Day 5 Leiwen – Cochem (Moselradtour)

Nach gutem Schlaf in meinem Häuschen im Eurostrand Resort Moseltal frühstücke ich ausgiebig und fahre um 08.45 Uhr los. Ich sinniere nochmals über das Konzept dieses Hotel nach und frage mich, wo der Strand ist, denn das Resort ist auf einem Hügel hoch über der Mosel – landschaftlich ist es aber traumhaft hier:

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Der Himmel ist heute leicht bedeckt – ist  das ein Vorbote eines Wetterumsturzes, frage ich mich. Am heutigen Tag fahre ich zumeist der Mosel entlang und ich staune über die unendlichen Weinberge. Wer trinkt all diesen Wein, würde ich gerne wissen. Als ich diesen Weinbergen entlang fahre, entdecke ich plötzlich einen Haufen junger Leute, die den Weinstöcken entlanglaufen und irgend etwas entfernen und in einen Plastiksack stecken, ich kann aber nicht genau erkennen, was sie genau machen.

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Immer wieder fahr ich durch wunderschöne Orte wie z.B. Neumagen, das sich als ältestes Weinbaudorf anpreist.

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Neumagen

In Bernkastel, einer grösseren Ortschaft, kann ich wieder einen Ersatzschlauch kaufen; ich bin froh darüber, denn bei einer weiteren Panne wäre ich aufgeschmissen…

Beeindruckt bin ich von der neuen Hochmoselautobahnbrücke, die fast 160 m hoch ist und dieses Jahr eröffnet werden soll:

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Neue Hochmoselbrücke

Was an den Weinbergen hier speziell ist, dass sie in grossen weissen Lettern jeweils angeschrieben sind. Unterwegs treffe ich auf folgenden eher kuriosen Namen:

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Es sind auffallend viele Touristen unterwegs, ich kann es verstehen, denn die Gegend mit den schönen, ursprünglichen Ortschaften und der reizvollen Flusslandschaft ist wunderbar.

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Traben-Trarbach

In Zell, nach ca. 60 km Fahrt, mache ich meinen Mittagshalt und esse einen Flammkuchen; man spürt die Nähe zu Belgien, denn Flammkuchen werden hier in jedem zweiten Restaurant angeboten.

Man könnte hier an jeder Ecke einkehren, es gibt Weinschenken, Cafés und Restaurants bis zum Abwinken. Immer wieder stosse ich auch auf den Namen „Strauss-Gasthof“. Zuerst dachte ich, hier gibt’s Straussenfleisch oder – zweite Hypothese – stehen hier einfach Blumensträusse auf den Tischen? Ich weiss es nicht.

Eigentlich würde ich gerne mal einen Wein kosten. Es gibt hier unzählige Produzenten, die dies anbieten. Wäre aber wohl eine schlechte Idee…

Die heutige Etappe ist bisher die schönste. Ich lasse die Bilder sprechen:

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historischer Ort Beilstein

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ehemaliges Kloster Stuben

Da die Mosel im Abschnitt, den ich heute durchfahre, stark mäandriert, habe ich je nach Richtung, in der sie gerade fliesst, mal Gegenwind, mal Rückenwind, mal Seitenwind. So komme ich besser als am Vortag vorwärts und erreiche gegen 17.30 Uhr Cochem, das Ziel der heutigen Etappe. Schon von weitem sehe ich, dass dies wohl eine besonders sehenswerte Stadt ist:

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Cochem

Auch mein Hotel ist ganz schick und innen sehr modern.

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Hotel Ravène, Cochem

Für einmal funktioniert das WLAN perfekt, so dass ich ohne grössere Probleme die Bilder für diesen Blog hochladen kann.

Ich schlendere noch ein wenig durch diese guterhaltene (mittelalterliche?) Stadt und lasse sie auf mich wirken.

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Cochem

Müde vom heutigen Tag setze ich mich in ein Bistro und möchte etwas essen, doch die Küche ist schon geschlossen, … so trink ich halt ein Bierchen und schreib dabei an meinem Blog. Der Hunger treibt mich später in ein Hotelrestaurant. Dort esse ich Spargel und trinke einen trockenen roten Moselwein (man hätte auch halbtrocken und süss wählen können). Die Spargeln waren gut, doch der Wein enttäuscht mich. Da bleib ich doch lieber bei den Italienern, Franzosen und Spaniern.

Fakten:
Leiwen – Cochem
Gefahrene Strecke : 111 km
Rauf : 470 m/ Runter : 550  m
Fahrzeit: 7 Std. 2 Min.

Übernachtung im Hotel Ravène (schönes, modernes Zimmer)

Day 5

Streckenplan Leiwen – Cochem

 

 

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