Schon bald nachdem ich losgefahren bin, überquere ich die steinerne Brücke, die über die Donau führt. Zu meiner Rechten schimmert die blutrote Sonne durch den Nebel, was eine besondere Morgenstimmung ergibt (Leider korrigierte die Iphone-Kamera das Blutrot der Sonne, die Rottöne sind aber noch in der Spiegelung zu erkennen.

Zunächst fahre ich der Donau entlang und erlebe immer wieder zauberhafte Stimmungen, die durch das Licht der Sonne hervorgerufen werden:

Als ich unten abgebildetes Ortschild erblicke, muss ich ein wenig schmunzeln; nun wissen wir also, wo die «Obermotzer» herkommen: aus Obermotzing.

Als ich in den ersten grösseren Ort komme, bin ich reif für die ersehnte Kaffee&Kuchen-Pause. Die kleinere Stadt heisst Straubing und ist ganz reizvoll:

Nach der Kalorienzufuhr fahr ich wieder oft entlang der Donau. Es ist traumhaft bei diesem Wetter und angenehm warm.

Der nächste grössere Ort heisst Deggendorf, das ist auch ein schmuckes Städtchen. Wie im Sommer sitzen alle Leute draussen in den Strassencafés und -restaurants. Ich geselle mich dazu und mache meine Mittagspause. Es gibt Kartoffelsalat mit Putenschnitzel – ganz lecker.

Die herbstlichen Farben mit dem blauen Himmel und der blauen Donau verleiten mich immer wieder dazu eine Foto zu schiessen.

Einmal versperrt mir eine riesige Schafherde den Weg; ich muss warten, bis alle Schafe die Strasse überquert haben.

Nach 16 Uhr erreiche ich Vilshofen, das Ziel meiner heutigen Etappe:

Es ist auch ein schmuckes Städtchen, nur schade, dass die Altstadt nicht verkehrsfrei ist.

Nachdem ich im Hotel Wittelsbacher Zollhaus eingecheckt bin, ereilt mich eine Überraschung: Ich bin im Zimmer und erhole mich ein wenig, als ich höre, wie jemand mit einem Schlüssel an meiner Zimmertür rummacht. Ein junger Mann tritt in mein Zimmer und meint, es sei sein Zimmer. Wie sich im nachhinein herausstellt, war ich im falschen Zimmer und er wollte in sein zugeteiltes Zimmer. Wir merken, dass die beiden Schlüssel der benachbarten Zimmer identisch sind und rufen den Chef. Dieser kann nicht verstehen, dass dies möglich ist – es ist aber so.
Nach der kleinen Aufregung geniesse ich ein Rinderfilet im hoteleigenen Restaurant – es ist köstlich.

Auch die Atmosphäre des in einem Gewölbekellers liegenden Restaurants ist einzigartig:

Fakten:
Gefahrene Strecke: 120 km
Fahrzeit: 6 Std. 56 Min.
Bergauf: 550 m / bergab: 580 m
Übernachtung im Hotel Wittelsbacher Zollhaus
