Heute stehen wir sehr früh auf, schon um 04.45 Uhr schrillt der Wecker, resp. das Iphone. Wir haben geschlafen wie Steine, der befürchtete Kampf um Platz und Decke ist trotz des schmalen Bettes ausgeblieben.
Die nette Gastwirtin hat uns das Frühstück schon am Vorabend parat gemacht, so dass wir wie geplant um 06.00 Uhr losfahren können. Der Mond ist unser erster Begleiter:

Wir fahren zügig und machen lange keine Pause. Wir haben wieder tolle Wege, angenehme Temperaturen und immer wieder wechselnde Szenerien. Erst in Saumur machen wir unseren ersten Halt.

Saumur
Wir setzen uns in ein Café und amüsieren uns über einen älteren Herrn (mit Pfeife), der die Gäste unterhält.

Wir brechen bald wieder auf, denn die heutige Etappe ist mit 140 km die längste und wir wollen beizeiten am heutigen Ziel ankommen.

Brücke bei Saumur
Gegen Mittag wird es wieder wärmer und die Sonne brennt wieder. Wir machen einen kurzen Halt, um uns mit Sonnencreme einzuschmieren und etwas zu trinken

Es folgt eine sehr schöne Strecke am rechten Ufer der Loire. Bei einem Campingplatz macht sich eine Gruppe von Kanufahrern startklar. Schwimmer haben wir übrigens noch nicht gesehen in der Loire. Sie führt wohl zu wenig Wasser und macht auch nicht den saubersten Eindruck.

Wenig später fahren wir durch eine Outdoorbilderausstellung; etwa 20 grossformatige gemalte Bilder säumen unseren Weg.

In der Folge erregt ein Feld mit einer speziellen Pflanze unsere Aufmerksamkeit. Was ist das wohl für eine Pflanze?

Als wir einen grösseren Hunger verspüren, kommt dieser fahrende Koch mit seinem zirkusartigen Wagen wie gerufen. Er bietet selbstgemacht Teigtaschen (gallette-artig) mit eigen kreiierten Füllungen an. Sie sind lecker. Sein Wagen steht an strategisch günstiger Lage: gerade am Loire-Fahrradweg.

Am Nachmittag wird der Wind immer stärker und es scheint ein Gesetz zu sein, dass er immer aus der Richtung kommt, in die wir fahren.
Bei einem wilden Zwetschgenbaum, machen wir einen kleinen Verpflegungshalt und verdrücken wohl je über 30 Zwetschgen. Noch nie hat uns diese Frucht so gemundet!

In der Zwischenzeit sind dunkle Wolken aufgezogen und wir schalten einen Gang höher – wir wollen vor dem grossen Regen im Hotel ankommen. Auf dem letzten Kilometer werden wir aber trotzdem noch ein bisschen nass. Macht aber nichts, das Hotel ist ja schon in Sichtweite. Dort angekommen legen wir uns nach der obligaten Dusche eine wenig aufs Bett und fühlen uns dabei wie tote Fliegen.
Nach der feinen Ente zum Nachtessen blicken wir aus unserem Hotelzimmer und fangen dieses schöne Abenstimmung ein:

Fakten zur Etappe 7: Villandry – Montjean-sur-Loire:
Gefahrene Strecke : 141 km
Fahrzeit : 8 Std. 35
Bergauf: 900 m / bergab: 930 m
Uebernachtung: Hotel de la Loire, Montjean-sur-Loire (gute Küche!)