Der heutige Tag beginnt ähnlich wie der Vortag: um 7.00 Uhr gibt’s Frühstück, um 8.00 Uhr ist Abfahrt. Es ist ein sonniger Tag heute, ich verlasse Lübeck im schönen Morgenlicht.

Lübeck
Zuerst fahre ich auf dem gleichen Weg, auf dem ich am Vortag gekommen bin. Auf der Brücke, die die Trave überquert, mache ich wieder ein Bild

Lübeck
Dann geht’s relativ unspektakulär Richtung Travemünde, meist der Bahn oder der Trave entlang. Als ich in Travemünde ankomme, habe ich kaum Zeit, mich gross umzusehen, da eine Fähre bereitsteht, die Autos, mich und andere Fahrradfahrer auf die andere Seite bringt.

Travemünde
Dort fahre ich ein Stückchen der Hafenmauer entlang und halte bei einem grossen Bilderrahmen.

Yachthafen bei Travemünde
Als kurz darauf zwei Fahrradfahrerinnen – etwa so alt wie ich – hinter den Bilderrahmen stehen und mich fragen, ob ich Sie fotografieren könne, merke ich erst, wie die Sache mit dem Bilderrahmen wohl gemeint ist. Natürlich machen sie danach auch eine Foto von mir. Somit bin ich auch einmal im Bild.

Der eingerahmte Blogschreiber
In der Folge verläuft der Ostseeradfernweg, dies ist die offizielle Bezeichnung, auf Naturstrassen. Das ist zwar idyllisch, aber sehr holprig.

Naturstrasse auf dem Ostseeradfernweg
Die beiden Radfahrerinnen von vorhin überholen mich, sie habe E-Bikes und fahren auch bis Wismar. Kurze Zeit später sehe ich sie wieder, denn sie haben bei einem sogenannten Strandzugang angehalten.

Strandzugang mit Blick auf die Ostsee
Immer wieder hat es solche Strandzugänge und bei einem mit einem gedeckten Rastplatz mache ich eine kurze Pause, trinke Orangensaft und esse ein wenig Studentenfutter.

Rast an der Ostsee
Es ist sehr schön hier und an diesem Strandbschnitt hat es nur wenige Leute.

Ostsee
Die heutige Tour ist aber keinesfalls topfeben, immer wieder gibt es kleinere oder grössere Wellen, die ich „schlucken“ muss; bei einer muss ich sogar vom Rad steigen und schieben, so steil ist es. Dafür werde ich oben mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.

Aussicht von einer Klippe
Nicht immer führt der Radweg der Ostsee entlang, manchmal entfernt sich der Radweg auch von ihr.

Blick auf eine Bucht bei Wismar
Immer wieder fahre ich an Strandabschnitten vorbei, wo gebadet wird. Es ist aber oft sehr flach, die Leute stehen meist nur im Wasser; vielleicht ist es aber einfach nur zu kalt.

Strand in der Nähe von Wismar
Die heutige Etappe ist mit knapp 80 km ziemlich kurz für meine Verhältnisse; so komme ich schon um 15.00 in Wismar, meinem heutigen Etappenziel, an. Es war eine ausserordentlich schöne Etappe, bestimmt eine der schönsten, die ich je gemacht habe.

Wismar, alter Hafen
Nach Dusche und obligatem Nickerchen, heute auch Powernap genannt, mache ich einen kleinen Stadtrundgang. Wismar ist kulturhistorisch eine sehr interessante Stadt, die mir sehr gefällt. Die eindrücklichen Kirchen sind im sogenannten Backstein-Gotik Stil gebaut.

Innenraum der St. Georgen Kirche, Wismar

Kirchturm der Marien-Kirche (ohne Kirchenschiff, das im 2. Weltkrieg zerstört wurde)

Wismar, Marktplatz

Wismar Strassenzug
Voller Eindrücke schlendere ich Richtung Hotel zurück und mache noch einen Abstecher zum alten Hafen.

Wismar, alter Hafen mit Blick zur Altstadt
Ein sehr schöner Tag geht damit zur Neige. Ich bin froh, dass ich die 1.-August-Knallerei heute nicht miterleben muss und bestimmt bald ruhig schlafen kann.
Fakten 3. Etappe: Lübeck-Wismar
Strecke: 79 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14.3 km/h
bergauf: 700 m

Ein Kommentar zu „Day 3: Lübeck – Wismar (Ostsee-Berlin-Tour)“