Day 12: Bremen-Minden (Zürich-Hamburg-Zürich-Tour)

Nach tiefem Schlaf – Feng Shui scheint zu helfen – nehme ich das Frühstück in diesem ausgezeichneten Hotel ein (es heisst: elements pure feng shui concept hotel – ein Name, den ich mir einfach nicht merken kann; auch Komoot hatte Probleme damit und wollte einfach keine Tour planen an die Birkenstrasse in Bremen, wo eben dieses Hotel liegt.)

Um 07.25 Uhr fahr ich los – ein bisschen später als sonst, dafür habe ich schon gefrühstückt. Es ist toll, in Bremen Fahrrad zu fahren: überall hat es die rot gefärbten Velowege – man fühlt sich schon fast wie in Holland. Bald schon bin ich im Grünen und fahre einem kleinen Kanal entlang. Der Himmel ist blau, es ist angenehm frisch – herrlich!

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Ich stelle mir nur die Frage, ob ich denn nun nicht der Weser entlang fahren sollte, denn eigentlich wollte ich ja von Bremen aus den Weser-Radweg nehmen. Ich bin mir sicher, dass Komoot wieder ein schnellere Lösung gefunden hat und somit folge ich relativ unbeschwert der blauen Linie meiner Navigations-App. Recht zügig geht’s voran – der Wind weht von Nordost und ich fahre gegen Süden – mal wieder Glück gehabt. Meist fahr ich auf Velowegen entlang von Strassen, manchmal auch wieder auf Nebenstrassen; es ist eben und ich bin auf dem Lande – kaum Ortschaften. Als ich eine Bäckerei mit Café erblicke, mache ich kurz Halt, um etwas zu trinken zu kaufen – da lacht mich eine Erdbeerschnitte an, der ich nicht widerstehen kann und somit dauert der Halt etwas länger.

Als mich der Gedanke zu plagen beginnt, am heutigen Tag der rätselfreudigen Leserschaft keine Aufgabe stellen zu können, führt mein Weg an einer Mühle vorbei – und schwupps – inspiriert von dieser Mühle, fällt mir etwas ein:

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In der Schule (ist schon lange her) behandelten wir einst ein Gedicht, in dem eine Mühle brennt.
Fragen: Wie heisst das Gedicht? Wer hat es geschrieben? Welcher spätromantische Komponist hat dieses Gedicht eindrücklich-schauerlich vertont?
Lösung am Schluss des heutigen Blogs.

(Fragen an meine mitlesenden ehemaligen Klassenkameraden/-innen: Bei welchem Deutschlehrer haben wir dieses Gedicht behandelt? Beim Schriftsteller, beim Oberst im Gst, oder bei einer Aushilfe? Ich weiss es leider nicht mehr, bitte um Aufklärung!)

Ihr merkt schon, heute habe ich nicht so viel zu schreiben, weshalb ich mal wieder in der Vergangenheit «herumnodere».

Schon längst hatte ich die Weser vergessen und plötzlich bin ich an ihrem Ufer

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Nun bin ich also doch noch auf den Weserradweg geraten. Ich freue mich darüber, denn es ist wunderbar, mit Rückenwind an derem Ufer mühelos dem Ziel Minden entgegen zu fliegen. Bald schon künden mächtige Schleusentore diese grössere Stadt (80’000 Einwohner) an.

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Auf dem Weg zum Hotel, das etwas ausserhalb der Stadt liegt, mache ich einen Abstecher durch das Zentrum dieses Städtchen. Auffällig ist die Mischung zwischen sehr alten und neuen Gebäuden. Wie viele andere deutsche Städte wurde auch diese Stadt durch Bombenangriffe der Allierten teilweise zerstört – daher rührt diese Kombination von altem und neuem.

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Schon um 15.00 treffe ich im Hotel ein. Es war eine leichte Etappe (chillig würden meine Kinder sagen) – ich wäre locker noch 60 km weitergefahren. Trotzdem bin ich froh, schon am Ziel zu sein, so habe ich genügend Zeit, die Fortsetzung meiner Tour zu planen; denn das ist ein ziemlich aufwändiger Prozess…

PS: Fast hätte ich es vergessen, hier noch die Lösung des Rätsels: Das Gedicht heisst «Der Feuerreiter», geschrieben hat es Eduard Mörike und genial vertont wurde es von Hugo Wolf.

Fakten: gefahrende Strecke 109 km, Fahrzeit 6 Std.,
Übernachtung im Hotel Bad Minden (leider ohne Bad, hatte auf einen kühlenden Pool gehofft!)

D12

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