Fribourg – Montreux (Schweizer Rundreise Day 4)

Der heutige Tag beginnt relativ spät. Coronabedingt gibt’s kein Frühstück in Hotel, in dem ich übernachtet habe, und da mein Velo eingeschlossen wurde und die Reception erst um 8.30 Uhr öffnet, kann ich ausschlafen an diesem Morgen. Ich schaffe es aber, ziemlich genau um halb neun loszufahren. Nachdem ich eine Zeitlang durch Vororte von Fribourg gefahren bin, finde ich mich plötzlich in einem Wald mit Naturweg wieder. Das ist schön, aber ich komme langsam vorwärts. Wenig später bin ich nicht sicher, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin; der Weg wird plötzlich schmal und ich muss absteigen.

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Fahrradtourenweg in der Nähe von Fribourg – Ist das der richtige Weg?

Unten komme ich zu einer romantischen Landschaft:

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Waldromantik

Ein ständiges Auf und Ab auf Waldwegen, so gestaltet sich in der Folge die Strecke. Es ist schön, aber ich bin ein wenig besorgt, weil ich so kaum vorankomme.

Glücklicherweise werden die Strassen besser und als ich kurz vor Romont in einer Patisserie/Boulangerie meinen ersten Kaffee trinken und dazu einen feinen Kirschenkuchen essen kann, bessert sich meine Laune merklich auf.

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Kaffee und Kuchen in Villaz-St-Pierre

Das Städtchen Romont, das erhöht auf einem Hügel liegt, ist schon von weitem zu sehen. Eigentlich würde die Fahrradroute nicht direkt durch diesen Ort führen; da ich ihn aber nicht kenne, beschliesse ich, dort hinaufzufahren. Es ist ziemlich ruhig in diesem Städtchen, das vielleicht schon bessere Zeiten gesehen hat – auf der Suche nach einem Restaurant werde ich auch nicht fündig. So fahre ich schnell wieder weiter, nicht ohne noch schnell ein Foto zu schiessen von Festung und Kirche.

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Romont

Nach Romont werden die Wege besser. Oft fahre ich auch leicht erhöht Hügelkuppen entlang, wo ich eine gute Aussicht habe.

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In der Nähe von Romont, Aussicht auf die Freiburger und Savoyer Alpen

Ich glaube sogar, in der Ferne den Montblanc, den höchsten Berg Europas zu erblicken; ich bin aber nicht ganz sicher. In dieser Region kenne ich mich mit Bergen nicht so aus.

Ich geniesse es sehr bei diesem sommerlichen Wetter durch die Landschaft zu gondeln. Der Himmel ist auch wieder blauer und die milchigweissen Schleierwolken sind nun fast verschwunden. Nur der Gegenwind kündigt einen Wetterumschwung an.

Bei meinem letzten Aufstieg erhasche ich einen Blick in die Walliser Alpen und glaube, das Monta-Rosa-Massiv zu entdecken.

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Blick nach Osten, Walliser Alpen im Hintergrund

Gespannt bin ich auf den Genfersee. Der sollte doch nun bald in mein Blickfeld geraten, da ich die letzten Anhöhen der heutigen Etappe überwunden habe.

Endlich ist es soweit. Der Anblick raubt mir fast den Atem.

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Genfersee

Da die Szenerie so einzigartig schön ist, folgt hier noch ein weiteres Bild, fast von der gleichen Stelle aus aufgenommen.

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Genfersee

Etwas weiter unten gerate ich in die berühmten Weinberge dieser Region. Meine Fahrradroute führt mitten hindurch.

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Weinberg in der Nähe von Vevey

 

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Blick Richtung Montreux

In Vevey ist die Fahrradroute nun am See unten. Ich staune, wieviel Volk hier unterwegs ist. Vor einem Monat wäre das coronabedingt noch unvorstellbar gewesen.

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Strandpromenade in Vevey

Bald schon erreiche ich Montreux, das mondäne heutige Etappenziel. Es hat mit seinem Yachthafen fast schon monacoartige Züge.

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Montreux mit Yachthafen, Schloss Chillon in der Bildmitte

In einem Hotel, das schon bessere Zeiten gesehen hat, steig ich ab, nehme eine Dusche, mache ein kurzes Nickerchen und suche frisch und ausgeruht nach einem Restaurant. Wieder habe ich Glück. In der Molina-Pizzeria finde ich noch ein Plätzchen, zwar nicht draussen, dafür habe ich Internet und kann deshalb zwischen den Gängen gut am Blog schreiben.

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Guten Appetit!

Die heutige Etappe hat ein bisschen zäh begonnen, es wurde aber immer besser. Fantastisch der Genfersee heute mit seinen verschiedenen Blautönen!!!

Fakten (Fribourg-Montreux):
6 Std. 44: Fahrzeit
82 km: gefahrene Strecke
12.2 km: Durchschnittsgeschw.
1’500 m hinauf (so viel?)
1’740 m hinab

CH Tour D4

 

 

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