Nach einer lauten Nacht aufgrund einer Bar gleich unterhalb meines Hotelzimmers ist es heute morgen sehr ruhig im Zentrum von Prag als ich losfahre.

Prag Hauptplatz
Das Wetter ist wieder bestens, nachdem gestern an meinem Ruhetag gleich ein paar gewittrige Schauer über diese Stadt gezogen sind.
Anders als erwartet fahre ich zuerst nicht der Moldau entlang, sondern erklimme den Hügel auf der Schlossseite von Prag. Dafür habe ich nun einen herrlichen Ausblick.

Prag, Blick auf die Stadt und Moldau mit Karlsbrücke
Doch es dauert nicht lange, da bin ich wieder am Ufer der Moldau, wo ich auf einem museumswürdigen kleinen Fährschiff auf die andere Seite übersetze. Ich bin wohl der erste Passagier an diesem Sonntagmorgen und sehr froh, dass diese Fähre überhaupt schon fährt.

Fährfahrt über die Moldau
Der nun folgende Abschnitt ist zum Geniessen, denn ich fahre nun längere Zeit auf einem schön angelegten Fahrradweg am Ufer der Moldau entlang; dabei fahre ich längere Zeit parallel zu einem gut gefüllten Raddampferschiff, welches «Vltava», also «Moldau» heisst.

auf dem Fahrradweg entlang der Moldau
Als ich für einmal die Moldau verlasse, gelange ich an ein schmuckes Barockschlösschen (?). Auf die Schnelle finde ich aber nicht heraus, wie es heisst.

Barockschlösschen an der Fahrradroute
Die heutige Etappe ist sehr schön, ziemlich eben und auch der Wind ist mir günstig gestimmt. Die Route führt zumeist auf Fahrradwegen am Ufer der Moldau entlang, wo heute ziemlich viele Fahrradfahrer unterwegs sind. Die Moldau fliesst manchmal mehr oder weniger naturbelassen vor sich hin.

Überquerung der Moldau
Manchmal wirkt sie auch seenartig, was von den häufigen Staustufen hervorgerufen wird.

Fahrradweg an der Moldau
Da ich kaum mehr Vorräte dabei habe, bin ich froh, dass ich mich in einem «Outdoor-Bistro» verpflegen kann. Die Kommunikation mit der Wirtin gestaltet sich aber als schwierig, da sie keine Fremdsprachen spricht. Schliesslich bestelle ich eine Pizza und ein Bier – dieses Wort kenne ich ja auf Tschechisch.
Schon früh bin ich nahe bei meinem Zielort Litoměřice (Leitmeritz). Der letzte Abschnitt ist wieder besonders schön und das warme Wetter lockt sogar Badende zum Schwimmen in die Moldau.

Moldau bei Litoměřice.
Um 15 Uhr erreiche die Stadt.

Ankunft in Litoměřice
Als ich bei meinem Hotel ankomme, empfängt mich der Chef draussen. Die Eingangstüre sei blockiert (wegen Einbrechern?) und ob ich nicht eine halbe Stunde später kommen könnte. Das ist kein Problem und so sehe ich mich in der Zwischenzeit ein wenig in diesem kleinen, aber schmucken Städtchen um und setze mich in ein Café

Hauptplatz von Litoměřice
Beim zweiten Versuch klappt dann das Einchecken. 2 Handwerker sind nun eifrig dabei, die Hoteleingangstüre wieder zu reparieren.
Nach kurzem Erholungsschläfchen suche ich ein Restaurant und werde schnell fündig. Endlich ist es so warm, dass man ohne zu frösteln draussen sitzen kann.
Da mir die tschechischen Kronen auszugehen drohen – Prag war ziemlich kostenintensiv – bestelle ich heute mein Abendessen mit dem Rechner im Kopf. Ich muss aber nicht darben, da im tschechischen Hinterland die Preise sehr moderat sind.

Abendessen im Restaurant Radniční sklípek, Litoměřice
Ich geniesse die ruhige und friedliche Stimmung an diesem Abend und bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Im Hotel zurück vollende ich den angefangenen Blogeintrag auf einer wunderbaren Terrasse des Hotels.

Abendstimmung im Hotel Dejmalik, Litoměřice
Fakten Etappe 6: Prag-Litoměřice
Gefahrene Kilometer: 98 km
reine Fahrzeit: 6 Std. 9
Durchschnittsgeschwindigkeit: 16.1 km/h
Übernachtung Hotel Dejmalik, Litoměřice
