Day 8 Montjean-sur-Loire – Trignac (Loire-Tour)
Nachdem es am Vortag ein bisschen geregnet hat, ist der heutige Morgen wieder wolkenlos. Wir fahren heute um 06.15 Uhr los – es ist wunderbar in der Morgendämmerung Velo zu fahren, es ist aber wieder sehr frisch

Als die ersten Sonnenstrahlen auf uns treffen, werfen sie lange Schatten:

Wir fahren wieder lange ohne Pause. In der Frühe sehen wir immer wieder Tiere: gestern u.a. ein Wildschwein, heute ein Fuchs und wenig später huschen vor uns grössere Tiere über den Weg und verschwinden in einem veralgten kleinen Kanal. Wir entdecken sie wieder im Wasser:

Sind es Kaimane? Nein, natürlich nicht, die gibt’s in Europa nur im Hallwilersee (gemäss Zeitungsberichten). Es sind … ? (Lösung am Schluss des Blogs)
Erst gegen 9 Uhr verführt uns eine „boulangerie“ dazu, eine kleine Pause zu machen. Wir decken uns ein mit frischen Brötchen und weiteren Leckereien ein und trinken un café au lait, respektive un chocolat chaud.
Nach zwei weiteren kurzweiligen Fahrstunden oft entlang der Loire erreichen wir Nantes, eine Stadt etwa in der Grösse von Zürich. Uns fällt auf, dass das Wasser der Loire nun plötzlich schmutzig braun ist und der Fluss nun sehr viel mehr Wasser hat als wie bis hierhin. Das hängt wohl mit den Zuflüssen zusammen, die bei Nantes in die Loire münden.
Wir durchqueren allerdings nicht das historische Zentrum der Stadt sondern fahren zuerst entlang der Loire, wo ein grosses (älteres?) Kriegsschiff unsere Aufmerksamkeit erregt:

Nach dem Durchfahren von wenig ansehnlichen Industrierevieren entdecken wir – wieder am Ufer der Loire – dieses aus dem Gleichgewicht geratene Haus:

Zur Mittagszeit kommt dieses schön gelegene Restaurant wie gerufen. Man blickt auf einen Kanal, dem wir nach dem Mittagessen längere Zeit folgen.

Je näher wir zum Meer kommen, desto stärker wird nun wieder der Gegenwind. Der Veloweg befindet sich nun nahe an der Loire – oder ist es schon das Meer? Uns fallen die zahlreichen auf Stelzen stehenden Stege auf, die zu kleinen Holzhäuschen führen, vor denen grosse Fischnetze hängen. Sie stehen aber auf dem Trockenen als wir durchfahren; vielleicht wird aber bei Flut gefischt von diesen Häuschen aus. Ich vermute es, bin aber nicht ganz sicher.
Im Hintergrund erblicken wir schon von weitem eine imposante Brücke, die über die Loire/das Meer führt und über die wir auch fahren werden.

Als wir näher kommen, frage ich mich, ob es wohl erlaubt ist mit dem Velo über diese Brücke zu fahren, da darüber eine Art Autobahn führt mit sehr viel Verkehr.
Es scheint aber möglich zu sein, denn es hat einen schmalen Velostreifen und vor uns nehmen gerade 2 Velofahrer diese Brücke in Angriff – wir wagen es auch.
Man muss höllisch aufpassen, auf der Spur zu bleiben, ausserdem steigt die Brücke in der Mitte stark an. Wir schaffen es aber schliesslich ohne Probleme auf den höchsten Punkt und werden dafür mit einem wunderbaren Ausblick auf das Meer belohnt:

Zur rechten Seite blicken wir zurück auf die Loire. Wir sind nun quasi am Ziel unserer Loire-Tour.

Nach der gefährlichen Abfahrt von dieser Brücke erreichen wir bald unser Hotel, das in Trignac liegt, einem Vorort von St. Nazaire.
Morgen fahren wir weiter Richtung Bretagne, wo wir Carnac ansteuern werden, wo wir ein paar Tage Ferien machen werden.
Fakten zur Etappe 8 Montjean-sur-Loire – Trignac
Gefahrene Strecke : 125 km
Fahrzeit : 8 Std. 2
Bergauf: 790 m / bergab: 810 m
Uebernachtung: Hotel Kyriad, Trignac
Lösung Rätsel: Wir haben Biber gesehen