehalt, weshalb es nur einen kleinen Fotostopp gibt.

Brück

Der Murradweg, dem wir folgen, ist ein schöner Radweg, der meist dem Ufer des Flusses entlangführt.

Murradweg bei Brück

Immer wieder aber gibt es kleine Gegensteigungen, die etwas nervig sind, die uns aber schöne Aussichten bescheren.

Murradweg bei Mixnitz (lustiger Name)

Gegen halb zwölf erreichen wir Frohnleiten, eine hübsche Kleinstadt, wo wir ein wunderbar gelegenes Garten-Café aufsuchen.

Frohnleiten

Nach der kleinen Stärkung setzen wir unsere Reise auf dem Murradweg fort und kommen bald an der eindrücklichen Burg Rabenstein vorbei.

Burg Rabenstein

Unsere Mittagsrast machen wir auf einem extra für Fahrradfahrer angelegten Rastplatz. Die komfortablen Sitzbänke laden uns hier zu einem kleinen Nickerchen ein.

Mittagsrast mit Nickerchen

Die heutige Etappe ist ziemlich easy. Oft geht es leicht abwärts, dazu profitieren wir noch von Rückenwind, weshalb wir gut und mit wenig Kraftanstrengung vorwärtskommen. Es ist heute auch wieder viel wärmer als am Vortag, ohne heiss zu sein – also perfekte Verhältnisse! So erreichen wir schon bald Graz.

Erster Eindruck von Graz

Wir fahren mitten durch die schöne und eindrückliche Altstadt und sind schon um 15 Uhr an unserem Ziel, dem OneMotel. Wir checken ein und machen uns bald darauf auf, diese Stadt näher zu entdecken.
Unser erstes Ziel ist die Grazer Murinsel, eine künstliche Insel inmitten der Mur in Form einer Muschel.

Grazer Murinsel

Beim nachfolgenden Abendessen in einem italienischen Restaurant gibt’s zur Abwechslung (nach den vielen Wiener-Schnitzeln) wieder einmal Pasta. 
Darauf erklimmen wir den beachtlich hohen Schlossberg, wo wir bei einem Dessert die herrliche Aussicht auf Graz und seine Umgebung geniessen.

Aussicht vom Schlossberg Graz

Von hier oben hören wir die Klänge einer Balkan-Brassband. Da müssen wir doch hin, denken wir und steigen wieder vom Berg runter und gesellen uns unter die vielen Leute, die dieser Balkanband lauschen. Die Musik ist hinreissend und man kann beim Hinhören kaum die Beine ruhighalten.

Fetzige Klezmer-Balkan-Band

Mit vielen Eindrücken schlendern wir zum Hotel zurück, wo ich noch meinen Blog schreibe und mein Sohn währenddessen auf seine nächste Prüfung lernt.

Die Tour vom Unterengadin nach Graz war eine sehr schöne Tour. Trotz zwei kalten etwas regnerischen Tagen können wir ein positives Fazit ziehen. Österreich bietet ein gutes Netz an tollen Fahrradwegen und kann mit schönen abwechlungsreichen Landschaften punkten. Auch kulinarisch kamen wir auf unsere Rechnung, Wienerschnitzel sei dank. Wir sind auch dankbar, dass wir von Pannen, Unfällen und Krankheit verschont geblieben sind.

Fakten Etappe 6:  Leoben – Graz
Gefahrene Strecke: 80 km
reine Fahrzeit: 4 Std. 47
Durchschnittsgeschwindigkeit: 16.7 km/h
bergauf: 620 m
bergab: 800 m
Übernachtung im MotelOne in Graz

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