Day 1: Klanxbüll – Kolding (Dänemarktour)

Endlich bin ich wieder auf Tour. Die diesjährige Sommertour startet dieses Jahr in Klanxbüll, ganz im  Norden von Schleswig-Holstein. Nach ein paar erholsamen Faulenzertagen auf Sylt (immer wieder wunderbar) setze ich mich an diesem Tag in Westerland in den Zug; diesmal aber ganz vorne – ich möchte nicht wieder stehengelassen werden wie vor zwei Jahren.

Auf dem Hindenburgdamm, der die Insel mit dem Festland verbindet, knipse ich schon mein erstes Bild dieser Tour.

Hindeburgdamm (Verbindung Festland zu Sylt)

Um mich zu beschäftigen zähle ich die Windräder, die ich vom Zug aus erblicke – es sind über 100, aber die wenigsten drehen sich; der Wind bläst wohl zu schwach.

Nach ca. 20 Minuten erreiche ich Klanxbüll, wo ich aussteige. Es ist ziemlich grau und ich spüre erste Regentropfen. Trotzdem fahre ich bald los.

Bahnhof Klanxbüll

Wenig später beginnt es auch schon leicht zu regnen. Das müsste jetzt nicht sein, Kachelmann hatte doch einen regenfreien Tag vorausgesagt! Ein bisschen verärgert ziehe ich Regenjacke und Regenhose über.

Zum guten Glück hört der Regen aber bald wieder auf; trotzdem behalte ich die Regenkleider aber noch ein wenig an, da es ziemlich frisch ist an diesem Morgen und ich so ein wenig wärmer habe.

Nach ca. 15 km erreiche ich die dänische Grenze. Wenn mich nicht ein Schild darauf aufmerksam machen würde, hätte ich es kaum bemerkt.

an der dänischen Grenze

In der Folge geht es ziemlich unspektakulär, aber landschaftlich durchaus reizvoll, Richtung Nordosten. Ich bin froh, dass ich ein wenig Windunterstützung habe, so dass ich auf den ebenen Nebenstrassen gut vorankomme. Es hat kaum Verkehr und ich bin ziemlich alleine unterwegs an diesem Morgen.

typische Landschaft

Es hat bisher kaum Ortschaften auf meinem Weg – und das heisst leider auch keine Cafés. Als ich durch einen kleinen Ort komme, gefällt mir die Kirche in ihrem typischen Weiss und das Kirchgemeindehaus im Vordergrund (so vermute ich).

typische Kirche und Haus mit Schilfdach

Nach knapp 2 Stunden Fahrt mache ich meine erste Pause bei einer wunderschönen Blumenwiese, die wohl extra angelegt wurde auf einem 2 Meter breiten Streifen neben einem Kornfeld.

wunderschöne Blumenwiese

Nach der Stärkung mit Banane, Dörrfrüchten und Karotte, geht es aber bald wieder weiter, denn die heutige Etappe ist ziemlich weit.

Nach weiteren zwei Stunden Fahrt erblicke ich einen kleinen Rastplatz. Der kommt gerade richtig für meinen Mittagshalt.

Mittagshalt nach 60 km

Auf meiner Weiterfahrt profitiere ich von besserem Wetter – es scheint nun meist die Sonne, und so macht das Velofahren mehr Spass.

Landschaft in der Nàhe von Haderslev

Nach ca. 70km beginnen die Beine aber ziemlich zu schmerzen, dazu kommen noch Kopfschmerzen – das müsste nicht sein, aber natürlich quäle ich mich weiter, einfach langsamer als am Morgen. Das Gelände ist nun ein wenig coupierter, es geht auch mal ein bisschen bergauf. In einer solchen Steigung überholt mich eine Tourenfahrerin – das schmerzt fast noch mehr als meine Beine. O.k., sie ist ein bisschen jünger als ich.

Etwa 15km vor dem Ziel durchfahre ich eine ansehnliche Ortschaft; es hätte hier sogar ein Café, aber ich ziehe es vor weiterzufahren, denn Kolding mein Etappenziel ist nicht mehr weit.

Christiansfeld

Wenig später passiere ich einen merkwürdigen Gedenkstein wo ein gewisser Herr Kong (King Kong?) für irgend etwas geehrt wird. (Kong ist der König, wie ich später an der Reception des Hotels in Erfahrung bringe).

Gedenkstein

Um ca. 17 Uhr erreiche ich nach 118km Kolding. Ich bin ziemlich k.o., denn am Schluss hatte ich zu all meinen Schmerzen noch mit Gegenwind zu kämpfen.

Nach der wohltuenden Dusche und fast Ganzkörper-Einbalsamierung mit der Kneipp Wärmecrème mit Arnika (Hinweis: mein Bericht enthält Produkteplazierungen), suche ich ein Restaurant. Ich werde schnell fündig; geich vis-à-vis gibt’s ein italienisches Restaurant, wo ich draussen noch Platz finde. Was für ein Glück!

Pasta Bolognese im Ristorante Segafreddo, Kolding

Man bezahlt hier mit Dänischen Kronen (Umrechnung DKK geteilt durch 13, dann habe ich den Preis in CHF). Ich merke erfreut, dass das Essen gar nicht so teuer war (ca. CHF 24 mit Getränken) und Salat).

Nachher sehe ich mich noch ein wenig um und finde einen kleinen See, an dessen Ufer ich mich auf einer Bank niederlasse und meinen Blog schreibe.

Abendstimmung in Kolding

So endet ein anstrengender Tag ganz gemütlich und beschaulich.

Fakten Etappe 1: Klanxbüll – Kolding
gefahrene Strecke: 118 km
Durchschnittsgeeschwindigkeit: ca. 16.5 km/h
Übernachtung im Hotel Kolding, Kolding

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